et cetera pp

Schneidedruck.
Ob ich mit dem Thema immer besser klar komme.. Ich hoffe es.
Es fühl sich nicht so an, irgendwie. Mal besser, mal sehr gut, mal schlechter, mal sehr schlecht.
Momentan habe ich das Gefühl, als sei es niemals weg gewesen. Als wären die 17 cleanen Monate nicht.
Der Kampf scheint derselbe, wie kurz nach dem Umzug und das macht mich wahnsinnig.
Diesen Kampf zu führen ist unmenschlich und scheint wieder so hoffnungslos.
Da kommen irgendwo schon Suizidgedanken hoch. Eher wegen dem „Ich will das nicht aushalten müssen, ich kann das nicht aushalten“
Heute morgen habe ich mir die Arme rasiert. Und links habe ich so kleine Hibbel. Ich wollte die wegmachen und wusste, es würde bluten.
Und – zack war ich wieder voll drin und habe nur dieses Blut angesehen, während die Welt mir mehr und mehr entglitt.
Es gab nur noch mich, das Blut und diesen Rasierer.
Der Kopf war noch ein bisschen an und es blieb bei diesem Kratzer, aber die Verzweiflung ist schlimm aushaltbar.
„Die Erlösung so nah“
Am Hadern – warum gibt das Narben und wieso darf ich das nicht machen?
Es wäre schön, wenn es eine so anerkannte Sache wäre, wie sich zu Tatowieren.
Ich fühle mich so eingeengt, wie in einem Korsett, das mir die Luft raubt. Und das zu durchschneiden, das wärs…
Die Thera habe ich gefragt. Sie kann EMDR, das ist mega gut!
Das nächste Mal bringe ich eine Situation mit und wir bereiten das vor.
Dann beim nächsten Mal machen wir eine Doppelstunde und versuchen das.
Sie sagte, sie hätte es nicht von sich aus angesprochen, weil sie sich Sorgen macht und fragt, ob es in einer Klinik nicht besser für mich wäre.
Aber ich sagte, wir schauen einfach. Ihre Sorge ist, dass mir das so tagelang nachhängt…
Jetzt ist es grad einfach so mördermäßig schlimm, weil ich meine Tage habe.
Aber so schlimm war es gefühlsmäßig ewig nicht. Oder noch nie.
Aber das kommt mir jedesmal so vor, also ist die Intensität jedes Mal die gleiche scheiße…
Wegen dem EMDR sagt die Krankheit dann auch wieder „Schneid dich doch, wenn du eh Traumatherapie machst, hört das hinterher von ganz alleine auf. Dann brauchst du jetzt nicht zu kämpfen“
Aber der Druck verschwindet ja nicht, sogar wenn alles komplett aufgearbeitet ist. Die Gewohnheit/Sucht bleibt ja unabhhängig davon.
Alles eine Scheiße…

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7 Responses to et cetera pp

  1. schwarzesschaefchen sagt:

    😦 versuch stark zu bleiben. ich denk an dich!

  2. desweges sagt:

    Och liebes. Ja die Gewohnheit bleibt leider und die dysfunktionalen Gedanken auch irgendwie. Kann davon auch ein Liedchen singen. Du schaffst das! Wir schaffen das! Auch wenn der Weg echt holprig ist. LG desweges

  3. momotraeumt sagt:

    Liebe, ich schicke dir viel Kraft das durchzustehen. Kenn ich leider nur zu gut. Bin in Gedanken bei dir. Alles liebe

  4. Mein Herzchen ♥
    Natürlich kann nicht alles von jetzt auf gleich gut werden. Wir können keinen Schalter umlegen und plötzlich sind die Symptome weg. Und das brauche ich dir eigentlich auch nicht erklären, du weißt es selbst.
    Ich bin ja nun auch fast zwei Jahre davon und noch immer muss ich daran denken. Daran, dass es ein deutlich einfacheres Verhalten ist, daran, dass es weniger Arbeit an mir selber kostet, dass das dysfunktionale Verhalten so routiniert ist, dass es geradezu perfekt und einladend wirkt.
    Doch wir wissen, dass wir damit einen Teufelskreis an Frustration, Selbsthass und darauffolgender Selbstverletzung wieder lostreten. Dass also dann alles wieder von vorne beginnen würde.
    Es lohnt sich ansolut nicht, für einen kurzen Affekt alles hinzuwerfen, was du bisher erreicht hast.
    Du machst das wirklich so wahnsinnig gut! Es gibt immer mal Tage, an denen man sich alten Verhaltensweisen hingezogen fühlt.
    Doch jedes mal, wenn wir einen konstruktiven Weg nehmen, ist es ein Gewinn. Ein Gewinn an Lebensqualität, Selbstwert, Stabilität. Und jedes mal wird es einfacher.
    Auch ich habe manchmal noch mit solchen Gedanken zu tun. Mein Hirn versucht dann auch, Selbstverletzungen zu relativieren. So schimm ist es doch nicht, nur ein bisschen bla bla bla.
    Aber diese Seite in Schach zu halten, das bringt einem mehr. Und das weißt du auch.
    Wir schaffen das schon!

    Und auch wenn das Gefühl lange nicht mehr so intensiv war. Es ist nicht alles scheiße. Es fühlt sich zwar gerade wahrscheinlich so an, doch gibt es sooo unendlich viele Erfolge, die du dem entgegenzusetzen hast! Gib sie bitte wegen einem Gefühl nicht auf!
    Hab dich lieb! :-*

  5. Enibas sagt:

    Oh je, wie gut auch ich das kenne 😦 Es tut mir leid, dass du damit gerade so kämpfen musst, aber ich finde auch, dass du das total gut machst, du bist sehr stark!
    Aber ich kann deinen Frust verstehen, ich erlebe das selber auch so oft und dann denk ich mir, es wird nicht besser, warum wird es nicht besser? Warum fühlt es sich genauso schwer an wie vor Jahren, als hätte ich die letzten Jahre nichts gemacht, keine Therapie, kein gar nichts?!

    Ich denk an dich ❤

  6. Andreas sagt:

    Was ist denn EMDR? Du bist sehr stark, das merkst du bestimmt, oder? Nicht aufzugeben ist das größte was du leisten kannst, und darauf kannst du unheimlich stolz sein. Schau was du bist, was du erreicht hast. Ist das nicht toll? Es ist nicht dieser Druck der wirklich zählt, ob er bleibt oder geht. Dein Leben reduziert sich nicht darauf, ganz im Gegenteil. „Er“ bildet sich nur ein diesen Raum einzunehmen, dabei ist der bereits voll mit tollen und positiven Dingen, die jeder sehen kann, der dich mag. Das darfst du nicht vergessen. Liebe Grüße!

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