Niemals aufgeben

Gestern „Stella, willst du dir das wirklich antun, so kurzärmlig rumzulaufen???“ aus heiterem Himmel.
Mir? Oder eher dir, liebe Mama überlege ich.
„Wieso antun?“ frage ich erst mal.
„Merkst du nicht, wie die Leute dich begaffen!?“
„.. nö? Und es ist mir auch relativ egal“ sage ich..
„Stella, die Leute waren schockiert!“
„Ja und!? Ich bin doch nicht die Heilsarmee. Wenn die damit nicht klar kommen, sollen sie ne Therapie machen oder weg schauen.“
„Du mutest ihnen zu viel zu“
„Du unterschätzt sie. Kein Bild der Welt allein kann Menschen nachhaltig traumatisieren. Ich entscheide, wann ich im Fernsehen den Ton weg mache, weil es mir zu viel wird. Wenn die Leute nicht weg schauen ist das nicht mein Problem.
Kurzfassung, ich sei egoistisch, woraufhin ich entgegnete, dass jeder für sich verantwortlich sei.
„Stella, sie werden dich für alle Zeiten SO in Erinnerung behalten. Das kannst du vielleicht in ner Großstadt machen, aber nicht hier.
Die Leute denken, das machen nur Verrückte oder haben sogar Angst vor dir“

Ein langer Vortrag, das sei mir reeelativ schnuppe ;)
Was schockiert denn heutzutage noch? Mich schockiert kaum etwas, alle Leute stumpfen auf positiver Ebene schnell ab. Und wenn nicht, ist das nicht mein Problem.
„Willst du SO gesehen werden?“
„Mama, es ist mir egal!“
Ich sagte noch, ich will auch Zeichen sein gegen diesen Schönheitswahn und für Selbstbewusstsein.
Die Leute sollen denken „Okay, es ist heiß, ich hab fette Oberarme, aber ich laufe trotzdem im T-Shirt rum. XY und Z wiegen 50 kilo mehr und ziehen sich auch luftig an.“
Ja, ich bin entstellt, aber ich schäme mich nicht für meinen Körper, basta!
Am Ende: „Du machst das wahrscheinlich alles richtig so“ *zärtlich*
:rot: :) :herz:

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22 Responses to Niemals aufgeben

  1. DecemberKid sagt:

    Find ich gut 🙂 Ich denke genauso.

    • stellinchen sagt:

      Jupp, ich habe auch mit dir argumentiert, du läufst ja durch die selbe Stadt 😉
      Ich meinte, vielleicht sehen andere Mütter das und reagieren auch nicht mehr mit „Versteck das“, wenn wir es zeigen.

      • DecemberKid sagt:

        Das wollte ich auch grad sagen 😀 Sag, dass das die Einwohner hier gewöhnt sind, weil ich ja auch kurzärmlig mit sehr ähnlichen Narben rumlaufe 😀
        Ich arbeite ja sogar kurzärmlig^^
        Ich finde, dass ich deswegen gar nicht so sehr begafft werde und wenn was soll’s. Ist ja nicht mein Problem 😀 Lustig sind Menschen, die denken, dass sie unauffällig starren 😀

  2. DecemberKid sagt:

    Bis wann bist du noch hier?

  3. Schnettel sagt:

    Super, finde ich richtig gut wie du reagiert hast und überhaupt das dir das egal ist, wie du rumläufst.

    • stellinchen sagt:

      :*
      Naja, ich will schon gut aussehen ^^ Aber ich finde nicht, dass es einen so entstellt, nur weil es Narben gibt.
      Ich achte auf mein Äußeres und ich bin glücklich. Das strahle ich aus und eine Zufriedenheit.
      Es kommt nicht auf Narben oder 10 kilo Übergewicht an, wenn man glücklich ist und lächelt, ist jeder schön.

      • Schnettel sagt:

        Okay, sorry habe ich mich in der Wortwahl vertan. Ich meinte damit, dass du auch in der Öffentlichkeit sehr gut mit deinen Narben umgehen kannst, in dem du sie nicht unbedingt verdeckst. Ich hatte mal eine Freundin, die sich geritzt hat. Ihre Narben sahen gar nicht so schlimm aus, selbst wenn diese noch frisch waren und sie nur ein Top anhatte.

    • stellinchen sagt:

      War nicht schlimm *anstups*
      Ich habs schon richtig verstanden. Ja, ich finde auch an Verletzungen eigentlich nichts schlimm.
      Interessanterweise sehe ich nur Männer, die offene sv zeigen.

  4. fanger sagt:

    10 Kilo? Wie berechnest Du das? Und wer sagt das es Fett ist? Meine Schwester gilt dann sicher auch als Fett da sie über BMI ist. Aber es ist alles Muskel und Muskel ist nunmal schwehrer als Fett, trägt an den meißten Stellen auch ganz schön auf.
    Ich finde ein bisschen Polster besser als so Bohnenstangen wo man die ganze Zeit an die Knochen kommt wenn man sich aneinander kuschelt. Außerdem ensteht so erst die Form die eine richtige Frau ausmacht.
    Ich finds gut das Du gegen deine Mutter standgehalten hast. Ist doch total egal wenn dich jemand ansieht um zu checken wie hübsch Du bist. Ich würde es ja auch tuen …und überlegen ob ich Stella vor mir habe 😉

  5. Samiel sagt:

    Auf die Narben kommt es wirklich nicht an. Du machst alles richtig so, solange du zufriedn mit dir bist und dich wohl fühlst strahlst du das ja auch nach Außen aus und das merken die Leute 🙂 Ich finds wirklich super, dass du dir da keine Gedanken machst und dich so zeigst wie du bist!

  6. ach ist doch egal, ob man die Narben sieht oder nicht. Wieso sollte das denn ein Problem sein? Und wieso zumuten? Oh man… als ob die Narben schlimmer sind als die 50 kg Übergewicht in Stretch-Leggins, die manche den „anderen antun“…

  7. Sal R. sagt:

    Ich mag vorallem den letzten Satz, bzw eben die Wendung im Gespräch.
    »“Du machst das wahrscheinlich alles richtig so” *zärtlich*«
    Vielleicht kann sie irgendwann so gut damit umgehen wie ihre Tochter ^^

    Als ich meinen Eltern das Ergebnis meines Tuns gezeigt hatte (davor hatte ich sie nicht damit konfrontieren wollen, erst als ich Hilfe benötigte), habe ich auch angefangen kurzärmlige Oberteile zu tragen.
    Ich wohnte ebenfalls in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt, und dort habe ich auch immer auf Festen bedient – kurzärmlig. 😀
    Die Leute waren schockiert und irritiert (soetwas kannte man dort nicht), meine Eltern und meine Verwandtschaft waren stolz auf mich, dass ich dazu stehe und ich war positiv überrascht, wie sie damit umgingen. Sachen gibt’s… o.O 😀

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