Noch 5,5 Wochen

24. August 2016

dann beginnt endlich meine Ausbildung!
Ich kann es kaum erwarten, genieße die Zeit bis zum Start aber natürlich trotzdem. Gerade bin ich bei meiner Mutter, allerdings nicht mehr lange.
Die Narben OP habe ich gut überstanden, nur das Ergebnis ist nicht so der Brüller. Die eine war echt anfangs sehr schmal, wird sich jetzt aber wieder breiter und die andere eitert immer wieder. 😦
Darum habe ich jetzt nochmal einen Termin dort vereinbart, möglicherweise sind da irgendwo Fadenreste, das würde es erklären.
Ich habe schon Witze gemacht, weil ich echt mit keiner einzigen Selbstverletzung so viel Ärger hatte wie jetzt bei der Korrektur.
Na ja, sonst geht es mir jedenfalls gut 😉
Ich hoffe, euch auch?

Sonnige Grüße,
Stella


10. Juni 2016

10. Juni 2016

Hallo ihr Lieben,

sooo, meine letzte Prüfung ist vorbei und ich bin mehr als glücklich!
Mein Notendurchschnitt liegt nämlich bei 1,7 🙂
Oder: Oh mein Gott, was lange währt .. äh, nein: Was lange zur Schule geht, hat endlich Abitur. 😀
Ab Oktober geht es mit der Ausbildung zur Radiologieassistentin in die zweite der drei Etappen los, worauf ich mich riesig freue. Was ich bis dahin mache? Vermutlich das selbe, wie die vergangenen sechs Monate: Nichts tun :p
Nein, für Mathe und Bio habe ich schon gelernt und schlechtere Noten bekommen als in den drei schriftlichen, für die ich nichts gelernt hatte. Aber okay ^^
Stella ist jedenfalls glüüückliiich =)

Bis bald mal.
Viele Grüße und ein schönes Wetter wünscht
stellinchen


24. Mai 2016

24. Mai 2016

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht es gut. Bei mir ist alles soweit in Ordnung und ich habe morgen meine vorletzte Abiprüfung. In Englisch hatte ich 11, in Deutsch 12 und in Wirtschaft 13 Punkte. 🙂
Und das ernsthaft ohne zu lernen 😉
Aber Wirtschaft war mit dem Thema der Sozialen Gerechtigkeit natürlich ein Heimspiel, das ist politisch mein täglich Brot. 😉
In Englisch und Deutsch Textzusammenfassung, Redeanalyse und eigene Meinung. Mag ich auch sehr gerne. 🙂
Abergläubisch wie ich bekanntlich bin, hatte ich an allen drei Prüfungstagen das gleiche an und werde das auch morgen anziehen. 😉
Ich m u s s zweistellig schaffen. Wenn ich das in der letzten Prüfung, Mathe, auch hinbekomme, habe ich einen Durchschnitt von 1,6. Das wäre es!

Wie immer wenn ich Stress habe und angespannt bin, kommt die Krankheit natürlich mal wieder vorbei und nervt mich.
Immerhin nervt es mich „nur noch“ und zieht mich nicht so extrem runter…
Es ist immer die selbe Leier: Du bist ein schlechter Mensch, du musst dich bestrafen blablabla.
Das „positive“ an der Krankheit ist, dass sie eh nie zufrieden sein wird, bis ich sterbe. Das heißt, ich darf nicht nachgeben, weil es nie dazu kommt, dass sie sagt: Genug jetzt.
Also kann ich es auch gleich bleiben lassen.
Wieder einmal erinnere ich mich an diese Zeit in der Großstadt: Stellas Sättigung rauscht während des Nähens so stark ab, dass ich mit Sauerstoffbrille stationär aufgenommen werde. Und selbst DA war die Krankheit der Meinung, es wäre nicht genug gewesen.
In weniger als einem Monat habe ich die erste OP zur Korrektur hinter mir. Die Krankheit findet das natürlich scheiße, weil ich dann ja nicht mehr gebrandmarkt bin. Ich bin mal gespannt, ob es dann besser wird.

Na ja, wünscht mir Glück für Morgen 🙂

Alles Liebe,
Stella


17. Mai 2016

17. Mai 2016

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht es gut? Irgendwas stimmt mit meinem Konto nicht: Ich kann bei euch nicht mehr kommentieren, ohne dass eine Fehlermeldung angezeigt wird. Ich habe ein Testkonto erstellt und da klappt es. Hat jemand eine Idee?

Ich muss auch über die Admin Seite bloggen, sonst erscheint immer: Speichern des Entwurfs fehlgeschlagen.

Fahre später zu meinem Vater zurück :)
Die Tage waren wieder echt schön. Ich habe mich aber entschlossen, meiner Sandkastenfreundin Magdalena nicht mehr zu schreiben. Es nervt mich, weil der Kontakt echt nur noch von mir ausgeht. Bin mal gespannt, ob und wann ich das nächste mal was von ihr höre :ka:
Gestern war ich mit Nadja im Kino: The Jungle Book. Es war sooo coool!!! Die Tiere sahen einfach sooo echt aus. :niederknie:
Und dann noch in 3D ;)
Hätte sich das Maul der Tiere nicht bewegt, hätte ich geschworen, sie sind echt. Dann waren wir noch beim Griechen. Sehr lecker.
Und jetzt habe ich furchtbare Halsschmerzen :(
Heute Abend gebe ich die Gliederung meiner Biopräsentation ab (Parkinson) und erfahre endlich meine Noten aus dem Schriftlichen :) Dann kann ich ausrechnen, wie viel Mathe ich noch lernen muss ;)
Ein Buch wieder entdeckt: Wut im Bauch – Mut im Bauch: Geschichten zu Gewalt und Frieden für junge Menschen :herz:
Mit meiner Mutter war ich noch auf dem Friedhof, weil in meiner Geschichte ja relativ viel auf dem Friedhof spielt und ich Inspiration gebraucht und bekommen habe :)

Wünsche euch einen schönen Tag :wink:


14. Mai 2016

14. Mai 2016

Hallo ihr Lieben 🙂

ja, jetzt sind tatsächlich schon wieder einige Monate vergangen und es
ist viel passiert.
– Meine beste Freundin wurde an der selben Schule genommen, wie ich
– Ich habe Chancen auf einen Gesamtdurchschnitt von 1,7
– Mein letztes Halbjahr habe ich mit einem Schnitt von 1,3 geschafft (14
Punkte in Mathe!!!
– Die Kostenzusage für die Operation zur Narbenkorrektur wurde e n d l i c h genehmigt!
– Stella ist glücklich 😀
– Stella ist unter die Hobbyautoren gegangen und schreibt seit
Weihnachten an einem Jugendroman
– Stella hat vor ein paar Tagen ein Manuskript mit einer Kindergeschichte abgeschickt
Zugegeben, ich erhoffe mir nichts davon, aber Versuch macht klug.

Joa, sonst gibt es nichts Neues 🙂
Und bei euch so?


22. Januar 2016

22. Januar 2016

In der MTA Schule habe ich gestern Maria kennengelernt. Wir mussten beide einen Test machen, der echt nicht ohne war und ca 1 Stunde ging. Da wir nicht beaufsichtigt wurden, konnten wir uns gegenseitig helfen. Sie mir in Mathe und ich ihr in der Rechtschreibung ;)
Danach wurden wir durch alle Labors geführt. Und ich fragte, ob ich auch als MTRA (Radiologie) im Labor wäre und die Lehrerin meinte, Nein, nur die MTLAs. Und ich könnte ja noch wechseln.
Ich dachte, ich würde mich schon auf beides bewerben, wenn ich nur in einer Ausbildung einen Platz bekomme.
Meinte aber, MTRA wäre mir lieber. Dann hat die Lehrerin uns zur Schulleiterin gebracht und nach 5 Minuten hatte Maria die Zusage. Sie meinte, sie würde auf mich warten, die ist echt süß ;)
Die Leiterin hat nichtmal in den Test geschaut und gesagt, dass sie nur nach Attraktivität einstellt, und da ich die Höchstpunktzahl erreicht hätte, bekäme ich nun einen Blankoausbildungsvertrag, den ich bis Ende April ausfüllen soll.
Okay, das mit der Attraktivität war ein Witz, aber der Rest stimmt :uglylaugh: :uglylaugh: :uglylaugh:
ICH WERDE MTRA!!!! :huepf: :huepf: :huepf:

Wisst ihr, jetzt weiß ich endlich, wie es weitergeht.
Vor 3 Jahren hatte ich die Etappe „Abi“ vor mir und wusste ganz genau: Okay, 2016 hast du Abi.
Und jetzt weiß ich: 2019 bin ich MTRA und vielleicht 2025 im PJ :uglylaugh:
Und vielleicht bin ich dann schon Mutter :rot:


21. Januar 2016

21. Januar 2016

Hallo ihr Lieben,

so schnell kann es gehen und geht es auch und der Monat ist zu mehr als 2/3 schon wieder vorbei. Ich finde das sehr erfreulich, weil ich einen kleinen Schul-Koller entwickelt habe und heilfroh bin, wenn das letzte – nicht mal (!) – halbe Jahr so schnell wie möglich vergeht.

Zu den erfreulichen Dingen zählt zweifelsfrei die Schule. Die liebe Stella hat ihr Strebertum noch etwas weiter ausbauen können und wird nun einen äußerst glücklich-machenden Durchschnitt von 1,5 erreichen. Das setzt sich folgendermaßen zusammen:
Wirtschaft: 14 Punkte
Englisch, Deutsch und Geschichte: 13 Punkte
Mathe: 11 Punkte
Bio: 10 Punkte
Ich habe es mal grob berechnet: Im besten Fall könnte ich einen Abischnitt von 1,6 schaffen, im schlechtesten 1,9. Beziehungsweise bedeutet der schlechteste Fall die Mindestpunktzahl, die ich mir in den jeweiligen Fächern vorstellen kann.
Selbst wenn ich jetzt sowohl in allen letzten Klausuren UND im Abi überall 0 Punkte hätte, würde ich das Abi von den Punkten her mit 3,6 bestehen 😀
Sau genial 😀

Ansonsten habe ich leider einen Sportunfall gehabt. (Wie, Stella macht Sport!?) Nun ja, ich habe mit Karate angefangen, was extrem toll ist. Bei einem Spiel bin ich nach hinten gesprungen, schief aufgekommen und nun habe ich einen Bänderriss. Sehr ärgerlich. In 5 Wochen darf ich aber wieder zum Training. 🙂

So, das war es von mir.

Viele Grüße,
Stella


Kalenderwoche 1

7. Januar 2016

Hallo ihr Lieben 🙂

ich hoffe, ihr seid ebenso gut gerutscht wie ich?
Mittlerweile bin ich uralte 25 geworden – unglaublich 😉 Meine Freundin hat mir einen Tischkalender geschenkt – 2 Wochen auf einen Blick. Sehr praktisch!
Und von sheepworld ❤ Gestern habe ich mal wieder nach längerer Zeit in meine Statistik geschaut und gesehen, welche Beiträge aufgerufen wurden. Die von 2013. Ich habe sie mir durchgelesen. Unangenehm, so schwarz auf weiß zu lesen, wie schlimm es damals wirklich war, wie sehr die Krankheit das Leben diktiert hat.
Und wie weit ich davon entfernt bin. Trotz Krisen, die aber bei weitem nicht mehr dieses Ausmaß annehmen, bzw. deren Handlungsimpulsen ich nicht mehr nachgebe. Ich hatte damals einen Ticker angefangen, der die selbstverletzungsfreien Tage gezählt hat. Über den bin ich gestern gestolpert: 1073 Tage sind es nun 😉

In drei Wochen gibt es das vorletzte Zeugnis 🙂
Bisher sieht es so aus, als würde ich auch diesmal den 1,6 Schnitt hinbekommen. Ich habe mich in Englisch und Geschichte um einen Punkt verbessert und in Mathe um 1 Punkt (auf 11) verschlechtert.
Das bedeutet, dass ich mich noch in Deutsch oder Bio um einen Punkt verschlechtern darf, um die 1,6 zu halten und ich gehe nicht davon aus, dass ich mich in beiden Fächern verschlechtere.
Ansonsten habe ich mich für den TMS angemeldet. Und mir die PDF Datei runtergeladen, in der Beispielaufgaben drin sind. In SECHS MONATEN UND EINER WOCHE BEKOMME ICH DAS ABIZEUGNIS!!!
Der Hammer 🙂

Meine Vorsätze
– Trotz Abi und TMS nicht durchdrehen
– Jetzt schultechnisch noch ein letztes Mal Vollgas geben
– Mich in Mathe wieder verbessern

Wünsche
– Einen Studienplatz bekommen oder
– in der MTA Schule genommen zu werden
– die Frau fürs Leben finden 😀
– ein echtes, richtiges Buch schreiben 😉

Alles Liebe und einen guten Start ins Jahr wünscht euch
stellinchen


31.12.2015

31. Dezember 2015

Lieber LeserInnen,

hoffentlich konntet ihr Weihnachten und die Feiertage genießen, lagt nicht krank im Bett und habt euch nicht höllisch den Arm am Raclette verbrannt, so wie ich. 😉
Ich wünsche euch allen von ❤ en einen guten Start ins neue Jahr und dass ihr alles erreicht, was ihr euch vornehmt. 🙂

Alles Liebe,
Stella


Briefe aus Hogwarts

23. Dezember 2015

„Was sollen wir tun, Vernon? Sollen wir vielleicht antworten? Ihnen sagen, wir wollen nicht?“ Ihr Mann überlegte. Nach einer Weile sagte er „Nein. Wir werden es einfach ignorieren. Als wir ihn bei uns aufnahmen haben wir uns geschworen, diesen gefährlichen Unsinn auszumerzen!“
Sie schwieg. Es ist gescheitert, dachte sie, und dir war klar, dass es scheitern würde.
Du hast dir all die Jahre versucht, etwas vorzumachen. Und ihm mit.
Seltsamerweise dachte sie an Dudley. Ihr Liebling würde nicht unter dieser Abnormalität zu leiden haben. Er würde nicht in den Schatten gestellt, wie sie es immer wurde.
Beiseitegeschoben. Weg vom Ruhm und Glanz der absoluten Lily, der freundlichen, schönen und begabten Lily.
9 Jahre lang hatte sie diese Gefühle weggeschoben, ignoriert, unterdrückt, wie sie ihren Neffen unterdrückt hatte. Weggesperrt in denselben dunklen Schrank, abgelehnt.
Und doch hatte sie es gewusst.
Eines Tages würde der Tag kommen, an dem dieser Brief eintreffen würde.
Es war nicht so, dass sie davon überrascht worden war. Die Erkenntnis, dass nun tatsächlich der Tag gekommen war, vor dem sie jahrelang Angst hatte, ließ sie schwer schlucken.
Ja, sie hatte versucht, es ihm auszutreiben. Jeden Vorfall, der magische Kräfte erahnen ließ, hatte sie geahndet. Ihn versucht, zu schwächen.
Die perfekte Lily war innig geliebt worden. Sie hatte sich entfalten können, alle Möglichkeiten und Fertigkeiten ungehindert aufbauen können.
Müsste es nicht möglich sein, hatte sie gedacht, ihn mitsamt seinen Kräften zu schwächen?
Sie fühlte sich schuldig.
Wie sie es machte, war es falsch. Ja, sie wollte, dass dieses Kind lebte und doch tat sie alles, um ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Ich tue es aus Verantwortung, sagte sie sich. Um ihm das Schicksal meiner Schwester zu ersparen. Um Dudley, Vernon und mir diese Schande zu ersparen.
Die Fragen der Nachbarn. Sie hätte umfallen mögen vor Scham, als Lily in ihrem Umhang zuhause angekommen war. „Sie ist in einem Begabteninternat“, pflegten ihre Eltern stets mit stolz geschwellter Brust zu sagen, wenn sie gefragt wurden.
Auch ihr wurde diese Antwort eingeschärft. „Wir legen höchsten Wert darauf, geheim zu bleiben.
Die Interationale Geheimhaltung ist da sehr strikt!“
Die Beamtin des Zaubereiministeriums hatte Petunia bei diesen Worten direkt angesehen und Petunia hatte folgsam genickt. „Auf unsere Älteste ist Verlass. Sie ist sehr vernünftig für ihr Alter“, hatte ihr Vater versichert und Petunia hatte schreien wollen, dass ihr diese ganzen Regeln und Gesetze egal waren, dass sie es jedem erzählen würde und hoffte, diese fremde Welt würde komplett zusammen brechen. Doch sie hatte geschwiegen.
Nur Emma gegenüber hatte sie ihr Schweigen gebrochen.
„Lily muss in eine Anstalt, sie ist krank und muss vor uns und sich selbst geschützt werden“, hatte sie erzählt. Grimmige Genugtuung hatte sie dabei erfüllt. Und Emma hatte es in der Klasse weiter erzählt. Es war das kleine Stück Rache, welches die Schmach von Albus Dumbledores Antwort vorübergehend zu mildern vermochte. Doch natürlich war die Sache aufgeflogen.
„Lily? Nein, Lily ist doch nicht krank, Emma, wie kommst du darauf?“
Am Geburtstag von Petunia, ihrem 14. war die Bombe geplatzt.
„Lily ist auf einem Begabteninternat.“
Da war sie ausgerastet, hatte geschrien und den Teller auf den Boden geworfen. Und 2 Tage später, nach dem Wochenende, hatte Emma jedem in der Klasse erzählt, dass Petunia Evans eine neidische Lügnerin war. Auch ihre Eltern waren sauer und ausgerechnet Lily hatte versucht, sich ihr anzunähern. Sie hatte sie aus ihrem Zimmer gestoßen und sich eingesperrt.
Sich schuldig gefühlt und ihren Hass auf Lily übertragen.
Ihren Hass auf diese Ungerechtigkeiten, ihre Eltern, Emma und sich selbst.
„Wir konntest du nur, Petunia, was hat Lily dir denn getan, dass du ihr so übel nachredest?“
Sie hatte geschwiegen. Nur genickt hatte sie diesmal nicht folgsam.
„Völlig verstockt“, hatte ihre Mutter gemurmelt. Und sie war gegangen. Wieder einmal. Sie allein gelassen in ihrer Verletzlichkeit, ihrem Neid, ihrer Missgunst und dem Gefühl, ungewollt zu sein.
Dudley wird es besser haben, hatte sie sich geschworen. Und er hatte es besser, sie hatte ihm stets jeden Wunsch von den Augen abgelesen, hatte ihn gehegt und gepflegt. Ihm all das gegeben, was sie all die Jahre ihrer Jugend so schmerzlich vermisst hatte.
Und ihr Junge war prächtig, sie liebte ihn und wusste, dass er sich stets geliebt und geborgen fühlen würde. Dass sie alles tun würde, um Schaden von ihm abzuwehren.
Und es war gelungen, Dudley konnte sich zur Wehr setzen gegen das Kind. Er war beliebt, hatte viele Freunde. Er würde nie im Schatten eines berühmten Vettern stehen, dafür würde sie schon sorgen.
Und solange nur die geringste Chance bestand, das Kind von dieser Welt fern zu halten, würde sie nicht aufgeben.

In den folgenden Tagen kamen täglich mehr Briefe. Petunia schwankte zwischen Resignation und Aktionismus. „Stell keine Fragen“, blafffte sie das Kind an und schickte es weg.
Sie ertrug seine Anwesenheit nicht und musste sich beherrschen, ihm nicht zu verletzen. Bis zum Sonntag. Eine ganze Woche lang hatte sie unter der gereizten Stimmung Vernons gelitten, war ihre eigene Anspannung stets vor dem Siedepunkt gewesen.
Eine gewonnene Woche, dachte sie, als ihr Mann gut gelaunt die Vorzüge von Sonntagen verkündete. Bis es zu rumpeln begann und sie wusste, dass das Spiel aus war.
Briefe, Briefe, Briefe, überall.
Um sie herum und das Kind und ihr Goldstück versuchten begierig, einen in die Hand zu bekommen. Auch ihr Dudley hatte gelitten, zum ersten Mal konnte sie seinen Wunsch nicht erfüllen. Konnte seine Neugier nicht befriedigen, konnte nicht ehrlich sein.

Sie zuckte zusammen, als ihr Mann mit nur einem halben Schnurbart Dudley eine knallte. Und dann fuhren sie. Wir werden es nicht schaffen, es ist verloren, dachte sie müde, während sie fuhren.
Und fuhren.