Innere und äußere Welt

Ich hatte früher schon Blogs. Thema war immer nur die Psyche. Das wollte ich hier nicht mehr.
Ich bin so viel mehr, als nur eine Betroffene von Diagnosen. Was mich ausmacht ist so viel mehr.
Die meisten Posts handeln von der Ausbildung und das wollte ich so. Es schafft einen anderen Blickwinkel. Also schreibe ich, wie es läuft, was ich erlebe, wie ich lebe.
Dass ich später Ärztin werden will, meine Ideale.
Trotzdem ist die Krankheit ständig präsent.
Das Krankheitserleben.
Ich möchte Mut machen, ein Vorbild sein. Ja, ich habe diese Diagnosen und lasse mich nicht unterkriegen. Diese Zustände von schreiender Not hindern mich dennoch nicht daran, meine Träume zu haben und sie Schritt für Schritt zu realisieren.
Aber nur deshalb nimmt die Intensität bestimmten Erlebens nach wie vor nicht ab. Es gestattet einen anderen Blickwinkel. Nicht „Stellinchen, die traumatisierte Borderlinerin“ sondern „Stellinchen, die angehende MFA mit jeder Menge Träumen“
SO möchte ich gesehen werden!
Und doch gibt es auch die Krankheit und darüber möchte ich auch schreiben.

Radikale Akzeptanz
Ich wache seit einer Woche auf und fühle mich hundsmiserabel schlecht. Es ist wieder so, dass ich das Gefühl habe, etwas schlechtes sei in mir, verdorbenes.
Und zwar direkt in der Brust. Da sitzt das schlechte Gefühl wie ein vergifteter Dorn und strahlt in den ganzen Körper aus.
Es fühlt sich sooo scheiße und schlimm an. Zitat meines Klinik Therapeuten „Die meisten BL Betroffenen erwarten, dass sie sich nach der Therapie nicht mehr so katatrophal fühlen wie davor, aber das stmmt nicht. Sie bringen es nur nicht mehr dysfunktional zum Ausdruck. Sie fühlen sich schlimm, aber anders schlimm“
So realistisch war er immer. Wäre er es nicht gewesen, käme unter Umständen schnell „Die Therapie hat nix gebracht, ich fühl mich immernoch so furchtbar wie davor“
Die Folge – Rückfall.
Dadurch, dass ich „vorgewarnt“ war, kann ich jetzt besser damit umgehen. Ja, man fühlt sich furchtbar, aber es geht vorbei, auch ohne selbstschädigendes Verhalten.
Also dachte ich grad eben: „Versuch Dich dran zu gewöhnen, dass Du Alpträume hast und Dich furchtbar fühlst, wenn Du aufwachst. Dass das Gefühl möglicherweise auch noch eine Zeit lang anhält, bis der Körper die Erinnerung abgeschüttelt hat.“
Das war bisher immer so.
Wichtig ist: Es geht vorbei, die Intensität nimmt IRGENDWANN ab und ich kann es aushalten.
Ich akzeptiere es, lasse die Vorstellung zu, dass es lange dauert und schon nimmt es einen Teil der Bedrohung.

In Smileys ausgedrückt :hilfe: :hilfe: :hilfe: :zitter: :heul: :heul: :kotz:

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2 Responses to Innere und äußere Welt

  1. Schnettel sagt:

    Hallo Stellinchen, ich wünsche dir ganz viel Kraft und Geduld die Ängste und Alpträume auszuhalten. Ich hatte zwar nie BL, aber aus Erfahrung in einer anderen Sache weiß ich, dass die Alpträume und schlimmen Zustände tatsächlich irgendwann aufhören.
    Liebe Grüße

  2. Alexis sagt:

    Liebes Stellinchen, ich wünsche dir auch ganz viel Kraft, Liebe und Ausdauer, diese schlimme Zeit zu überstehen. Vielleicht hilft es dir, wenn du vor dem einschlafen an schöne Dinge denkst, die du erlebt hast und dich erfreuen. Versuche es einfach, ja?!
    GvlG.

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