Pro Organspende

Eben Nachrichten gesehen.
Die Ärzte hätten sich bei den „Skandalen“ nicht selbst bereichert.
Das ist doch schonmal was.
Dennoch – selbst WENN? Ja, es ist mies, ungerecht und man sollte alles(!) versuchen, das zu verhindern.
Aber das ist doch alles kein Grund, eine eigene Organspende abzulehnen.
Die Argumentation geht doch andersrum: Gäbe es genügend Spender, kämen die Ärzte nicht in diese Not/Versuchung wieauchimmer, da was zu drehen.
Ich verteufle diese Ärzte nicht, Schwächen und Versuchungen zu erliegen liegt nunmal in der Natur des Menschen. Die Opfer sind die kranken Menschen, die auf die Organe angewiesen sind!
Mal wieder bauen EINIGE der Großen (=Ärzte) Mist und die leidtragenden sind die GANZEN Kleinen (=Patienten).

*seufz*
Legt euch einen Organspendeausweis zu, tut was Gutes 😉

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14 Responses to Pro Organspende

  1. silberträumerin sagt:

    ich hab schon lange ’nen organspendeausweis. wenn ich sterbe, dann soll ruhig ausnahmslos alles entnommen werden, was noch irgendwem helfen kann. aufm friedhof würde es eh nur verrotten.

  2. snoopylife sagt:

    Hab ick schon 🙂 Aber schön, dass du dieses wichtige Thema ansprichst!

  3. marcus sagt:

    Hier in .at ist das mE sinnvollerweise umgekehrt geregelt. Wenn man nicht ausdrücklich widersprochen hat stehen die Organe zur Verfügung. So wie damals in der DDR, als die Welt noch in Ordnung war.

    • stellinchen sagt:

      Hey,

      ja ich finde es auch sinnvoll, aber die DDR ist mE alles andere als ein guter Zustand gewesen, bin grad einigermaßen geschockt :/
      Ist das Dein Ernst??
      Uff..

      Lieben Gruß nach Austria 🙂

  4. DecemberKid sagt:

    Ich hab auch schon ewig ’nen Organspendeausweis 🙂

  5. Ralf sagt:

    Also ich haber auch schon seit ich 18 bin einen Organspendeausweis.
    Ich gebe dir auch recht damit dass die Skandale keinen hinderungsgrund für eine Organspende sind.

    Aber..

    „Ich verteufle diese Ärzte nicht“

    Dass meinst du wohl nicht ernst!
    Wenn ein Patient durch eine Mauschelei vorgezogen wird, bedeutet es dass ein ander länger warten muß.
    Das kann durchaus zum Tode des anderen Patenten führen.

    Hat der Arzt dafür Geld angenommen (Egal ob für sich oder für andere) gibt es für ein solchen Fall nur eine korekte Bezeichnung:
    „Mord“

    • stellinchen sagt:

      Das stimmt schon, aber der andere ist ja auch krank. :/
      Und ich meinte ja, er hätte sich nicht selbst bereichert mit Geld oder ähnlichem.
      Wenn ich mir vorstelle, ich wär Ärztin und hätte einen Patienten mit einer sehr schlechten Lebenserwartung ohne Organ, kann ich mir vorstellen, dass man für den sowas machen würde. :/
      Aus Mitleid, oder weil man eine so nahe Bindung zu dem Patienten hat.

  6. Michaela sagt:

    Hallo 🙂
    Bin über den Chirurgenwelpen hier gelandet.
    Und ob man diese Ärzte verteufeln sollte, die Patientenakten manipulieren um einen Patienten (der es sich leisten kann… ein Schelm der böses dabei denkt) zu bevorzugen. Was für den Arzt dabei rausspringt kann man sich denken…. leider.

    Wenn ich mir vorstelle, daß nach meinem Ableben meine Niere jemand bekommt der am meisten Geld hat dreht sich mir der Magen um.

    Geld regiert die Welt.
    Schade, aber leider ist es so.

    • stellinchen sagt:

      Hallo 🙂

      naja, die Medien waren deutlich: Die Ärzte hätten sich nicht bereichert. Daraus schließe ich, dass es nichts mit finanziellem zu tun hatte.
      Geld regiert die Welt, das ist Fakt. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.
      Aber was tun wir mit dieser Info? Alles boykottieren, wo Missbrauchsgefahr besteht?
      Nicht wählen gehen, „weil die am Ende ja sowieso machen, was sie wollen“?
      Meine Tante ist Zeugin Jehovas, die findet die Welt scheiße, hält sich aus allem raus und wartet aufs Paradies.
      Das ist mir ein BISSCHEN zu passiv.

      Wie gesagt – gäbe es genug Spender, würde sich das von allein regeln.

      Lieben Gruß

  7. Meinungsmacher sagt:

    Ich stimme dem zu, was Ralf schrieb: Bist du Gesellschaftlich angesehen und hast einen höheren Rang, stehst du automatisch in der Liste ganz weit oben! Kennst du jemanden, der jemanden kennt, ist es fast das gleiche.
    Glaubst Du allen ernstes, dass ein AOK-Patient, der Hartz IV bekommt, seit fünf Jahren auf eine Spenderlunge wartet und mühsam mit hochkonzentriertem Sauerstoff am Leben festhält, einem Beamten vorgezogen wird, der gerade erst seit 2 Wochen was sucht? …
    Ich denke nein. Aber so funktioniert die Gesellschaft Heutzutage leider. Jeder ist sich selbst der Nächste! 😦

  8. Wobei die Abwägung für oder gegen die eigene Organspende durchaus differenzierter ausfallen könnte, als dies hier bislang der Fall ist. Als vertiefende Lektüre empfehle ich zum Beispiel dieses spannende Dossier aus der ZEIT: http://www.zeit.de/2011/43/DOS-Euthanasie.

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