11. Klasse

Ihr Lieben! =)

Ich bin bestens angekommen, im neuen Schuljahr. Wie es aussieht – perfekt.
Also, alles 😉
Lehrer, Mitschüler :huepf:

Wir beginnen mit Erörterung. Das hatte ich in der Realschule schon :daumen:
Mein Gesichtsausdruck einmal :eek: und einmal :oeh:
Situation 1: Über die Hälfte der Klasse ist FÜR die Todesstrafe :eek:
Situation 2: Das Thema – Integration
Aaram, ein Iraner: „Naja, ich find, es gibt mittlerweile einfach zu viele Ausländer. Genug ist genug, irgendwann muss Schluss sein.
Ich mein, die bis 1990 eingewandert sind, sind ja okay. Aber die ganzen die jetzt kommen, machen alles kaputt“
ÄCHT JETZT!!!
Das hat er gesagt. Ich konnte es einfach nicht fassen.
Das Thema Todesstrafe sei schon ausgelutscht, fand die Lehrerin. Dachte ich auch, tja, falsch gedacht.
Ich finde das schockierend.

„Wer aus der Geschichte nicht lernt, muss sie wiederholen“ :lehrer:
Sehr traurig

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8 Responses to 11. Klasse

  1. Hatten letztens auch eine Diskussion über die Todesstrafe. Es ist wirklich erschreckend, wie viele Menschen tatsächlich noch dafür sind und dabei hauptsächlich mit Rache oder Vergeltung argumentieren. Ich bin stolz in einem Land zu leben, dessen Rechtssystem diese Strafe nicht mehr verhängt.
    Soweit ich weiß, gibt es im Strafgesetzbuch des Bundeslandes Hessen noch die Todesstrafe, aber Bundesrecht bricht Landesrecht.

    • stellinchen sagt:

      Ja, das stimmt.
      Ich sage immer, der persönliche Wunsch nach Vergeltung liegt in der Natur des Menschen, dafür kann er nichts.
      Aber dankenswerter Weise ist ja auch ein winziger Zweig Vernunft angelegt…
      Jopp, stimmt

  2. Enibas sagt:

    Todesstrafe ist wohl so ein Dauerthema in der Schule das immer wieder kehrt. Schon bei uns in der Schule (und das ist jetzt 15 Jahre her) war das ständig Thema, aber es scheint als hätte sich wenig verändert…
    Und beim Thema „Ausländer“ bestätigt sich da wohl gerade was mein Bruder mal zu mir meinte: Ausländer sind die schlimmsten Rassisten…
    Sehr traurig…

  3. fanger sagt:

    Ganz generell, die Vorstellung Tot zu sein finde ich nicht schön. Jemanden tot machen zu müssen, nunja ist auch nicht toll. Aber wir machen es täglich. Wir machen ständig etwas tot oder sind Schuld an derem Tot… um es fressen zu können. Nichtmal nur um zu verhindern das es uns nicht tot macht. Wir arroganten Menschen kommen dann mit der Ausrede das wir die Herscherrasse (vernunftbegabte Lebewesen) sind und was wir fressen nur Tiere (die ja eh nix merken) die halt herhalten müssen.
    Interessanterweise gibt es unter uns Menschen welche die auch gerne mal andere Menschen tot machen. Solange es nicht unsere eigene Familie oder enge Freunde trift, stehen wir einer harten Reaktion zurückhaltend gegenüber. Aber eben nur solange.
    Eine Spielkameradin als meiner Kindheit wurde von einem Kinderschänder auf fürchterliche weise ermordet. Vieleicht wäre meine Einstellung ohne diesen Zwischenfall auch moderater. Ist sie aber nicht. Ich bin dafür solchen Menschen für immer und ehwig die Chance zu nehmen es wieder zu tuen.
    Ein Knast ist niemals so sicher das solche Schweine nie wieder rauskommen. Also ist der einzige weg sie auf eine Insel zu schicken von der sie nicht zurückkommen. Das waren einst Kontinente wie Amerika und Australien. Auf den Mond schießen ist zu teuer, wegsperren genauso. Also bleibt nur verbuddeln.
    Aus meiner Sicht ist jeder, der daran denkt solche Menschen mit einem schönen faulen Leben im Knast belohnen zu müssen wo er sich auf Kosten aller anderen Menschen die vor ihm beschützt werden sollen fettfressen kann, ein Vollidiot.

    • stellinchen sagt:

      Töten und Morden ist aber ein Unterschied.
      Bis zum heutigen Tag hat keine wissenschaftliche Studie einen überzeugenden Beweis dafür erbracht, dass die Todesstrafe eine stärkere abschreckende Wirkung hat als langjährige Haftstrafen.

      Abschrecken könnte die Todesstrafe ohnehin nur bei im voraus geplanten Verbrechen. Hier kann am ehesten unterstellt werden, dass der Täter vor seiner Tat die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen seines Handelns reflektiert. Die weitaus meisten Morde werden jedoch unter großer emotionaler Anspannung, unüberlegt und unbeherrscht, nicht selten unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen, begangen. Solche Affekttäter ebenso wie psychisch kranke Rechtsbrecher werden von der Strafandrohung nicht erreicht, so dass ihre Straftaten auch kaum zu verhindern sind. In den wenigen Fällen, in denen ein Verbrechen kaltblütig geplant wird, entschließt sich der Täter nach Auffassung von Kriminologen erst dann zur Tat, wenn er annehmen kann, dass das Risiko überführt zu werden, überschaubar gering ist. Für ihn hängt die Abschreckung also mehr von der Aufklärungsquote des Verbrechens als von der Höhe des angedrohten Strafmaßes ab.

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