Gefühlschaos

Nachdem ich diese Doku gestern sehen musste, war ich ja noch online und es ging etwas besser. Dann habe ich bis 12 Uhr geschlafen und die Not war wieder so groß.
Ich hatte Bärenhunger!
Den ganzen Tag. Meine Tante hat angerufen und geweint, wegen Luca. In ihrem Haus wohnt eine Kinderpsychiaterin, die meinte, Luca zeige extreme Auswirkungen einer Traumatisierung.
Er macht Sachen kaputt, randaliert, schreit, dass er Katrin hasst, sich neue Eltern sucht, etc.
Einer Therapie müsste der Onkel zustimmen, tut er natürlich nicht. Thema: Sexueller Missbrauch.

Steigende Dissoziation, Gefühl des sich-auflösens. Übermäßiges Essen, war einkaufen und mega verlangsamt.
Das passiert mir dann häufig und ich schäme mich total, habe dann das Gefühl, andere halten mich für komplett dämlich O.o
Gestern habe ich Marie ne SMS geschrieben, und es kam noch nichts – da stieg dann die Angst, dass sie mitgekriegt haben könnte, dass ich Chiara und Jen geschrieben habe und sie würde sich nun doch von mir distanzieren.
Die ganzen üblichen Dramen.
Ach ja – und ich habe mir Sorgen um Sabira gemacht, weil ich sie nicht erreichen konnte.
Aber das wars auch schon :uglylaugh:

Widerlich, diese Gefühle. ABER ich kann sie mittlerweile aufdröseln. :)
Mir fällt bei solchen Gelegenheiten immer Ron aus Harry Potter band 5 ein: „So viel KANN ein Mensch doch gar nicht gleichzeitig fühlen, ohne zu explodieren“
Jupp, und früher wars nochmal intensiver, weil ich es nicht so differenzieren konnte O.o
Nicht nett..
Wir haben dann noch gegessen, Papa hat so ein sehr scharfes Japanisches Messer und ich hatte den Arm da liegen und dachte „Komm, schneid doch einfach zu!“
Dann dachte ich noch: Ständig kommen mir in schwierigen Monenten die Gedanken „Ich will nach Hause“
Schon seit der Kindheit. Aber ich meinte damit NIE mein tatsächliches Zuhause. Vorhin kam dann das Bild von der Chirurgie.
Ich hätte genauso gut denken können „Ich will in die Chirurgie“ was ich einerseits heftig fand, es gleichzeitig kapiert habe und andrerseits schmerzhaft gespürt habe, dass ich mich nichtmal mit dem Gedanken „trösten“ kann, irgendwann – wenn ich in der Nähe bin – einfach wieder zu schneiden und hinzugehen.
Dass diese Zeit vorbei ist und mir schmerzlich fehlt.
Ich hätte mir eine Schwester wie Chiara gewünscht. Die mich mag, was sie ja mehr als einmal gesagt hat und zu mir hält.
Die nicht mit dem Schicksal hadert, eine Schwester wie mich zu haben.
Menschen, die sich um mich sorgen und mir Sicherheit geben. Dann war ich sauer auf mich „undankbares Dreckskind“, das Mädel, mit der Bilderbuch Familie, das ständig jammert.

Aber JETZT ist es wieder okay :)
Spanisch lief ganz gut, die Lehrerin hat einen super Stil bei den Arbeiten, da kann ich mich gut darauf vorbereiten.
Gestern und heute bin ich dann auch noch Organspendeausweise losgeworden, das hat auch gut getan.
Und um mich wieder mit irgendwas auf positive Gedanken zu bringen: Ich will ein 1er Abi 2016!!!
Und ich schaffe das! Da habe ich eigentlich keine Zweifel. :)

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