20. September

20. September 2015

:wink:
Habe gerade so 15 Mails bekommen, weil 15 Beiträge geliked wurden. Da bin ich dann mal wieder auf den gestoßen https://stellinchen.wordpress.com/2013/ … der-nicht/
Ich hatte den schon wieder vergessen, dennoch stellen sich mir nach wie vor die Haare auf, bzgl. Marinas Expertenwissen :rolleyes:
Die armen Patienten…

Heute ist Papa gefahren :traenchen:
Hab dann irgendwie .. 3? Stunden mit einer Freundin telefoniert und Elefanten Witze ausgetauscht :roflmao:
Und GNTM geschaut, gechattet, joa :)

Am Freitag bin ich zu einem Anti Nazi Bündnis gefahren und im Zug einer Familie mit 4 Kindern begegnet, 3 Jungs und der 3jährige hat sich total in mich verliebt und wollte unbedingt, dass ich ihn besuche ;) :herz:

Schule war auch gut, konnte in Bio das abspulen, was wir die letzten 2 Wochen gelernt haben, Reiz, Nerven, Natrium-Kalium-ATP.
Geschichte Wannsee Konferenz, das geht. Da drehe ich nicht so durch, gerade weil diese Protokolle geschrieben sind, als ginge es ausschließlich um ein Mathematisches-/Logistisches Problem und nicht um die Massenermordung von Menschen.
Das Textverständnis der anderen ist so heftig schlecht, meine Eltern schätzen meines auch als Durchschnitt ein, und die anderen :ka:
Die haben das gar nicht verstanden, Sätz wie „Juden werden evakuiert“ – was bedeutet das denn?
Oder „straßenbauend eingesetzt, bis der Großteil an natürlicher Verminderung ausfällt, danach werde man sich entsprechend um den widerstandsfähigen Teil kümmern.
Gruselig.
Mathe war auch sehr gut, war wieder 4 Stunden lang konzentriert und es hat super geklappt. :)

Morgen ist keine Schule :(
Okay, nur Deutsch, aber .. egal.
Was gibt es noch?

Thera war richtig gut.
Sie hat den Traum und meine Krise eigentlich als gesunde Reaktion angesehen und ich muss sagen: Da ist was dran.
Sie meinte, das 24 Stunden EKG hätte mir vor Augen geführt, was ich früher bzgl Intox so gemacht habe und wie knapp das oft war.
Dass im Traum der worst case mit Herzstillstand eingetreten sei. Und ich ja nie sterben wollte.
Damit hat sie es komplett auf den Punkt getroffen.
Luisa hatte mal einen Herzstillstand und musste Reanimiert werden. Wir wären beide öfter fast mal draufgegangen.
Seit der Thera und der Erklärung geht es mir echt besser.
Es ist eine Form von Vergangenheitsaufarbeitung.Eine Schule für Krankenpflege hat geschrieben, ich sei in der engeren Auswahl und man würde sich melden :)
Glaube zwar irgendwie, dass sie das allen schreiben, aber ich freue mich trotzdem :)


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In der 13

8. September 2015

Hallo ihr Lieben, :wink:

da bin ich mal wieder :)
Gestern war der erste Schultag. 13. Klasse :head:
Meine Ferien waren sehr schön und erholsam.

Gott, ich bin ja sooo gut, habe heute über 2 Stunden Wirtschaft und Deutsch gemacht.
Gestern Mittag hatte ich TROTZ Germanys next Topmodel so große Langeweile, dass ich mich als Krankenschwester bei Helios und bei der Stadt als MFA beworben habe.
Insgesamt habe ich nun 4 Bewerbungen am Laufen, unter anderem sogar als Verwaltungsfachangestellte.
Bei der Bewerbung war keine Mailadresse angegeben, dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich mein Realschulzeugnis und das erste der Berufsschule zur Erzieherin verloren habe.
Da das Glück mit den Saublöden ist, konnte ich die Bewerbung für Verwaltung dann doch auch online schicken.

Ja, gestern hatte ich 4 Stunden Deutsch. (Habe ich schon erwähnt, dass ich Deutsch HASSE und dann auch noch VIER STUNDEN!?)
Naja – immer positiv denken, dafür muss ich es auch nur 1x die Woche ertragen.
Sonst hat sich unser Stundenplan etwas verbessert.
Früher hatten wir echt jeden Tag ein Fach 4 Stunden am Stück. Samstag Horrortag mit Englisch und Mathe.
Jetzt haben wir immerhin Geschichte und Bio in 2x 2 Stunden gesplittet.
Das übelste ist aber am Samstag die letzten 4 Stunden Mathe.
Dabei hatte er uns versprochen, dass es nicht Samstag und nicht 4 Stunden sind.
Egal.
Zum erfreulichen: Wir sind nur noch NEUN in der Klasse :)
In 7 Monaten ist das Deutsch Abi. Das heißt, ich muss mich nur noch 6 Monate zusammenreißen und mit sehr viel Glück bekomme ich dann auch direkt einen Studienplatz.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ;)

Ansonsten war ich beim Kardiologen, da Schmerzen in der Brust. Hintergrund ist, dass ich mich ernsthaft 5 Jahre lang immer wieder übelst mit Medikamenten intoxikiert habe, die für sichgenommen schon das Herz schädigen, wenn man sie überdosiert.
Hatte regelmäßig Verzögerungen im Q T Intervall und einen Ruhepuls von 180.
Ich hatte ein 24 stunden EKG und währenddessen auch diese Schmerzen. Das EKG war total unauffällig, Glück gehabt :)
Ich gehe im Oktober nochmal hin für eine Untersuchung und da frage ich den mal. Weil ich sonst nicht weiß, wer mir sagen kann, womit ich rechnen muss, was Spätfolgen angeht.

So, dann bis bald :wink:

LG, Stella


Flashbacks

6. Februar 2015

flashbacks sind stärker zur Zeit.
Auslöser sind minimal..

Ich bin 12 und schaue bei Schloss Einstein, wie Twicky sich ritzt. Ich tue es ihr nach, bin fasziniert von dieser körperlichen Erfahrung. Bleibe dabei.
Ich bin 12 und sitze im T-Shirt in Sport neben der Lehrerin. Mein Kopf ist vernebelt vor Schmerzen, weil ich mir beim Sturz das Handgelenk gebrochen habe.
„Was ist das?“ fragt die Lehrerin, die ich fürchten und lieben werde.

Ich bin 15 und mache mein Schulpraktikum in der Buchhandlung. In der Mittagspause verletze ich mich daheim und gehe dann wieder zurück.
Ich trage einen Pulli, in dem man ohne Anstrengung sofort schwitzt und dessen Nähte extrem schief stehen.

Ich bin 18, in der Erzieherlehre. Die Kinder sind noch nicht da und mein Pullover wird blutig, der Schorf muss sich gelöst haben.
Ich wasche es unter fließendem Wasser aus und bleibe die erste Stunde mit nassem Ärmel.

Ich bin 18 und habe mich mit Luisa intoxikiert. Mein Mund ist trocken. Ich halluziniere und unterhalte mich nonstop mit Menschen, die es nicht gibt.
Ich kann es nicht unterscheiden. Wir sehen uns im Kino Wickie an und ich muss ständig aufs Klo. Es sind hundert Stufen, jedes Mal und ich rede mit Luisa, die nichts sagt. Sie stützt mich, weil das Zentrale Nervensystem durch die Medikamente so beeinträchtigt wird, dass ich schlecht laufen kann.
Auf der Treppe sage ich einem Mann, der am Geländer steht „Es tut mir leid, ich brauche das Geländer“
Luisa begleitet mich ins Wohnheim. Ich mache mir sorgen, meine Halluzinationen könnten auffallen, wenn ich Leuten antworte, die nichts gesagt haben. So vereinbaren wir, dass nur sie redet, wenn ich angesprochen werde.

Ich liege im Rettungswagen, eine Verletzung ist nach 3 Monaten fast zu. Der Assistent sagt etwas darüber und die Assistentin sagt „Jaja, Borderliner“
Ihre Stimme wird mir monatelang nicht aus dem Ohr gehen und sie beschämt mich.
Ich bekomme einen Krampfanfall.

Ich bin 24 und sitze in der Schule. ETA Hoffmann schrieb meistens Nachts, wenn er getrunken hatte.
Alkohol.
Ich bin 18 und liege intoxikiert in meinem Zimmer im Wohnheim. Das Licht ist warm, die Schneeman Lampe brennt, die so sehr Symbol für die Vergiftungen, die Halluzinationen und das Elend wird, dass ich sie seither nicht mehr sehen möchte.
Ich bin 24 und habe größte Mühe, „da“ zu bleiben. Ich fühle mich verwirrt und ängstlich, schreckhaft. „Hier stimmt was nicht!“ warnt der Kopf, oder das Gefühl?
Ich bin 18.24,18.
Es ist vorbei, Stella, doch das Gefühl.. Es betrügt mich?

Ich spüre meinen Körper nicht, fahre zum Bahnhof. Der kalte Wind schmerzt und auch nicht.
Ich stehe am Bahnhof, der Zug hat Verspätung. Ich stehe im Wind, alle anderen sind in der warmen Halle.
Ich ziehe meine Jacke aus. Mein ehemaliger Lehrer kommt. Ob ich Hilfe brauche.
Ich habe das manchmal.
Ein Betrunkener stürzt. Nichts wirkt so schnell und effektiv wie das Gefühl, etwas tun zu können. Ich gehe zu ihm, kümmere mich.
Polizisten, die eh rumstehen sagen, der Rettungsdienst wollte ihn nicht mitnehmen.
Ich sage, es ist zu kalt und zu gefährlich, als dass man ihn liegen lassen könnte.
Es kann nicht sein, dass er erst ins Auto laufen muss. Sie nehmen ihn mit.

Ich bin Stella, 24. Ohne Schneemann Lampe. Und verwirrt.


30. Mai

30. Mai 2014

Die Schule läuft weiterhin weitestgehend gut.
Und auch familiär ist alles okay. Ich hatte keinen Selbstverletzungs oder Intoxrückfall und bin noch immer in Therapie.
Alle zwei Wochen.
Wir sprechen über aktuelle Themen, die Schule, Politisches.
Alles geht seinen Gang.
Und auch nicht.
Die innere Mauer, den Stein des Traumas, trage ich weiterhin täglich in mir. Oft ist er nicht spürbbar, oder ich kann ihn während des Aktionismus verdrängen. Spürbar wird er in banal scheinenden Situationen.
Das Lesen von Texten in der Schule, in der Gewalt dargestellt wird. Schreiende Männer, Kinder. Schreiende und verängstigte Charaktere in irgendwelchen Filmen.
Dann kippe ich weg. Werde starr, falle in die Regression. Wenn es gut läuft.
Wenn es schlecht läuft kommen alte Gedanken und Gefühle hoch. Ich verstehe und begreife dann nicht mehr, dass ich 23 Jahre alt bin. Der Kopf weiß es, aber die Innenwelt stimmt nicht mehr und auch die äußere wird verzerrt. Als ich meinen allerbesten Freund Michael besucht habe, konnte ich ihm eine schlimme Situation erzählen.
Mit vielen Stockungen, aber es ging. Weil er mich so fest umarmt hat, dass sogar ich mich noch spüren konnte und mich somit hier hielt. Ich dachte, ich hätte diese Situation überwunden. Am Montag erzählte ich sie der Thera.

Es wieder besonders schlimm. Ich fühlte mich wie konserviert, gefangen in dem früheren Körper. Die ganze Zeit kommentierte die innere Stimme „Ich kann nicht fassen, dass du noch immer in dieser verdammten Welt rumhängst!
Hättest du dir bei deinen Suizidversuchen nicht ein bisschen mehr Mühe geben können?
Mann, jetzt bist du 23, der ganze Scheißdreck hätte doch vor 5 Jahren längst beendet sein sollen.
Was machen wir denn jetzt?“

Ich ging in die Schule mit den ganzen eigentlich vertrauten Sachen und hasste alles.
Alles ödete und nervte mich an, ständig musste ich mich beherrschen nicht einfach irgendwo runterzuspringen, oder mich extrem zu intoxikieren, mit offenem Ende.
Ich schaffte den Bezug hierher kaum. Dachte „Hey, du hattest doch diese wahnsinnig schönen Tage“ aber es blieb nichts und verhallte nach irgendwohin.
Dennoch hat mich diese andere Kopfstimme davon abhalten können, wirklichen Mist zu bauen…
Die Thera sagte, wir bräuchten über diese Themen nicht zu reden.
Aber mir ist mittlerweile klar, dass ich daran nicht vorbei komme.
Ich bin seit 10 Jahren immer wieder in Therapie, ohne das sich innerlich großartig etwas verbessert hat. Am Montag war es mir nicht so bewusst. Ich war komplett verwirrt und habe mich gefragt, wie ich weitermachen soll.
Zum quatschen brauche ich nicht zu einer Therapeutin zu gehen, dazu habe ich andere.
Außerdem ist das ja auf Dauer auch kein Zustand.
Auch sie wusste nicht, was der Weg wäre.
Ich sagte, muss ich daran gehen oder nicht?
Werde ich irgendwann alleine damit leben können?
Wird eine Art von Gewöhnung eintreten?
Auch sie wusste es nicht. Sagte, dass solche Grauen und Schrecken manchmal auch besser irgendwo aufbewahrt würden und man sich an sie gewöhnen könne. Aber dass sie auch nicht wüsste, was für mich gut wäre.
Ich sehe es nun klarer. Ich bin traumatisiert und werde das ohne Hilfe nie im Leben dauerhaft und gut in den Griff bekommen.
Was ich brauche ist wirklich eine Fachfrau/ ein Fachmann, der mir sagt, wie es geht.
Wie man Traumata vernünftig aufarbeitet um eines Tages wirklich Ruhe zu haben und es abhaken zu können.
Ich habe mich im Kopf damit abgefunden, schlimmes erlitten zu haben. Aber der Körper nicht. Er versteht nicht, dass es vorbei ist, und das ist der Knackpunkt.
Die Thera ist Borderline Expertin, aber ich habe kein Borderlineproblem als Kern. Wir haben es versucht, schwierige Themen anzusprechen, aber das kam immer von mir. Ich kippte immer weg und der restliche Tag war im Eimer, manchmal auch mehrere.
An den Inhalt kann ich mich sowieso nicht mehr erinnern. Aber ich weiß, dass es nicht mal die „richtig schlimmen“ Sachen waren.

Ich werde die Thera das nächste Mal wegen Traumabearbeitung ausfragen.
Ich habe einige Dinge, um wieder ins hier und jetzt zu kommen. Aber häufig vergesse ich dann eh wieder, was gesprochen wurde.
Ich weiß nur, die Themen waren „irgendwie gefährlich für meine innere Sicherheit – also weg damit!“

Ich war am Tag danach noch/wieder? so verwirrt, ich hatte Medis in der Tasche und hätte die fast genommen.
Nur 10, aber trotzdem…
Ich wollte unbedingt die Mathearbeit mitschreiben. Also habe ich eine Schlaftablette vor der Schule genommen. Es hat mich nicht umgehauen, ich habe die Wirkung gar nicht gespürt.
Obwohl zum schlafen sonst eine Halbe reicht :kopfkratz:
Nach den ersten Doppelstunden ging es dann wieder, weil ich während einem Film präventiv raus bin und zufällig 2 Mädels in der Abivorbereitung helfen konnte.
Das hat mich geerdet.
Die Mathearbeit war genial.. Ich glaube, ich könnte tatsächlich eine 1 bekommen :oeh:
Ich habe kaum etwas falsch :huepf:


30. Januar

30. Januar 2014

Ein Jahr.

Gleichzeitig sehr intensive Erinnerungen. Gestern „Um diese Zeit lag ich auf der Liege, da bin ich mal wieder weggekippt, da zu mir gekommen, Infusionen.
Der Arzt „Stella, ich hab mit der Psych gesprochen. Fühlst du dich jetzt angepisst? Über deinen Kopf hinweggesetzt?“
Dann jetzt um die Zeit, die Götterärztin bei mir, ihre kalte Hand, Chiara und der Oberarzt „Jede Verletzung kann zur Zeit die letzte sein“

Ein Jahr.

Vorhin war ich total mies drauf. Dachte an ne Intox „Nur heute, ist doch egal“
und die gesunde Seite „Nein!“ und wieder die Kranke verzweifelt/sauer „Was bleibt mir denn dann noch?“

Das Leben.


-.-

19. November 2013

Liebes Tagebuch,

ich glaube, ich hab ne Krise.
Wie jetzt!? Du!? Komisch! Hattest du ja noch nie!? :uglylaugh: :rolleyes:
Ich fühle mich wie ein zwischenmenschliches Monster.
Missgünstig bis zum geht-nicht-mehr, gereizt, klammernd, aggressiv.
Nette Mischung.
Nicht.
Nadja treibt mich noch in den absoluten Wahnsinn, ich helfe ihr in Mathe mit dem was ich kann und das ist ja weiß Gott nicht viel.
Sie sagt immer „Kann ich mir merken“, aber sie kann es nicht.
Dann sag ich: Schreibs auf – Sie „Nee, nicht in meine Unterlagen rein“
Und dann wiederhole ich 100 Mal die gestörten Formeln.
Vor der letzten Mathearbeit hat sie mich auch zur Verzweiflung gebracht und sie hatte die 2 und ich die 3.
Ich bin so unfair und ungeduldig, aber ich kann es nicht ändern.
„Jeder“ ist besser in der Schule als ich (gefühlt) und hat dabei nur 1/3 an Aufwand.
Irina hat so viele Fehlzeiten, dass sie mündlich gar nicht benotet werden kann und ist schriftlich besser als ich.
Ich werte die Leute ab ohne Ende, könnte jedes Mal kotzen, wenn ich die sehe und meine äußere Geduld zerfetzt mich innerlich.
Ich habe permanente Suizidgedanken und plane unfreiwillig, wann ich mich wie intoxikieren könnte, dass ich am Samstag Mathe mitschreiben kann, bzw. wie ich es so aussehen lasse, dass man die Intox eben nicht gleich riecht.
Der dämliche Psychiater hat mir ein „super harmloses Beruhigungsmittel“ verschrieben, allerdings den Aspekt der erhöhten Suizidgefahr nicht erwähnt.
Ich denke dann direkt, es ist ihm egal.
Diese Medis lösen Ohnmacht aus, in der Überdosierung. Erinnert mich an vor 2 Jahre, wo mir Kerstin diese Tabletten gegeben hat, weil ich unbedingt mal ohnmächtig sein wollte.
Geklappt hats nicht, also müsste ich 20-30 nehmen.
verfluchte, verfickte scheiße.

DAS geht gerade in meinem Kopf ab.
Ach ja – und natürlich f(x)=ax²+bx+c :wall: :wall: :wall: :wall: :wall: S


I remember

4. Oktober 2013

Es wird kälter und die ganzen Absturz-Bilder werden präsenter und schwieriger. Ich habe das Gefühl, ich bin allgemein leicht zu traumatisieren, weil ich mich an alles Intensive sehr bildlich wieder erinnern kann.
Egal was, einmal im Sommer saß ich mit einer im Auto und hatte plötzlich das Bild von meiner Mutter vor mir, wie sie beim fahren im Sommer aussieht. Ich konnte ihre Sommersprossen auf der weißen Haut vor mir sehen und hatte den Geruch vom alten Auto in der Nase.
Das, obwohl es nichts besonderes war. Aber bei schlimmen Sachen macht mir das sagenhaft zu schaffen, ich habe auch Körpererinnerungen, wie es sich angefühlt hat, auf dieser RTW Trage, als es kalt war. Die Bewegung im liegen, mit den Füßen vorraus aus dem RTW.
Das Gefühl der Hoffnungslosigkeit vereinnahmt mich dann.
Diese laufen mit dem Gedanken „Denk nicht nach, tu es einfach“, wenn ich mal wieder Klingen gekauft habe, wie ein Roboter, es getan habe und dann ähnlich stumpf in die Ambulanz ging.
Durch die Kältte.
Die Warterei, das auf und ab gehen in den Gängen.
Ich nahm mir Bücher mit, Schulunterlagen, für die Wartezeit, um nicht durchzudrehen.
Irgendwann ging es dann nicht mehr und ich saß da wie ein Schaf auf dem Weg zur Schlachtbank.
Stumpfsinnig.
Wer hat Dienst, warum sitze ich zum x ten Mal schon wieder hier rum, warum bekomme ich das nicht unter Kontrolle.

Es fühlt sich an, als würde die Kontrolle mir entgleiten, so wie damals, im letzten Winter.
Auf dem Heimweg, jeden Abend, komme ich hier an der Apotheke vorbei.
Ich schaue jeden Tag nach, ob sie Notdienst hat.
Denke „Stella, heute hat sie Dienst, pass auf dich auf, in der Schule und sorge dafür, dass du heil daran vorbei kommst ohne 40-60 Tabletten zu kaufen.“
Bloß um zu vermeiden, dass mich die Bereitschaft überrascht und ich impulsiv aus dem Gefühl heraus Mist baue.
Das ist nervig und zehrt.
Heute hat sie Dienst. Stella, wir gehen VORBEI!