Meine beiden Leben

Inneres und äußeres Leben

Ja, ich habe einen Schwimmverein gefunden, es wird wieder das DLRG. Sie trainieren am Samstag nachmittag.
Ich habe vormittags Schule, komme dann heim, kann noch etwas essen und dann treffen sie sich in der Nähe und fahren mit Autos zur Halle. Die ist ca 40 km weg.
Sonst haben wir Englisch und Mathe zurück bekommen.
2 Mal 13 Punkte. „Beste Klausur!“ steht knallrot unter Mathe. In Englisch bekomme ich mündlich 14 Punkte, und da es 50/50 zählt habe ich sozusagen eine 1,1 :)

Sonst ists heute wieder schwierig. Fühle mich leer und traurig. Meike hat gefragt, ich meinte, Ostern bei der Restfamilie sei schwierig gewesen.
Sie konnte das gar nicht verstehen.
Irgendwie geht es nur um komische Themen, wenn wir telefonieren. Einkaufen, putzen…
Bekomme keinen Draht zu ihr, werte sie ab, finde sie blöd..
Ach kacke.
Und wie reagiert Stella auf eine Welle der „Ich will eine heile Familie“ Flut? Richtig, sie klammert sich an irgendwelche Bezugspersonen, diesmal Chiara, eine Chirurgin vom Winter.
Eigentlich hatte ich ja vor, ihr nicht mehr zu schreiben, aber intelligenterweise habe ich dies NICHT groß angekündigt, so dass es jetzt nicht komisch wird ;)
Sie hat mal gesagt, ich sei jederzeit herzlich dazu eingeladen, ihr zu schreiben.
Es gab da mal einen Verwandten meiner Mum, der mir „vor ihr“ wehgetan hat. Sie hat mich nicht geschützt, sich nicht um die Wunden gekümmert – ich mit meinem Täteranteil schade mir, Chirurgen schützen und kümmern sich.
Irgendwann wird sich dieses Wissen auch im Fühlen niederschlagen. Spätestens, wenn ich selbst Mutter werde.
Das ist zwar noch sehr lange hin, aber schließlich warte ich schon seit der Kindheit auf das richtige Alter  ;)
Am 19. habe ich ein Erstgespräch bei einer Therapeutin, hier in der Nähe.
Es wird Zeit!

Sonst meinte eine Klinikfreundin noch „man kann garnit vorstellen wie so ein kleines süßes mädchen so böse zu sich selbst sein kann“
Da musste ich stark schlucken.

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6 Responses to Meine beiden Leben

  1. DecemberKid sagt:

    Super deine Motivation für Sport. Ich hoffe ich schaff das in den nächsten Wochen auch mal wieder. Hab es mir jedenfalls vorgenommen…
    Toll, dass du demnächst dein Erstgespräch bei der Therapeutin hast. Hoffentlich passt alles 🙂
    Ich hätte Therapie auch sooo nötig, aber hier gibt’s einfach nichts (bzw. alle Praxen dermaßen überbelegt, dass es nicht mal mehr Wartelisten gibt)…
    Du hast echt Glück, dass du so schnell einen Termin bekommen hast 🙂

  2. Sarina sagt:

    Und wie war das Erstgespräch bei der Therapeutin? Toll, dass du so ehrlich schreibst. 🙂

    • stellinchen sagt:

      Hi 🙂
      danke für deinen Kommentar!
      Der ist am 19. nächste Woche am Freitag. Aber allgemein komme ich eigentlich immer gut mit Therapeuten zurecht 🙂

      Ja, das ist auch Sinn des Blogs. Ehrlich zu reflektieren, wie ich ticke. So kann ich das nicht wirklich jemandem in meiner Umgebung erzählen. Bzw. ist es mir hier lieber, weil es ja zum Teil schon sehr heftige/befremdliche Dinge sind. Zu befremdlich für „unprofessionelle“ bzw. nicht betroffene, finde ich.

      • Sarina sagt:

        Dann wirst du sicher von berichten, ich bin gespannt! 🙂
        ich weiß zu gut wie wichtig es ist, dass die Chemie zwischen Therapeutin und Patient stimmt.

        Wirklich gute Einstellung und ich ziehe den Hut vor dir, dass du so ehrlich über so heftige Themen redest…sollte ich vielleicht auch mal mehr? 😉

        Lg aus der Hauptstadt

    • stellinchen sagt:

      Tu ich 🙂
      Ja, das stimmt schon. Aber ich bin da kaum „anspruchsvoll“. Ich wünsche mir Offenheit, bezüglich Grenzen und eine ehrliche Meinung/Ideen, Anregungen zu gewissen Themen.

      Danke 😉
      Klar, ich denke mir: Wo sonst.
      Das Internet schützt mich auch. Würde ich hier persönlich angegriffen, wäre das zwar auch unangenehm, aber ich kann den PC ausmachen und das „normale“ Leben geht weiter.
      Oft fallen mir Mechanismen erst durch aussprechen auf. Traue ich mich das nicht, fällt diese Chance weg.
      Schreiben hilft genauso. Manchmal habe ich das Gefühl, immer das selbe zu sagen: Mir fehlt meine Mutter und dieser Verlust schmerzt wahnsinnig.
      Aber wenn ich es 10 Mal schreibe wird gleichzeitig die Not langsam kleiner 🙂
      Herzliche Grüße zurück aus der Provinz! 😉

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