Erfolgshungrig!

30. September 2012

Letzte Woche (bzw. diese, wenn die Woche montags anfängt) habe ich ein ganz tolles Buch gekauft und zwar dieses:
Bild
Ich liebe es!!!
Habe mich 30 Minuten hingesetzt und gelesen und es dann gekauft.
30 Euro sind echt viel für mein schmales Gehalt, aber ich musste!! es haben. Und warten wollte ich auch nicht, also schied amazon ebenfalls aus ;)
Trotzdem: Ich bereue es nicht.
Vom Herzen hab ich glaub ich alles verstanden und kann es widergeben. Das fühlt sich gut an :)
Sonst haben wir in der Schule noch das Harnsystem und das fällt mir schon schwerer.
Trotz des Buches!
Ich lese viel und beschäftige mich gerade auch in der Freizeit viel mit Lerninhalten vom Unterricht.
Irgendwie ist bei mir der riesengroße Ehrgeiz da. Letztes Schuljahr hab ich nicht so viel lernen können, weil es mir so schlecht ging. Trotzdem ein Schnitt von 1,8.
In der Realschulzeit war ich nie eine Lernerin, bis zur 10. Klasse, dann schon.
Aber zu jetzt ist das kein Vergleich.
Ich will unbedingt sehr gut sein! In der Praxis hab ich das weniger in der Hand als in der Schule.
Ich möchte mir nach der Lehre ausssuchen können, wo ich arbeite. Die Ausbildung ist sooo beliebt, da muss ich mich ran halten.
Klingt nun vielleicht etwas Burn out gefährdet – bin ich aber nicht.
Okay, ich hätte gerne mehr Einser als Zweier im Zeugnis :angel:
Aber ich pass auf mich auf.
In Deutsch haben wir das Thema Inhaltsangabe. (Gefühlt zum hundertsten Mal) Meistens hab ich in Aufsätzen eine 1,5 geschrieben und am Ende dann die 2 bekommen – jetzt haben wir eine Lehrerin, bei der ich mir vorstellen könnte, dass sie mich dieses Zehntel besser benoten würde!!! Wir haben kurz eine Einleitung geschrieben, und 2 Andere und ich haben vorgelesen.
Sie fand alle gut und meins wollte sie direkt nochmal hören und meinte zu den Anderen „Hört mal zu, dass ist richtig gut!“
Da hab ich mich total gefreut! Weil es bei den Anderen auch nicht schräg ankam, glaub ich :)

Der IB bietet Nachhilfe/Lerngruppen an. Finanziert wird das vom Land, da möchte ich wieder hin.
Je öfter ich Sachen höre, desto besser.
Vor allem, wenn es nicht gleich „aufbereitet“ ist. Oder ich behalte Inhalte besser, wenn ich sie in unterschiedlichen Quellen lese.
Dann klappt das bestimmt mit 1, irgendwas.

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1/4 der Probezeit

29. September 2012

Gestern hab ich den Chef gefragt, wie sein Eindruck ist, so nach 4 Wochen.
Er meinte, nach 4 Wochen könne man noch nicht so viel sagen. Aber ich hab dennoch ein super tolles Feedback bezogen auf den Patienten-Kontakt bekommen: Dass man merken würde, dass ich dafür ein Händchen hätte und eine soziale Ader.
Immer im Kontakt, immer am lächeln.
Das hat mich natürlich wahnsinnig gefreut!
Weil es mir ja Spaß macht. Und ich ja diese zwischenmenschlichen Ängste habe. :)


29. September 2012

Im Krankenhaus:
„Sie haben abgenommen. Steht Ihnen gut!“
*fragender Blick meinerseits*
„Als Sie das letzte Mal da waren. Da haben Sie gekrampft. War nicht schön…“
Das ist mindestens 2 Jahre her. Und ich bin ihr in diesem riesen Uniklinik Betrieb so in Erinnerung geblieben.
Das hat mich erschüttert…


Last 7 days

27. September 2012

Vor einer Woche kippte es.
Das Verhältnis zwischen Bina und mir. Bina ist Mitte 40 und meine Vermieterin. Sie lebt mit ihrer 4. Tochter Katja in der WG, zusammen mit mir und einem Studenten, der vorige Woche ausgezogen ist.
Katja wurde letzten Donnerstag 12.

Die Arbeit stresste mich und als ich heim komme, machen sich Bine und Katja gerade auf den Weg um Essen zu gehen.
Als sie weg sind beginnt die Dissoziation.
Warum – ich weiss es nicht.
Die Erschöpfung des ganzen Tages brach über mich herein.
Ich hatte HUNGER.

In der Küche stehen Nudeln. Bines Nudeln. Ich darf nicht kämpft gegen „Bine geht Essen, sie wird die Nudeln morgen eh nicht mehr essen.
Ich esse und fühle mich abgestumpft.
Hinterher kommt die Scham.

Freitag morgens wache ich auf und weiss erstmal gar nicht, weshalb es mir so schlecht geht.
Richtig – der Essanfall.
Geknickt stehe ich auf. „Stella!“
Bine steht auf.
„Ich bin stinksauer auf Dich! Ich hab so einen Hals! Sei froh, dass Du am WE zu Deiner Mutter gehst, ich will Dich nicht mehr sehen! Du hast ein Zimmer gemietet und kein all-inclusiv Hotel!
Du hättest mich fragen können!!! Dreister gehts nicht, ich hab auch schonmal Leute raus geschmissen!
Du hast einen riesen großen Fehler gemacht!“
Ich hatte eigentlich vor, am WE in der Stadt zu bleiben und auszuruhen.
Auch die Fahrerei ist anstrengend am WE und ich wünsche mir Ruhe, Entspannung.
Außerdem habe ich mich mit Elena verabredet, der Klassenkameradin.
„Ich wollte am WE eigentlich hier bleiben“ melde ich zaghaft an.
„Warum!?“
Ich muss lügen, ich will nicht nach Hause!
„Meine Mum ist nicht da…“

Ich gehe arbeiten.
Betäubt vor Scham und Schuld.
Nachmittags kaufe ich eine Sonnenblume und lege sie ihr hin.
Sie telefoniert gerade.
Ich ziehe mich zurück.

Samstag.
„Stella!? Zeig mir mal Dein Duschgel“
„Ich hab keins, ich benutz nur das Shampoo“
Sie glaubt mir nicht und denkt, ich benutze ihres.

Möchte Wäsche waschen. Am Anfang hat sie gesagt, ich dürfte die Maschine mitnutzen.
Suche mein Waschmittel und frage auch Katja, weil ich es in dem Schrank nicht finde, wo ich meinte, es beim Einzug hingestellt zu haben.
Wasche schließlich mit Haarshampoo.
„STELLA! Ich hab Dir gesagt, Du sollst mit mir zusammen waschen, Du kennst die Maschine nicht, Du hast es falsch gemacht. Und warum suchst Du MEIN WWaschmittel!? Katja lügt mich nicht an!“
Ich bin nur müde. Sagenhaft müde und leer.
Sie erinnert sich nicht daran, dass ich ein Waschmittel mitgebracht habe.
„Du ziehst auf Oktober aus!“

Später „Okay, Oktober ist knapp, November“

Dissoziiere ständig. leere, Apathie.
Elena hat das Treffen abgesagt.
Bine rastet aus und hört nicht auf zu schreien. „Du hast mein Waschmittel genommen“
Es nützt nichts, sie glaubt mir nicht.
Ich stehe stocksteif da, während sie mich anschreit und nicht mehr aufhört.
Möchte weglaufen, aber wenn ich weglaufe, setzt sie mich vielleicht sofort vor die Tür?
Also bleibe ich.
Weine und jede Silbe ihres Schreiens dringt mit der Intensität eines Messerstichs in mich ein.
Weine, weine, weine, hyperventiliere.
„Und jetzt kriegst Du ne Panikattacke! Das hatte ich auch 7 Jahre lang. Aber ich hab des Gefühl, mit Dir mal Tachelles reden zu müssen, Mädchen. DU BIST HIER NICHT ZUHAUSE“
Ich gehe.
Versuche, mich abzulenken, kann nicht aufhören zu weinen und zu hyperventilieren, möchte RAUS, weiss nicht wohin, schäme mich vor Katja, sie soll es nicht mitbekommen.
Simse 3 Leuten, bitte sie, mich aus der Wohnung zu holen. Panik zu haben.
2 können nicht.

Mein Kopf setzt aus.
Tabletten.
Schlucke, schlucke. Gehe raus.
Leise, leise.
Fahre mit der Straßenbahn.
Bekomme Angst und rufe den Rettungsdienst.
Begreife nicht. „Was ist passiert?“ Wieder fange ich an zu weinen und kann nicht aufhören.
Bekomme einen Zugang und Infusion. Im Krankenhaus darf ich noch laufen. Zur Toilette.
Eine Schwester begleitet mich vorsichtshalber und stützt mich. „Und was führt Sie zu uns?“
Sie weiss es wirklich nicht. „Tablettenvergiftung“ sage ich verlegen.
Ich lege mich auf eine Liege. Weine wieder verzweifelt.
Nicht nur wegen Bine, auch, weil ich 9 Monate intoxikationsfrei war.

Eine Pflegerin fällt mir auf.
Sie war auch früher schon in der alten Aufnahme und hat Luisa und mich nie angesehen, nie.
Auch, wenn sie sich um eine von uns kümmern musste. Kein Blick, kein Wort.
Ich bekomme einen Zugang und NaCl mit Kalium, da der Wert schlecht ist.
Das Licht ist wahnsinnig grell und schlafen scheint unmöglich.
„Darf ich gehen?“ bitte ich eine Schwester. Ich bin ja soweit okay finde ich. Psychiatrie ist besser als Notaufnahme, da kann ich wenigstens schlafen!
Ich darf nicht.
Gegen Mitternacht kommt eine Schwester auf mich zu „Ihr Freund ist am Telefon“
Ich „Ich hab keinen Freund. Wobei…“
Michael fällt mir ein. Ihm hatte ich, neben 2 anderen, die Hilfe SMS geschickt. Die Schwester fragt nach – er ist es.
Er käme noch vorbei. Es ist 0:30 Uhr!
Er kommt. Sagt, er hätte 2 Stunden vesucht, mich anzurufen „Und als Du nicht dran gingst hab ich Lunte gerochen und Dich bei der KriPo als Vermisst gemeldet. Hab gesagt, dass Du schon in der Psych warst“ (Er übrigens auch. Und Mira, seine Freundin, auch.)
Es haut mich irgendwie um.
Alles.
Der Rückfall, der Streit und er lässt mich suchen.
Die Polizistin hätte ihm gesagt, ich sei in der Notaufnahme.
„Wenn Deine Vermieterin so scheiße ist, zieh doch bei Mira ein. Bis in nem Monat ist sie eh in der Klinik und wenn Du bis dahin nichts hast, wohnt ihr halt zu zweit“
Er entschuldigt sich, dass er nicht schneller reagieren konnte, er war baden.
„Sonst wär ich gekommen. Hab keine Angst, wir lassen Dich nicht allein“
Freunde. :herz:

Michael geht schließlich, nicht ohne zu versprechen, am Tag nochmal zu kommen.
Das tut er dann auch und bringt mir Miras Schlüssel mit.
„Darf ich gehen?“ frage ich am Sonntag morgen. „Ich muss morgen wieder arbeiten“
36 Stunden heißt es.
Körperlich ging es mir so furchtbar, wie bisher nur einmal.
Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Kälteschauer und die wahnsinnige innere Unruhe. Mir ist entsetzlich übel, ich bekomme einiges gespritzt, bis wir es mit Essen versuchen mit Erfolg.

„Hallooo, ich bin die Nachmittagsärztin“ stellt sich mir eine Frau vor.
„Ich hab vorhin schon mal reingeschaut, aber Sie haben sich grad mit der Schwester unterhalten, da wollte ich nicht stören“
Sie legt mir einen neuen Zugang, weil der alte zu ist. Sie hat sich beim Blutabnehmen verstochen und sich entschuldigt, aber ich find das nie schlimm.
„Aua“ hat sie gesagt und auf die Narben gezeigt.
Ich „Ja, aber ich habs ganz lange nicht mehr gemacht“

Später hab mal was zu ihr gesagt, was sie nicht verstanden hat. Dann hat sie die Hand ans Ohr gehalten, ist seitwärts zu mir galopiert und hat sich dabei den Rücken angehauen am Schrank.
Später hat sie noch gestikuliert, dass ihr Rücken weh tut, aber irgendwie so ganz süß, mit verzerrtem Gesicht, als wollte sie mich zum lachen bringen. 🙂
Gegen 2 Uhr ist sie dann gegangen. Nachts. Und hat sich von mir verabschiedet. :herz:
Dass ich ganz lieb bin und lieb zu mir sein soll.
Die war so süß und toll und……………
Ich hab mal wieder mein Herz verloren…

Nach 16 Stunden wird mein Zustand immer besser.
Tabletten verlängern das Elend, sie beenden es nicht!
Eine Schwester läuft abends mit mir. Sie sind sehr lieb, alle.

Ich rufe montags in der Arbeit an. „Krankenhaus, Gehirnerschütterung“
Ganz ungewöhnlich – der ältere Arzt ist schon da! Und fragt mich aus. Ich versuche, ihn soweit es die Höflichkeit gebietet abzuwürgen und habe das Gefühl, dass es passt.
2 Tage. Die Krankmeldung wirft Michael noch am Sonntag ein.

Ich werde entlassen und in die psychiatrische Ambulanz geschickt, wo mir grünes Licht für gehen gegeben wird.
Ich habe Glück und die Vermieterin ist nicht da, als ich gegen halb 3 alle Sachen hole und komme in Miras Wohnung.
Meine Mum hat mit der Vermieterin gesprochen, die sah das am Samstag eher als reinigendes Gewitter.
Am Sonntag zieh ich zurück.
Ich habe große zwischen-menschliche Probleme. Da hift nur üben!
Furchtbar unangenehm, aber da muss ich durch. :schreck:
Weil man muss lernen, auch mal angemotzt zu werden, egal wegen was, und nicht gleich so in Panik zu geraten, das möcht ich mir „abgewöhnen“.
Die Welt geht nach einem Streit NICHT unter.

Gestern hatte ich wieder Schule!
In Medizin haben wir mit dem :herz: angefangen.
Ich liebe es! Noch mehr, weil die Ärztin das so gut rüber bringt, man kann es sich einfach merken!
Sie lacht ständig und macht einen Hampelmann für uns, damit wir uns systole und diastole merken können.
Dann sollte ich mich vor die Klasse stellen und am Modell ein paar Sachen zeigen und ich hatte gar keine Angst!
Früher htte ich immer Angst vor der Klasse zu stehen, weil ich Angst hatte, und eh das Gefühl hatte, nicht gemocht zu werden.
Das ist jetzt gar nicht so!
In der Pause ist Lamya heim gegangen. Früher hab ich ja so an Elena gehangen. Weil es komisch gewesen wäre, mich einfach zu den Anderen zu setzen/stellen und heute hab ich es mich getraut und es hat sich schön und normal angefühlt.

__
Zustand nach vorhin: 😉

Ich fühle mich fuuuuuuuuurchtbaaaaaaaaar schlecht :heul:
So alleine.
Keine Mama da, oder… ein Freund.
Die Arbeit heute war schön, aber mittags schwierig. Grund: Tödliche Langeweile!
Langeweile ist schwer zu ertragen. Dann hatte ich mittags n Essanfall.
Scham.
Langeweile, sich-getrieben fühlen, zusammen-reißen – da ich anfange, meinen Mitmenschen auf die Nerven zu gehen, wenn ich mich langweile.
Es dann endlich geschafft – Tag rum.
Wollte Bettwäsche kaufen und mit Karte zahlen. Bloß kein Bargeld haben, begünstigt Essanfälle.
Laden zu, Pizzeria, Eis.
Furchtbar viel gegessen und jetzt gehts mir hundeelend.
Vermisse die Ärztin. Aus der Schule und dem Krankenhaus :heul:
Warum hänge ich immer an denen, die Welten entfernt sind?
Sehe auf facebook ein Bild mit einem Songtext von Nordfront:

Zitat:
Als perverses Schwein wurdest du geboren,
in diesem Leben hast du verloren,
drum fordern wir für alle Länder:
Todesstrafe für Kinderschänder!
Für eure Taten sollt ihr büßen,
ihr sollt euer Leben nie wieder genießen,
die Erfahrung zeigt, dass Therapien nichts nützen,
nur euer Tod kann Kinder schützen!

Darunter x Kommentare „Lebendig verbrennen“ uvm.
Das löst ANGST in mir aus, ein Wimmern, vor hilflosigkeit. Mich ängstigt, dass diese Menschen nicht begreifen…
Ich steiger mich rein, obwohl ich versuche, mich davon zu distanzieren: Es ist alles gut, wir leben in einem vernünftigen Land, diese Leute haben NICHT das sagen!

Ich wünsche mir die Intox, das Krankenhaus, die Ärztin.
Okay. Ich kann diesen Wunsch SEHEN, ich nehme in WAHR, es ist OKAY.
Dieser Wunsch wird noch eine Weile stark bleiben, weil ich erst vor 5 Tagen den Rückfall hatte.
Aber er wird schwächer, je länger ich es ohne schaffe! *Gebetsmühle an*

____________

Aktuell: Schreibflashs sind schön. Ich muss jetzt und die nächste Zeit noch stärker aufpassen, weil ich mich jetzt rückfall-gefährdeter fühle als noch vor dem Rückfall.
Also: Immer schön aufpassen…

Gute Nacht ihr.


Himmelhoch jauchzend und NICHT zu Tode betrübt

19. September 2012

Uaaaa, die Schule ist TOLL und ich befinde mich gerade im Zustand: Himmelhoch jauchzend!
Könnte lachen, kreischen und tanzen.
Warum?
Äh, verschiedenes:
1.
Ich habe eine Ärztin als Lehrerin, Frau Hasenohr, (Name durch die Redaktion geändert :p ) die ich liebe.
Die Gründe für diese – zugegeben sehr raschen, intensiven – Gefühle?
Sie ist Ärztin und somit ein idealer Ersatz für die vergötterte Chirurgin, da sie blond, blauäugig und jung ist.
Und sie ist die Einzige weit und breit, die ihr „ähnelt“. Wegen diesen Sachen.
Ja, es hätte jede sein können, wäre sie keine Ärztin, würd ich sie auch nicht lieben – egal.
Es tut irgendwie gut, sie anbeten zu können. Irgendwas gibt mir das was.
Wir haben sie 3 Stunden am Mittwoch!
In der Pause hab ich mir einen Kaffe geholt und auf dem Rückweg war sie vor mir und hat mir die Tür aufgehalten.
„Danke“ hab ich gesagt und sie angelächelt.
„Sie waren letztes Jahr schon an der Schule, stimmts?“
„Ja, aber an anderen Tagen“
„Sie sind gut in der Schulen kann das sein?“
*knallrotes Anlaufen, da Lob von einem Star*
„Joa“ *verlegen und sich im Kreis freut*

2. Die Klasse ist toll.
Ich habe mich heute morgen also um 8.40 Uhr zu einer gestellt, die etwas abseits stand. Sie war auch neu. Mit den Anderen bin ich auch ins Gespräch gekommen, total schön.
Die meisten Lächeln zurück – das ist immer so mein erster Kontaktaufbau.
2a)
Ich werde nicht mehr schief angeguckt, wenn ich mich mündlich beteilige, da es noch mehr ernsthaft interessierte wie mich gibt! =)
2b)
Eine Mitschülerin möchte nach der Ausbildung das Abitur nachholen und im Anschluss Medizin studieren.
Bin ich also nicht mehr die Einzige und das ist schön!
2c)
Ich habe mittwochs sehr gute Fachlehrer, unter anderem einen Arzt, bei dem ich 2 Probetage hatte.
Die Lehrer sind motiviert und engagiert, das ist die halbe Miete.
Eigentlich hätten wir von halb 9 bis halb 6 Unterricht gehabt. Nicht gerade toll, die letzte Stunde ist Computer, und da bin ich nicht gut.
Nun hat sie diese letzte Stunde in die erste gelegt, wo meine Konzentration noch gut ist!

3. Letzten Mittwoch, als es mir furchtbar ging, sprach ich mit einer Sozialarbeiterin, die auf einem Platz ihr Zelt haben, auf dem häufig Obdachlose und Betrunkene sind. Ich bin nicht gerade die Zielgruppe, schüttete ihr aber von null auf hundert mein Herz aus. Sie hatte gesagt, sie würde nächsten Montag wieder kommen.
Vorhin hab ich sie überraschend gesehen, als ich über den Platz lief.
Sie sagte, sie hätte etwas durch einander gebracht. Ich jedenfalls habe mich total gefreut, sie zu sehen!

4. In der Beratung habe ich mit einer ganz tollen Praktikantin noch kurz gesprochen und erfahren, dass meine Bezugsperson in 2 Wochen wiederkommt.

Das alles führte dazu, dass ich einfach auf Wolke 7 schwebte (habe um 19 Uhr mit schreiben begonnen und nebenher noch gechattet) und nun hat es sich auf den Status „sehr gut drauf und zufrieden“ gesenkt.
Das find ich schön – dass es nicht von Euphorie auf Krise schwankt. Sondern zunehmend und seit längerem langsam abebbt und angenehme Zufriedenheit übrig lässt.
Ein schöner Tag, den ich nun mit TV und später dem Hörbuch ausklingen lassen möchte.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend :herz:


Tunnelblick

18. September 2012

Ich hab heute nacht geträumt, dass ich mich verletzt hätte, und meine Mum und Sara mich genäht hätten.
Das ist mir heute ziemlich nachgehangen.
Im Traum dachte ich an die Chirurgin und dass ich sie gar nicht sehe, wenn Sara und Mum mich versorgen. Ja, ich vermisse sie immer noch wahnsinnig. Es wurde wieder egal, einmal rückfällig geworden komm ich wieder in die Spirale, die sich schneller und schneller dreht.
Tunnelblick und ich sehe nur noch die Selbstverletzung als Rettungsanker.

In der Praxis wurde ich „kalt“. Hab keine Gefühle wahr genommen und nur das getan, was anstand.
Kopf AUS.
Angenehm, vor allem wegen diesen Zwischenmenschlichen Problemen/Ängsten.
Auslöser war der Vorwurf, mir wäre alles egal, was aber nicht stimmt. Ich wurde wie ohnmächtig, eine Angstwelle. Und Wut.
Hilflose Wut. Weil ich nicht so wirken will, es aber tue.
Ich hätte gerne gesagt: „Mir gefällt es hier, ich möchte die Ausbildung GUT machen und Dir helfen. Nicht immer eine zusätzliche Last sein!!!“
Statt dessen die Ruhe in mir.
Ich nehme ständig unterschwellige Vorwürfe wahr, aber statt mich nun 5 Mal pro Minute entschuldigt zu haben, schob ich es heute auf „emotional gleichgültig, keine Scham, in Zukunft weisst Dus besser“ ab.
Sonst werde ich beim ersten Tadel so panisch, dass noch weniger geht…
Oder bei einem schiefen Blick fühl ich mich sofort in der Verteidigungshaltung wieder: Ja, ich weiss, dass ich schwer von Begriff bin!
Heute nicht.
Ich fühlte mich irreal, aber sehr ruhig.
Das ist angenehm.

Nach dem Schluss fuhr ich zum Hausarzt wegen COPD.
Entwarnung.
Ich habe beim Test 103% gepustet.
Schiebe ich die Atemnot also auf die Psyche. Kann ich mit leben.
Angstattacken gehabt, hm.
Normal halt.
Viel gelaufen, und ruhig gefühlt.
Schön.
Angenehm.
Kalorien verbrannt.
Das gegessen, was ich gut finde: Morgens ein Vollkornbrötchen, mittags Salat und Brötchen und Heidelbeeren.
Ritual.
Ein schönes Ritaul.
Und abnehmen würd ich auch.
Rituale schaffen innere Ruhe. Ich habe einen Plan. Ein Ziel. Einfach weiter gehen, egal, was passiert.

Gut..
Nein.
Gut geht es mir nicht.
Mir geht es eigentlich sogar relativ schlecht. Aber das geht vorbei.
Von alleine, ohne eine Selbstverletzung.
Diese ruhige Gewissheit leitet mich.
Tunnelblick. Ein positiver.

In 3 Jahren kann ich im Krankenhaus arbeiten, wenn ich die Ausbildung schaffe.


COPD

17. September 2012

Merke: Exquisa fitline pur schmeckt scheiße!
Ich dachte, es wär mal was anderes als Magerquark, aber.. wääh. Naja, sind ja nur 200 gramm O.o
Madame möchte mal wieder dezent Gewicht reduzieren.
Arbeiten war schön.
Und da am Mittwoch die Schule beginnt, muss ich Mo, Di und Do nur bis halb 6 arbeiten =)

Ich würd gern schwimmen, aber hab den Mut nicht so.
Und mein Chef hat was mit COPD erzählt und ich war total geschockt: Ich habe Asthma und zwar ziemliches.
Ich wusste nicht, dass sich daraus sowas entwickeln kann. Chef meinte, ich soll zum Lungenarzt.
Morgen geh ich nach langer Zeit mal wieder zum Hausarzt und frag ihn deswegen.
Ich mein, ich wohn bei ner Raucherin, das ist nicht gerade förderlich :naja:
Und wie sehr es mir hier gefällt, ich muss hier raus :ka:

Das wird wieder eine Umstellung und mit denen tu ich mich grundsätzlich schwer…
Ach ja, ich hab den PRAXISSCHLÜSSEL!!!
Das bedeutet mir sehr viel ;)