Kalenderwoche 1

7. Januar 2016

Hallo ihr Lieben 🙂

ich hoffe, ihr seid ebenso gut gerutscht wie ich?
Mittlerweile bin ich uralte 25 geworden – unglaublich 😉 Meine Freundin hat mir einen Tischkalender geschenkt – 2 Wochen auf einen Blick. Sehr praktisch!
Und von sheepworld ❀ Gestern habe ich mal wieder nach lĂ€ngerer Zeit in meine Statistik geschaut und gesehen, welche BeitrĂ€ge aufgerufen wurden. Die von 2013. Ich habe sie mir durchgelesen. Unangenehm, so schwarz auf weiß zu lesen, wie schlimm es damals wirklich war, wie sehr die Krankheit das Leben diktiert hat.
Und wie weit ich davon entfernt bin. Trotz Krisen, die aber bei weitem nicht mehr dieses Ausmaß annehmen, bzw. deren Handlungsimpulsen ich nicht mehr nachgebe. Ich hatte damals einen Ticker angefangen, der die selbstverletzungsfreien Tage gezĂ€hlt hat. Über den bin ich gestern gestolpert: 1073 Tage sind es nun 😉

In drei Wochen gibt es das vorletzte Zeugnis 🙂
Bisher sieht es so aus, als wĂŒrde ich auch diesmal den 1,6 Schnitt hinbekommen. Ich habe mich in Englisch und Geschichte um einen Punkt verbessert und in Mathe um 1 Punkt (auf 11) verschlechtert.
Das bedeutet, dass ich mich noch in Deutsch oder Bio um einen Punkt verschlechtern darf, um die 1,6 zu halten und ich gehe nicht davon aus, dass ich mich in beiden FĂ€chern verschlechtere.
Ansonsten habe ich mich fĂŒr den TMS angemeldet. Und mir die PDF Datei runtergeladen, in der Beispielaufgaben drin sind. In SECHS MONATEN UND EINER WOCHE BEKOMME ICH DAS ABIZEUGNIS!!!
Der Hammer 🙂

Meine VorsÀtze
– Trotz Abi und TMS nicht durchdrehen
– Jetzt schultechnisch noch ein letztes Mal Vollgas geben
– Mich in Mathe wieder verbessern

WĂŒnsche
– Einen Studienplatz bekommen oder
– in der MTA Schule genommen zu werden
– die Frau fĂŒrs Leben finden 😀
– ein echtes, richtiges Buch schreiben 😉

Alles Liebe und einen guten Start ins Jahr wĂŒnscht euch
stellinchen


31.12.2015

31. Dezember 2015

Lieber LeserInnen,

hoffentlich konntet ihr Weihnachten und die Feiertage genießen, lagt nicht krank im Bett und habt euch nicht höllisch den Arm am Raclette verbrannt, so wie ich. 😉
Ich wĂŒnsche euch allen von ❀ en einen guten Start ins neue Jahr und dass ihr alles erreicht, was ihr euch vornehmt. 🙂

Alles Liebe,
Stella


Briefe aus Hogwarts

23. Dezember 2015

„Was sollen wir tun, Vernon? Sollen wir vielleicht antworten? Ihnen sagen, wir wollen nicht?“ Ihr Mann ĂŒberlegte. Nach einer Weile sagte er „Nein. Wir werden es einfach ignorieren. Als wir ihn bei uns aufnahmen haben wir uns geschworen, diesen gefĂ€hrlichen Unsinn auszumerzen!“
Sie schwieg. Es ist gescheitert, dachte sie, und dir war klar, dass es scheitern wĂŒrde.
Du hast dir all die Jahre versucht, etwas vorzumachen. Und ihm mit.
Seltsamerweise dachte sie an Dudley. Ihr Liebling wĂŒrde nicht unter dieser AbnormalitĂ€t zu leiden haben. Er wĂŒrde nicht in den Schatten gestellt, wie sie es immer wurde.
Beiseitegeschoben. Weg vom Ruhm und Glanz der absoluten Lily, der freundlichen, schönen und begabten Lily.
9 Jahre lang hatte sie diese GefĂŒhle weggeschoben, ignoriert, unterdrĂŒckt, wie sie ihren Neffen unterdrĂŒckt hatte. Weggesperrt in denselben dunklen Schrank, abgelehnt.
Und doch hatte sie es gewusst.
Eines Tages wĂŒrde der Tag kommen, an dem dieser Brief eintreffen wĂŒrde.
Es war nicht so, dass sie davon ĂŒberrascht worden war. Die Erkenntnis, dass nun tatsĂ€chlich der Tag gekommen war, vor dem sie jahrelang Angst hatte, ließ sie schwer schlucken.
Ja, sie hatte versucht, es ihm auszutreiben. Jeden Vorfall, der magische KrĂ€fte erahnen ließ, hatte sie geahndet. Ihn versucht, zu schwĂ€chen.
Die perfekte Lily war innig geliebt worden. Sie hatte sich entfalten können, alle Möglichkeiten und Fertigkeiten ungehindert aufbauen können.
MĂŒsste es nicht möglich sein, hatte sie gedacht, ihn mitsamt seinen KrĂ€ften zu schwĂ€chen?
Sie fĂŒhlte sich schuldig.
Wie sie es machte, war es falsch. Ja, sie wollte, dass dieses Kind lebte und doch tat sie alles, um ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Ich tue es aus Verantwortung, sagte sie sich. Um ihm das Schicksal meiner Schwester zu ersparen. Um Dudley, Vernon und mir diese Schande zu ersparen.
Die Fragen der Nachbarn. Sie hĂ€tte umfallen mögen vor Scham, als Lily in ihrem Umhang zuhause angekommen war. „Sie ist in einem Begabteninternat“, pflegten ihre Eltern stets mit stolz geschwellter Brust zu sagen, wenn sie gefragt wurden.
Auch ihr wurde diese Antwort eingeschĂ€rft. „Wir legen höchsten Wert darauf, geheim zu bleiben.
Die Interationale Geheimhaltung ist da sehr strikt!“
Die Beamtin des Zaubereiministeriums hatte Petunia bei diesen Worten direkt angesehen und Petunia hatte folgsam genickt. „Auf unsere Älteste ist Verlass. Sie ist sehr vernĂŒnftig fĂŒr ihr Alter“, hatte ihr Vater versichert und Petunia hatte schreien wollen, dass ihr diese ganzen Regeln und Gesetze egal waren, dass sie es jedem erzĂ€hlen wĂŒrde und hoffte, diese fremde Welt wĂŒrde komplett zusammen brechen. Doch sie hatte geschwiegen.
Nur Emma gegenĂŒber hatte sie ihr Schweigen gebrochen.
„Lily muss in eine Anstalt, sie ist krank und muss vor uns und sich selbst geschĂŒtzt werden“, hatte sie erzĂ€hlt. Grimmige Genugtuung hatte sie dabei erfĂŒllt. Und Emma hatte es in der Klasse weiter erzĂ€hlt. Es war das kleine StĂŒck Rache, welches die Schmach von Albus Dumbledores Antwort vorĂŒbergehend zu mildern vermochte. Doch natĂŒrlich war die Sache aufgeflogen.
„Lily? Nein, Lily ist doch nicht krank, Emma, wie kommst du darauf?“
Am Geburtstag von Petunia, ihrem 14. war die Bombe geplatzt.
„Lily ist auf einem Begabteninternat.“
Da war sie ausgerastet, hatte geschrien und den Teller auf den Boden geworfen. Und 2 Tage spĂ€ter, nach dem Wochenende, hatte Emma jedem in der Klasse erzĂ€hlt, dass Petunia Evans eine neidische LĂŒgnerin war. Auch ihre Eltern waren sauer und ausgerechnet Lily hatte versucht, sich ihr anzunĂ€hern. Sie hatte sie aus ihrem Zimmer gestoßen und sich eingesperrt.
Sich schuldig gefĂŒhlt und ihren Hass auf Lily ĂŒbertragen.
Ihren Hass auf diese Ungerechtigkeiten, ihre Eltern, Emma und sich selbst.
„Wir konntest du nur, Petunia, was hat Lily dir denn getan, dass du ihr so ĂŒbel nachredest?“
Sie hatte geschwiegen. Nur genickt hatte sie diesmal nicht folgsam.
„Völlig verstockt“, hatte ihre Mutter gemurmelt. Und sie war gegangen. Wieder einmal. Sie allein gelassen in ihrer Verletzlichkeit, ihrem Neid, ihrer Missgunst und dem GefĂŒhl, ungewollt zu sein.
Dudley wird es besser haben, hatte sie sich geschworen. Und er hatte es besser, sie hatte ihm stets jeden Wunsch von den Augen abgelesen, hatte ihn gehegt und gepflegt. Ihm all das gegeben, was sie all die Jahre ihrer Jugend so schmerzlich vermisst hatte.
Und ihr Junge war prĂ€chtig, sie liebte ihn und wusste, dass er sich stets geliebt und geborgen fĂŒhlen wĂŒrde. Dass sie alles tun wĂŒrde, um Schaden von ihm abzuwehren.
Und es war gelungen, Dudley konnte sich zur Wehr setzen gegen das Kind. Er war beliebt, hatte viele Freunde. Er wĂŒrde nie im Schatten eines berĂŒhmten Vettern stehen, dafĂŒr wĂŒrde sie schon sorgen.
Und solange nur die geringste Chance bestand, das Kind von dieser Welt fern zu halten, wĂŒrde sie nicht aufgeben.

In den folgenden Tagen kamen tĂ€glich mehr Briefe. Petunia schwankte zwischen Resignation und Aktionismus. „Stell keine Fragen“, blafffte sie das Kind an und schickte es weg.
Sie ertrug seine Anwesenheit nicht und musste sich beherrschen, ihm nicht zu verletzen. Bis zum Sonntag. Eine ganze Woche lang hatte sie unter der gereizten Stimmung Vernons gelitten, war ihre eigene Anspannung stets vor dem Siedepunkt gewesen.
Eine gewonnene Woche, dachte sie, als ihr Mann gut gelaunt die VorzĂŒge von Sonntagen verkĂŒndete. Bis es zu rumpeln begann und sie wusste, dass das Spiel aus war.
Briefe, Briefe, Briefe, ĂŒberall.
Um sie herum und das Kind und ihr GoldstĂŒck versuchten begierig, einen in die Hand zu bekommen. Auch ihr Dudley hatte gelitten, zum ersten Mal konnte sie seinen Wunsch nicht erfĂŒllen. Konnte seine Neugier nicht befriedigen, konnte nicht ehrlich sein.

Sie zuckte zusammen, als ihr Mann mit nur einem halben Schnurbart Dudley eine knallte. Und dann fuhren sie. Wir werden es nicht schaffen, es ist verloren, dachte sie mĂŒde, wĂ€hrend sie fuhren.
Und fuhren.


Petunias Entscheidung

22. Dezember 2015

Petunia Dursley hatte eine unruhige Nacht gehabt.
Als sie aufwachte fĂŒhlte sie sich wie gerĂ€dert. Lily war in ihren TrĂ€umen aufgetaucht und wieder verschwunden. Petunia hatte versucht, zu ihr zu gelangen, doch es war ihr nicht gelungen.
Seit 10 Monaten hatten sie sich nicht mehr gesehen. Lily hatte sich fĂŒr die Vase bedankt und ihr ein Bild von sich, ihrem Mann und ihrem Sohn geschickt.
Petunia gab sich alle MĂŒhe, nur Lily zu sehen, doch es war ihr nicht gelungen. Der Mann, der ihr ihre Schwester genommen hatte, drĂ€ngte sich in ihr Gesichtsfeld und ließ sie Wut und Ohnmacht spĂŒren, so dass sie das Foto kurzer Hand zerrissen hatte.
MĂŒde öffnete sie die HaustĂŒr und schrie auf: Ein BĂŒndel lag zu ihren FĂŒĂŸen.
Eingewickelt in eine Decke und einen Brief auf der Brust. Petunia wusste nicht, wie ihr geschah. Sie war zu Boden gesunken und sah auf den kleinen Jungen hinab.
„Harry, ein hĂ€sslicher und gewöhnlicher Name, wenn du mich fragst.“ Sie hatte ihren Mann nicht gefragt, aus welchem Grund er das Thema angefangen hatte, doch erschien es ihr nun wie ein Omen. 10 Monate hatten sie das Thema ausgelassen und nun das.
„Petunia, Liebling, was ist passiert?“ Vernon stand neben ihr und Fassungslosigkeit breitete sich beim Anblick von Harry auf seinem Gesicht aus. Ohne dass sie es selbst richtig wahrnahm, nahm sie ihren Neffen auf den Arm. Er war wach und schaute sie interessiert an.
Mit zitternden Fingern löste sie den Brief und begann zu lesen.
Der Brief war in der selben schrÀgen Handschrift verfasst, wie jener, den sie vor so langer Zeit erhalten hatte.
Damals, als sie Albus Dumbledore gebeten hatte, mit ihrer Schwester auf Hogwarts zu dĂŒrfen.
Erneut kam eine Welle von Wut und Scham in ihr hoch. Er hatte freundlich erklÀrt, dass ihre Schwester die FÀhigkeiten habe, die ihr leider nicht gegeben waren.
Sie wĂŒrde in der Welt der Magier nicht glĂŒcklich werden.
Und zu allem Überfluss hatten Severus und ihre Schwester den Brief auch noch gelesen.
All dies kam ihr in den Sinn, als sie versuchte, den Inhalt des aktuellen Briefes zu erfassen.
Nur BruchstĂŒckhaft schienen die Worte sich in ihrem Gehirn zusammenzufĂŒgen und Sinn zu ergeben.
Lily und James hatten den Angriff von Lord Voldemort nicht ĂŒberlebt.
Lily .. tot.
Lily, ihre kleine Schwester, die sie ĂŒber alles geliebt, die sie beneidet und gehasst hatte.
TrÀnen brannten in ihren Augen und sie wusste nicht, ob aus Trauer oder Wut.
Das Kind brauchte Schutz. Der alte Magier hatte eine Verbindung erschaffen. Sie sollte das Kind bei sich aufnehmen, ansonsten wÀre es in tödlicher Gefahr.
Was ging es sie an?
Sollte es doch sterben, wie ihre Schwester gestorben war.
Ihr Gatte schnaubte. „Was bildet sich dieser Mann eigentlich ein? Uns ein Kind aufzuhalsen, das genauso abnormal ist!?
Wir bringen ihn ins Waisenhaus.“
Widerwille regte sich in Petunia. Weshalb musste sie diese Entscheidung treffen?
Warum musste ausgerechnet ihr das passieren?
War sie nicht genug gestraft gewesen mit dieser Familie, dieser Schwester?
Hatte sie nicht endlich auch ein bisschen GlĂŒck und Ruhe verdient?
Und doch..
UnwillkĂŒrlich fiel ihr Blick auf das Kind.
Es hatte ihre Augen. „Petunia?“
„Lass uns .. ĂŒberlegen Vernon.“ Sie schaffte es nicht. Ihr Blick fiel auf das Fenster. Dudley buddelte friedlich im Sandkasten. Ihm war nichts aufgefallen.
Das Kind wurde unruhig. Wie von selbst ging sie zum KĂŒhlschrank und begann, Brei anzurĂŒhren und es zu fĂŒttern.
Er heißt Harry, dachte sie.
Sein Name ist Harry und er die Augen seiner Mutter und meiner Schwester Lily.
Ihre Entscheidung war gefallen.


Harry Potter

21. Dezember 2015

Wusstet ihr schon, dass die liebe Stella mit Haut und Haaren ein Harry Potter Fan ist?
Ist sie!
Ich habe die BĂŒcher unzĂ€hlige Male gelesen und die HörbĂŒcher noch öfter gehört.
Ich habe 3 BĂŒcher auf Englisch vorgelsen und bin jetzt meine eigene Hörbuchsprecherin 😉

Jetzt mit dem Beginn der Ferien kam mir plötzlich die Idee, selbst eine Fanfiction zu schreiben.
Über die Vorgeschichte von Hermine bis zur Freundschaft mit Harry und Ron.
WĂŒrde mich riesig ĂŒber Kommentare freuen 😀

„Ehrlich gesagt ist sie ein Alptraum. Ihr muss selbst schon aufgefallen sein, dass sie keine Freunde hat.“
Die Worte hallten in ihrem Kopf, als Hermine die TĂŒr abschloss.
Nichts hatte sich geĂ€ndert. Auch hier war sie die Außenseiterin.
„In Hogwarts wirst du eine von vielen Hexen und Zauberern sein“, hatte Mrs Lock gesagt. „Du wirst mit jungen Menschen zusammen leben, die wie du sind.“
Die wie ich sind, hatte Hermine gedacht.
War das die ErklĂ€rung dafĂŒr, dass sie sich immer abgesondert und abgelehnt gefĂŒhlt hatte?
Dass sie tatsĂ€chlich anders als ihre MitschĂŒler war, nĂ€mlich eine Hexe. Eine sehr begabte Hexe ĂŒberdies, wie Mrs Lock betont hatte.
FĂŒr gewöhnlich kamen die Beamten des Zaubereiministeriums erst wenige Monate vor Schulbeginn, um den nichtmagischen Eltern zu erklĂ€ren, dass ihr Kind magische KrĂ€fte besaß.
Doch kurz vor ihrem 10. Geburtstag hatten ihre Eltern einen Brief erhalten, indem eine Mitarbeiterin eines Jugendamtes ein Treffen erbeten hatte.
„Hermine, wie kommt eine Mitarbeiterin vom Jugendamt auf uns?“ hatte ihre Mutter in besorgtem Ton gefragt.
Auch Hermine hatte sich dies nicht erklĂ€ren können – natĂŒrlich wussten Lehrer und Sozialarbeiter, dass Hermine Granger einen schweren Stand in der Klasse hatte und es zu merkwĂŒrdigen VorfĂ€llen gekommen war.
Sie war bereits ausfĂŒhrlich befragt worden, warum Jimmy mit gebrochenem Bein aufgefunden worden war, nachdem man Hermine aus einer Ecke des Schulhofes hatte wegrennen sehen.
Und obgleich sie wieder und wieder versichert hatte, Jimmy sei von ganz allein durch die Luft geflogen, hatte ihr niemand so richtig geglaubt.

Wieder einmal hatte er ihr aufgelauert um sie zu quÀlen.
„Scheiß hĂ€ssliche Streberin, wie viele Klassen willst du denn noch wechseln bis du begreifst, dass du hier unerwĂŒnscht bist?“ hatte er gefragt und war ihr nĂ€her und nĂ€her gekommen.
Er hatte begonnen sie zu stoßen und plötzlich flog er.
Sie hatte sich nicht erklÀren können, was geschehen war und fortgelaufen, nachdem er zu schreien anfing.
„Unmöglich, hatte ihre Mutter resolut erklĂ€rt, wie hĂ€tte unsere Tochter das machen sollen? Sie hat in ihrem Leben nie Kampfsport gemacht!“
Und doch waren ihr die Blicke aufgefallen, mit dem ihre Eltern sie des öfteren ansahen.
Besorgnis.
Und Furcht.
Auch Hermine hatte Angst. Sie wusste nicht, was mit ihr und um sie herum geschah. VorfÀlle wie die mit Jimmy hÀuften sich. UnerklÀrlich, rÀtselhaft und beÀngstigend. Auch wenn sie bei weitem nicht so dramatisch endeten wie mit einem Beinbruch.

Und dann war Mrs Lock gekommen. Wieder erinnerte sich Hermine, wie die drei Grangers auf dem Sofa gesessen und Mrs Lock mit großen Augen zugehört hatten.
Sogar Mr Granger hatte sich frei genommen und die Praxis einer Vertretung anvertraut.
BackenzÀhne mussten an diesem Dienstag warten. Mrs Lock hatte darauf bestanden, nicht nur mit Mrs Granger und Hermine zu sprechen, sondern auch Mr Granger miteinzubeziehen.
„Ich bin Mrs Lock, nicht von einem Jugendamt, sondern von der Abteilung der Muggelbeziehungen.“
Sie hatte erklĂ€rt, dass die VorfĂ€lle ein Ausmaß angenommen hatten, die das Zaubereiministerium dazu zwingen wĂŒrden, schon zu diesem Zeitpunkt den Kontakt zu suchen.
„Ihre Tochter ist eine Hexe.“
Fassungslos hatten ihre Eltern Mrs Lock angestarrt und zögerlich begonnen, Fragen zu stellen.
Hermines Herz hatte angefangen zu rasen – endlich nach den letzten Wochen wusste sie, was mit ihr nicht stimmte.
Und mit ihr stimmte alles, sie war tatsÀchlich eine Hexe.
Keine Sekunde lang waren ihr Zweifel gekommen und in ihrem Inneren hatte sie es lĂ€ngst gespĂŒrt, dachte sie dankbar.
Es war die Wende gewesen.
Hermine war aufgeblĂŒht, nun, da sie wusste, dass sie tatsĂ€chlich nicht in diese Welt gehörte.
Mit Mrs Lock und ihren Eltern war sie in die Winkelgasse gegangen und hatte ihre Eltern ĂŒberredet, ihr BĂŒcher zu kaufen, die sie nicht nur gelesen, sondern aufgesogen hatte.
Wort fĂŒr Wort.
Geschichte der Zauberei, eine Geschichte von Hogwarts, Quidditch im Wandel der Zeit.
Auch in der Schule war alles anders geworden.
Mrs Lock hatte ihr verboten, ĂŒber irgendetwas zu sprechen, was mit der Welt der Magie zu tun hatte und sie hatte sich daran gehalten.
Doch das GlĂŒck und die Erwartungen hatten alle Sticheleien abprallen lassen, sie war sogar in der Lage, Jimmy von oben herab anzulĂ€cheln, da sie wusste, dass er sie nie wieder wĂŒrde anrĂŒhren können und dass die Zeit der Grundschule vorbei gehen wĂŒrde.
Und dann wĂŒrde sie nach Hogwarts gehen und mit Magiern leben.
Die sie verstehen und mögen wĂŒrden, ihre Freunde wĂ€ren.

Und nun das.
Sie wollte nichts riskieren, was zu einem Schulverweis fĂŒhren könnte und hielt sich an alle Regeln.
Sie glÀnzte im Unterricht. Alle sollten merken, dass sie es verdient hatte in Hogwarts zu sein.
Und sie war die Beste, obwohl sie keine Eltern hatte, die zaubern konnten.
Doch gemocht wurde sie nicht, Ron und Harry hatten es so gesagt, wie es war.
„Hermine? Bist du da drin?“
Es war Parvati, ihre MitschĂŒlerin.
„Lass mich allein“ schluchzte Hermine. Irgendwie hatten sich wieder PĂ€rchen ohne sie gebildet.
Harry und Ron, Parvati und Lavander, Dean und Seamus.
Nur Neville schien sie zu mögen.
Sie ĂŒberlegte. Die Gefahr, wegen eines Vergehens der Schule verwiesen zu werden, war gering.
Und eigentlich mochte sie Harry und sogar Ron.
Wenn es nur eine Möglichkeit gÀbe, ihnen zu helfen, ihre Freundschaft zu bekommen.
Ihre Versuche, im Unterricht zu helfen, waren erfolglos. Wie in der alten Schule hatte es zu sehr nach Besserwisserin geklungen.
Ich werde mich bemĂŒhen, nahm sie sich vor.
Und vielleicht wird dann alles wieder gut.
Sie hatte diesen Gedanken gerade zu Ende gedacht und wollte sich auf den Weg zum Festessen machen, als sie es hörte: Ein Klicken und ein Grunzen.
Sie öffnete die TĂŒr und schrie auf. Ein riesiger Troll stand vor ihr.
Es war ein Bergtroll, wie sie sofort erkannte.
Und das Klicken war von der TĂŒr gekommen. Sie saß in der Falle.
Doch da kamen Harry und Ron rein. „Hermine, lauf“
Sie konnte sich nicht bewegen. Entsetzt sah sie, wie Harry dem Troll auf den RĂŒcken sprang und Ron ihm seine eigene Keule auf den Kopf fallen ließ.
„Ist er .. tot?“
„Nur ko, glaube ich“
Da kamen die Lehrer. Jetzt sind wir dran, schoss es Hermine durch den Kopf. Aber fĂŒr etwas muss das Ganze ja gut sein.
„Es war meine schuld, Professor McGonagal.“
Meine ersten 5 Punkte, die ich abgezogen bekommen habe, dachte sie niedergeschlagen. Und doch ist es kein Beinbruch.
Zufriedener als es die Situation gerechtfertigt hĂ€tte, ging sie zum Gryffindor Turm zurĂŒck und wartete. Das Essen war nach oben geschickt worden und hungrig stand sie neben dem Eingang, bis Harry und Ron kamen.
Danke, sagten sie alle Drei und holte sich Teller.


Kontrolle und Vertrauen

10. Dezember 2015

Meine Stimmung schwankt stÀrker, seit Wochen habe ich ziemliche Hochs und ziemliche Tiefs.
Über Tage.
Und dennoch „lĂ€uft“ es und das ist gut.
Sowohl die Schule – irgendwie – und auch die Tests und VorstellungsgesprĂ€che.
Bisher hatte ich 3 Tests, zu 2 wurde ich bereits eingeladen.
Heute auch und danach schreibe ich Englisch.
Heute habe ich dann eine Einladung bekommen, wo 25 Azubis eingestellt werden.
An dem Tag des Tests ging es mir auch schlecht.
Wir sollten sogar ankreuzen, wie es uns geht „gut – mittel – schlecht“, aber ich habe gut angekreuzt, weil ich ja trotzdem funktionieren muss und möchte.
Es hilft mir, dass das funktioniert, dass ich trotz allem Leistung abrufen kann.
Egal ob mein Kopf vernebelt ist.
Das heißt, ich kann mir vertrauen.


GlĂŒck

2. Dezember 2015

Ich habe ein richtiges Hoch :huepf:
Der 3 stĂŒndige Einstellungstest lief ganz gut, ich habe aber noch keine RĂŒckmeldung bekommen.
DafĂŒr habe ich ein VorstellungsgesprĂ€ch, ganz ohne Test 🙂
Die Schule lÀuft auch bestens und heute haben wir Wirtschaft geschrieben.
Ich konnte mich wegen eines lĂ€ngeren Tiefs einfach nicht ausreichend vorbereiten und dachte „Diesmal verhaue ich es“
Aber ich kann mittlerweile doch in relativ kurzer Zeit viel lernen und habe dann heute morgen noch was wiederholt, eine Tabelle ĂŒber die Etappen der EuropĂ€ischen Integration. 6 Konferenzen mit Unterpunkten.
Es lief ganz gut und ich hoffe sooo sehr, dass ich die 14 Punkte gepackt habe :)
Der wollte in eigenen Worten Tendenzen der EuropÀischen Integration. Ich hab das gar nicht gerafft.
Und meinte, wir hÀtten doch nur diese Tabelle mit den 6 Konferenzen mit allem, was besprochen wurde.
Er: „Naja, nur so grob, das hat ja keiner komplett auswendig gelernt“
Ich: „Doch ich“ :uglylaugh:
Er: „Gut, dann schreiben Sie das“
Wieder meinen Ruf als Streberin bestÀtigt ;)

NĂ€chster Höhepunkt: Unsere Deutschlehrerin hat uns verraten, dass es in der Klausur um Dekadenz geht (lesen Tod in Venedig – Ă€tzendes Buch).
Was macht Stella?
Sie gibt „Dekadenz Tod in Venedig“ ein.
Was findet Stella?
Eine komplette Arbeit zu exakt diesem Thema ;)
Das brauch ich jetzt nur noch auswendig zu lernen :)

Jetzt höre ich beschwingt Britney Spears.
Habe ich Britney Spears gesagt??? Naaain, ich höre kein Britney Spears!!!

ÄCHT NICHT!!! :uglylaugh:

Gestern hatte ich so einen 3 Jahres RĂŒckblick und ich bin mal wieder freudig geschockt, dankbar und so.
Dankbar, dass ich so ein GlĂŒck hatte, dass ich zu Papa ziehen konnte.
Dankbar, dass mich die Schule hier so direkt genommen hat, obwohl seit 2 Wochen Unterricht war.
Dankbar, dass mein Vater mich unterstĂŒtzt und ich mich auf das gesĂŒnder werden und die Schule kĂŒmmern konnte, ohne die Ängste einer Lehre, bei schlechten Leistungen gekickt zu werden.
Dankbar, eine so fÀhige Therapeutin gefunden zu haben, mit der ich Traumata aufarbeiten konnte.
Dankbar ĂŒber die Lehrer und mein soziales Umfeld, auch in der Partei.
Diese Dinge halten mich auch in Krisen ĂŒber Wasser, weil mir der ehemalige Abgrund öfter noch so nah ist und sagt „Hey, wie wĂ€re es mit uns?“

Vor 3 Jahren war ich mindestens einmal die Woche in der chirurgischen Ambulanz, zum Teil 2 Stunden.
Vor 3 Jahren war mein körperlicher Zustand so schlecht, dass ich immer bleiben musste und nach der Versorgung nicht heim konte.
Vor 3 Jahren bin ich auf dem Heimweg umgekippt und mit 35° in das Krankenhaus gekommen, wo ich eine halbe Stunde zuvor genÀht wurde.
Vor 3 Jahren hÀtte niemand, der hÀufig mit mir zu tun hatte, gedacht, dass ich es schaffen könnte, inklusive mir.
Und vor 3 Jahren habe ich meinen absoluten Lebenswillen entdeckt, der mich jede Krise ohne RĂŒckfall ĂŒberstehen lĂ€sst.
Vor 3 Jahren wollte ich leben, nicht nur ĂŒberleben. Ich hatte ZukunftsplĂ€ne, und ich habe an mich geglaubt.
Und jetzt sitze ich hier, bin Klassenbeste, habe Chancen auf einen 1,6 Abischnitt und meine LebensqualitĂ€t ist hoch. Das wird mir umso deutlicher, wenn ich wieder eine Krise ĂŒberstanden habe.