MDK

18. April 2015

MDK war gut.
Die war ganz nett. Meinte, dass meine Beine aussehen wie die eines Zebras und wenn ich ihre Tochter wäre, würde sie mich bei der Korrektur unterstützen.
Und mir vom Medizinstudium abraten.
Okay, egal.
Was dafür spricht:
– Ich erscheine stabil
– Es ist stigmatisierend

Dagegen:
– Ich bin in Therapie
– Ich habe keine Funktionsbeeinträchtigung

Ich sagte, Frauen nach Brustamputationen hätten ja auch keine Funktionsbeeinträchtigung und bekämen den kosmetischen Eingriff – ich bin gespannt.

Deutsch: 11 Punkte, Klassenbeste.
Mann, es ist so verdammt angnehm, in einer Woche zweimal Klassenbeste zu sein.
Da ist es auch fast egal, dass es „nur“ 11 Punkte sind :rolleyes:
Geltungsdrang?

Mathe war ganz okay, also 5 Punkte habe ich sicher, der Rest mal sehen.

Fressanfälle wieder.
Gestern ist Papa arbeiten gegangen und kommt am Di wieder.
Ich hab meine Tage, da ist mein ganzes Leben grundsätzlich noch hysterischer und tragischer.
Mir ging es sooo mies, gestern.
Hätte mich am liebsten zugedröhnt und geschlafen. Das wollte ich aber nicht, weil ich noch raus musste.
Ich habe überlegt, La Traviata zu hören um losheulen zu können.
Das war aber gar nicht nötig.
Ich habe über alles hysterisch gelacht, bis ich dann endlich einen richtigen Heulanfall bekam, währenddessen ich noch lachte.
Papa tröstete mich „Oooch, Stelli, ist doch nur bis Dienstag.“
Aber das sind die Hormone.
Nach ein paar Minuten ging es wieder – mann, hatte sich da wieder was angestaut.
Danach war ich wieder gechillt, heulen tut so unfassbar gut!
Wenn ich bedenke, dass ich dieses Ventil früher nicht hatte, schaudert es mich bei dem Gedanken, wie meine Haut früher nach so einer mörder Anspannung ausgesehen hat.


Schule, Gesundheit und Co

25. Januar 2015

Habe meiner Nachbarin ein Kuschelkissen geschenkt.
Ich hätte es wegwerfen müssen. Im Moment foltern mich die Milben sowas von -.-
Mein Verbrauch an Taschentüchern ist so hoch, mittlerweile friere ich mein Kopfkissen öfter ein, alle paar Tage, das hilft ein wenig.

Therapie gehabt.
Es war richtig gut. Habe von diesem Innenkind erzählt und ob ich das jemals so loswerde, dass dieser unerträgliche Schmerz weg geht.
Nachdem wir von Berlin zurück kamen, bin ich innerlich mega durchgedreht, weil ich alleine in die Schule musste.
Ich fühlte mich verlassen, hilflos und verängstigt.
Ich schrieb Michael „Ich hab keinen Papa mehr :heul:
So fühlte es sich an, ein kleines vergessenes Kind, mutterseelenallein. Er schrieb, beruhigte mich. Ich wisse, es gehe vorbei.
Ja, schrieb ich, ich weiß auch nicht, was gerade abgeht. Ich weiß nur, dass es unerträglich schmerzt.
Das hielt wieder ein paar Tage, sich verloren fühlen, allein in dieser großen Welt, überfordert.
Lag viel im Bett, tat nichts.
Ist wieder besser geworden. Mich zieht dieses Wetter halt so runter.

Ihr von früher erzählt, die Jahre zwischen 18-22, welche die Schlimmsten waren.
Wie weit mir das nun sei?
Ich zeigte neben mich, eine Armeslänge. Sie sagte, sie stelle sich das eher als Baum vor.
Die Regression als Rückfall in die tiefsten Wurzeln hinein.
Ich mochte dieses Bild.

Habe nun alle Noten und nun doch nicht Schnitt von 1,7 sondern 1,8.
Mann, ich habe ich Deutsch NEUN Punkte geschrieben. Eigentlich 10, aber wegen massenhaft Zeichensetzung -1.
Das passiert mir sonst nie.
13 Punkte mündlich und somit 11 gesamt. Ich war echt stinkig, hätte sie mir 14 gegeben, wären es noch die 12.
Die erwartet zu viel.
Zur Abwechslung mal wieder geheult, zum Glück erst nach der Schule.
Festgestellt, dass ich Mathe als LK nehmen muss. Heute schon stundenlang gerechnet, bis es dann nicht mehr ging, hat was gebracht.
Ich bin einfach so grottig in Rekonstruktionen :buhu:
Und von morgen bis Freitag muss ich arbeiten, werde ich auch nicht so großartig zum Lernen kommen.

Bei dem Chirurgen gewesen, richtig gut.
Er meinte, er schätzt die Chancen der Kostenübernahme auf 50:50
Sonst pro Arm/Bein zwischen 1000-2,5.
Erfreut festgestellt, dass ich das Geld für den Arm schon hätte.
Es wären zwei Termine pro Arm/Bein.
Vom Unterarm sind es ungefähr 10 cm in der Länge, da würde der das in der Breite von 2 cm rausschneiden und vernähen.
Verschiebeplastik, wie Papa schon vermutet hat.
Der fand das lustig, dass ich im Fachjargon geredet habe ^^
Sowas wie Intrakutannaht, Plexus und so. Er ist aber auch ein extrem angenehmer Mensch!
auf seinem Schreibtisch lagen Akten mit lesbarem Adresskopf und ich meinte, ich würde das umdrehen.
Er meinte „Ach Gott, Sie haben vollkommen recht, ich hoffe, Sie kennen die nicht?“
Und ich, dass ich es nicht gelesen hätte. Er fand mich aufgeweckt ;)
Der würde quasi beim ersten Mal jede zweite Narbe ausschneiden und vernähen, damit die Spannung nicht zu groß wird.
Und nach 6-12 Monaten den Rest.
Wenn der Brief von ihm kommt, gehe ich damit mal zur Krankenkasse und hoffe.

Sonst brenne ich gerade DVDs. Meine externe Festplatte ist nämlich voll, da kann ich keine Sicherungen mehr machen.


6 Monate später

24. Dezember 2014

Hallooo ihr Lieben,

nachdem ich jetzt 6 Monate nicht geschrieben habe, muss ich jetzt mal einiges erzählen. 🙂
Ich bin in der 12. Klasse und in 4 Wochen gibt es schon das Erste der 4 letzten Schulzeugnisse.
Die ersten 4 Wochen nach den Sommerferien wollten gar nicht vergehen, danach ging es aber schnell und jetzt ist schon wieder Weihnachten.
Sehr erfreulich.
Im September habe ich eine Stellenanzeige gelesen als Pflegehelfer im Altersheim.
Ich habe mich beworben, mit 10 anderen auf eine Stelle.
Meine Mitschülerin und ich haben dann die Zusage bekommen.
Hat mich überrascht, da nur Eine ausgeschrieben war, hat aber auf jeden Fall Vorteile, wenn man sich austauschen kann.
Es ging aber erst ab November los, und nun bin ich auch schon den zweiten Monat dort.
Es gefällt mir ganz gut, ich mache hauptsächlich Grundpflege bei den Bewohnern, Essen reichen, sowas halt.
Es sind schon lange Tage. Ich muss um 5 Uhr aufstehen, um 7 Uhr bin ich auf der Arbeit, bis 13 Uhr und dann abends noch Schule.
Manchmal schlafe ich mittags dann auch.
Der Effekt, wegen der Arbeit motivierter in der Schule zu sein, hat sich eingestellt.
Ich bin jetzt noch etwas fleißiger und das Beste ist: Es zahlt sich fast immer aus.
Außer in Bio, aber das ist ein anderes Thema.
Bis auf Englisch bekomme ich in jedem Fach (also den anderen 5 😉 ) eine 2 oder besser.
In Geschichte bekomme ich im Zeugnis 13 Punkte und in Wirtschaft auch oder besser.

Die Klassenkonferenz ist aufgrund der unglaublichen Fehlzeiten darin übereingekommen, nun auch eine 3-Tage-Regelung einzuführen, was Entschuldigungen angeht.
Respekt, das hat sonst keiner ^^
Mich betrifft das eh nicht, ich war immer da.
Auch an Klausuren fehlen immer die selben und die sind es dann auch, die sich über schlechte Noten und Lehrer beschweren 😉
Nun aber zu Bio:
Krass!!!
In der ersten Klausur war der Schnitt 4 Punkte und zwei andere und ich waren mit 8 Punkten die Besten.
Die zweite Arbeit fand ich total leicht. Als er sie zurück gab war der Schnitt 3,5 Punkte und zweimal 9 Punkte als bestes Ergebnis und 7x 0 Punkte.
Ich dachte, okay, 9 Punkte ist nicht gut, aber passt noch.
Ich war so überzeugt davon, die zu haben, dass ich ziemlich die Fassung verlor, als ich sie bekam.
6 Punkte.
Ich ging erstmal raus und heulte. Wurde dann von einer ganz entzückenden Schulkameradin getröstet, die im Sommer erst angefangen hat.
Der Lehrer hat für Kleinigkeiten echt viele Punkte abgezogen. Darüber habe ich dann mit dem diskutiert und nochmal raus zum heulen.
Naja, jetzt heißt es halt: Noch mehr lernen und nach vorn schauen.
Schlechter kann es eigentlich nicht mehr werden 😉
Da ich mündlich 13 Punkte bekomme, werde ich zum Glück grade noch so die 10 Punkte im Zeugnis schaffen.
In Englisch wohl nicht, da war die erste Arbeit auch 8 Punkte, wenn ich jetzt in der zweiten die 7 geschafft habe, kann es noch klappen, aber da habe ich ziemliche Zweifel.

Thema Krankheit:
Rückfallfrei!
Unfassbar eigentlich, aber wahr.
Krisen: Einige, zum Teil auch abartige, aber überstanden.
Therapie: Selten, klappt gut.

Im Job darf ich bis auf über 600 Euro kommen, steuerfrei. Stundenlohn ist mit 9,20 Euro echt gut, kann ich mich nicht beschweren.
Ich spare das Geld für eine Narbenkorrektur. Habe zu zwei Praxen/Klinik Kontakt aufgenommen, Fachärzte für plastische und ästhetische Chirurgie.
Die Vorgespräche kosten 30 bzw. 50 Euro, seitdem habe ich mich nicht mehr gemeldet.
Irgendwann mache ich das aber.
Wenn ich finanziell mal besser dastehe, also in ein paar Monaten, kann ich das noch machen.
Eilt ja nicht.
Ziel ist aber, zum Abitur den Arm korrigiert zu haben. Es ist für mich auch wichtig, das selbst zu bezahlen, dafür arbeiten zu gehen, nachdem ich ein Jahrzehnt alles gegen mich gerichtet habe.
Etwas für mich tun, Geld in mich zu investieren.

Ja, das ist so der neueste Stand.
Ich wünsche euch ein schönes Weihnachten, eine gute Zeit bis zum Ende des Jahres und einen guten Rutsch ins Jahr 2015!


14. August

14. August 2014

Ich habe noch fast 4 Wochen Sommerferien und bin seit 2 ½ Wochen bei meiner Mutter.
Es läuft ganz gut. Innerhalb der ersten 3 Tage habe ich direkt die Vollkrise bekommen, weil alles schien wie früher.
Ständiges Gemäkel an mir. Ich hab das angesprochen und seither ist es wieder gut.
Ich sagte, wenn das so weiter ginge, würde ich einfach wieder fahren. Dass ich Ferien hätte und meine Kraft nicht damit verschwenden würde, mich mit ihren grundlosen Horrorvorstellungen bezüglich meiner Zukunft auseinanderzusetzen.
Es ging um meine Essmanieren, woraus sie schloss, dass es mit Hygiene bei mir ja nicht sehr weit her sei und ich darum im Krankenhaus mal riiiesige Schwierigkeiten bekäme.
Ja, ich habe mit den Fingern gegessen :p :rolleyes:
Dann erzählte ich, ich wolle meine Narben korrigieren lassen. Ich würde der vorschlagen, dass auszuschneiden und in der Haut zu vernähen, sodass man von außen keine Fäden sehen würde. Weil man sonst die Einstiche der Nadel als Punkte sieht.

Da meinte sie, im Pflegepraktikum solle ich das bloooß nicht „raushängen lassen, dass ich alles besser wüsste“
Ich sagte, es hieße nicht umsonst, dass chronisch Kranke häufig besser Bescheid wüssten, als außenstehende oder Krankenhauspersonal.
Was speziell einem selbst hilft.
Und was nähen angeht halte ich mich eindeutig für meine eigene Expertin, weil ich weiß, wie meine Haut heilt etc.

Mich hat das so tierisch aufgeregt, weil ich durch die bisherigen beruflichen Misserfolge so anfällig bin, monstermäßig Angst zu bekommen.
Sie suggeriert stets „Stella, am Besten, ich erziehe dich noch 10 Jahre, DANN könntest du beruflich Erfolg haben.“
Und ich kann ja schlecht was sagen O.o
Ich werde dann eher wütend und gifte sie an, dass sie übertreibt, dass sie mich in ein Nervenbündel verwandelt mit diesen Ankündigungen und es einfach LASSEN soll.

Und ihr absolutes Totschlagargument ist dann stets ein theatralisches „Stella, du bist mein Kind, ich will nur dein Bestes und werde noch auf dem TOTENBETT an deine Zukunft denken“
Kein Witz – das ist O-Ton meine Mutter.

Ich hatte in der Beratungsstelle noch mit Catharina geredet und sie meinte, meine Mutter könnte wohl einfach nicht loslassen.
„Wovor soll sie dich denn retten, Stella? Was ist ihr Worst-case, wenn sie nicht noch krampfhaft versucht, deine Zukunft retten zu wollen?“
„Keine Ahnung“
„Na eben. Du hast einen Schnitt von 1,7, bist weitestgehend stabil, WAS will sie mehr?“
Sie glaubt, ich wäre noch so ihr Lebensinhalt. Da ist schwer was dran. Nicht ganz unbegründet, nach den Jahren der Krankheit, aber naja.
Papa kapiert das viel eher, wenn sich was verändert.

An dem 3. Tag habe ich dann jedenfalls gesagt, es müsste anders gehen, wenn ich schon mal da wäre. Sonst würde ich mir das nervlich einfach nicht mehr antun, und nur noch zu ihrem Geburtstag und Weihnachten kommen.
Das hat dann gesessen. Wir haben vereinbart „Stop“ zu sagen, wenn eine von uns genug hat.
Sie meinte zwar, Familie wäre dazu da, dass man sich auch ungefragt die Meinung sagt, aber, äh NEIN!
Dass sie das bei Sara auch täte, aber ich bin nicht Sara. Und Sara hat auch nicht so ein schwankendes Selbstbild.

In Bayern waren wir dann auch noch. Mal wieder festgestellt, dass ich ein wesentlich dickeres Fell gegen Sara brauche.
Ich finde sie ätzend nervig zum Teil.
Sie mischt sich STÄNDIG in irgendwelche Diskussionen ein, meckert mich ständig an und das sogar vor den Verwandten :(
Glaube nicht, dass sie das je lernen wird. Ich denke dann immer „Meine Kinder werden das nicht machen!“

Bis jetzt habe ich an fast jedem Ferientag was für die Schule gemacht, Mathe, Englisch oder Geschichte.
Mein Kumpel hat mir ein Geschichtsbuch geliehen und ich habe die Daten vom ersten Weltkrieg bis zur Weimarer Republik auf Vokabelkärtchen geschrieben und gelernt.
Ich war richtig glücklich, wie leicht mir das im Kopf bleibt :)
Vor Englisch drücke ich mich :/
Ich habe mir bei REWE 500 Vokabelkärtchen mit Beispielsätzen gekauft und da fällt erst mal so richtig auf, dass Gramatik und Sätzbau echt mies bei mir sind.
Ich möchte die aber bis zum Ende der Ferien können, von daher sollte ich wirklich weitermachen..

Heute kommt noch die Freundin von meiner Mutter, da freue ich mich sehr drauf.

Und morgen fahre ich dann wieder heim. 🙂


durchtrieben oder nicht?

4. September 2013

„Was hast du da eigentlich alles für Narben?“ fragt Marina, die Krankenschwester in der Psychiatrie ist.
„Selbst verletzendes Verhalten“ sage ich.
„Hast du etwa eine BORDERLINE-PERSÖNLICHKEITSSTRUKTUR!????“
„Ja“ sage ich und grinse, weil ich ganz genau weiß, was nun kommt.
„Du hast doch nie im Leben..?“
„Weil ich nicht manipulativ bin und sozial verträglich?“ hake ich nach.
„— ää.. J..jAAA“
„Hab ich schon immer gesagt“, meldet sich meine PTBS Freundin Irina, „Stella hat nie im Leben Borderline. Die hat ne chronische PTBS aber kein Borderline. Die Kriterien von PTBS und BL sind so gut wie gleich!“
„Also ist Borderline nur böse, manipulativ und durchtrieben und PTBS ernsthaft krank und lieb?“

Soviel zum Thema schwarz-weiß Denken in der Pseudo-Expertenbevölkerung *gähn*


Kommentare Teil II

25. Juli 2013

„Oh! Nett…“ zu den Narben.
fachmännischer Blick.
„DAS ist vom ritzen *auf den Unterarm deutet* und was ist DAS? *Oberarm* Autounfall?“
„… Nee … “
:eek: :eek: :eek: :eek: :eek:
„sag jetzt nicht .. !? WIE hast du das gemacht?“
Das fragen mich erstaunlich viele Leute. Es ist halt eine lange Narbe von oben nach unten.
„Na, so“ zeige ich mit der Hand die Struktur nachfahrend.
„NEIN! Also ich hab ja schon VIEL gesehen, aber DAS…“
Ich sag auf solche Dinge nie was. Es stört mich nicht, ich lasse sie reden, joa. Manche müssen sich halt Luft verschaffen, verständlich.
„Also, ich bin ja weitaus älter als du, Ende 40, aber ich hatte mal ne Freundin, die das auch gemacht hat, weil sie LIEBESKUMMER hatte!
Ich hab ihr gesagt, sie soll doch ihn ritzen, aber nicht sich“

😀
„Das wurde mit 4 Stichen genäht!?“ (Ich wusste nicht, was sie meinte, sie meinte wohl die 4 Verletzungen insgesamt am Oberarm“
„Meine Tochter ist 17 und in ihrem Freundeskreis sind die alle magersüchtig. Das kann ich gut verstehen, nachdem mein Mann mich nach 25 Jahren für sein neues junges Liebesglück vor die Tür gesetzt hat, habe ich auch nichts mehr runter bekommen.
Aber diese Mädels werden alle mit der MAGENSONDE ernährt…“
Ich fand sie ganz herzig, von ihrer Art. So authentisch ;)


Niemals aufgeben

25. Juli 2013

Gestern „Stella, willst du dir das wirklich antun, so kurzärmlig rumzulaufen???“ aus heiterem Himmel.
Mir? Oder eher dir, liebe Mama überlege ich.
„Wieso antun?“ frage ich erst mal.
„Merkst du nicht, wie die Leute dich begaffen!?“
„.. nö? Und es ist mir auch relativ egal“ sage ich..
„Stella, die Leute waren schockiert!“
„Ja und!? Ich bin doch nicht die Heilsarmee. Wenn die damit nicht klar kommen, sollen sie ne Therapie machen oder weg schauen.“
„Du mutest ihnen zu viel zu“
„Du unterschätzt sie. Kein Bild der Welt allein kann Menschen nachhaltig traumatisieren. Ich entscheide, wann ich im Fernsehen den Ton weg mache, weil es mir zu viel wird. Wenn die Leute nicht weg schauen ist das nicht mein Problem.
Kurzfassung, ich sei egoistisch, woraufhin ich entgegnete, dass jeder für sich verantwortlich sei.
„Stella, sie werden dich für alle Zeiten SO in Erinnerung behalten. Das kannst du vielleicht in ner Großstadt machen, aber nicht hier.
Die Leute denken, das machen nur Verrückte oder haben sogar Angst vor dir“

Ein langer Vortrag, das sei mir reeelativ schnuppe ;)
Was schockiert denn heutzutage noch? Mich schockiert kaum etwas, alle Leute stumpfen auf positiver Ebene schnell ab. Und wenn nicht, ist das nicht mein Problem.
„Willst du SO gesehen werden?“
„Mama, es ist mir egal!“
Ich sagte noch, ich will auch Zeichen sein gegen diesen Schönheitswahn und für Selbstbewusstsein.
Die Leute sollen denken „Okay, es ist heiß, ich hab fette Oberarme, aber ich laufe trotzdem im T-Shirt rum. XY und Z wiegen 50 kilo mehr und ziehen sich auch luftig an.“
Ja, ich bin entstellt, aber ich schäme mich nicht für meinen Körper, basta!
Am Ende: „Du machst das wahrscheinlich alles richtig so“ *zärtlich*
:rot: :) :herz: