21. Januar 2016

21. Januar 2016

Hallo ihr Lieben,

so schnell kann es gehen und geht es auch und der Monat ist zu mehr als 2/3 schon wieder vorbei. Ich finde das sehr erfreulich, weil ich einen kleinen Schul-Koller entwickelt habe und heilfroh bin, wenn das letzte – nicht mal (!) – halbe Jahr so schnell wie möglich vergeht.

Zu den erfreulichen Dingen zählt zweifelsfrei die Schule. Die liebe Stella hat ihr Strebertum noch etwas weiter ausbauen können und wird nun einen äußerst glücklich-machenden Durchschnitt von 1,5 erreichen. Das setzt sich folgendermaßen zusammen:
Wirtschaft: 14 Punkte
Englisch, Deutsch und Geschichte: 13 Punkte
Mathe: 11 Punkte
Bio: 10 Punkte
Ich habe es mal grob berechnet: Im besten Fall könnte ich einen Abischnitt von 1,6 schaffen, im schlechtesten 1,9. Beziehungsweise bedeutet der schlechteste Fall die Mindestpunktzahl, die ich mir in den jeweiligen Fächern vorstellen kann.
Selbst wenn ich jetzt sowohl in allen letzten Klausuren UND im Abi überall 0 Punkte hätte, würde ich das Abi von den Punkten her mit 3,6 bestehen 😀
Sau genial 😀

Ansonsten habe ich leider einen Sportunfall gehabt. (Wie, Stella macht Sport!?) Nun ja, ich habe mit Karate angefangen, was extrem toll ist. Bei einem Spiel bin ich nach hinten gesprungen, schief aufgekommen und nun habe ich einen Bänderriss. Sehr ärgerlich. In 5 Wochen darf ich aber wieder zum Training. 🙂

So, das war es von mir.

Viele Grüße,
Stella


Glück

2. Dezember 2015

Ich habe ein richtiges Hoch :huepf:
Der 3 stündige Einstellungstest lief ganz gut, ich habe aber noch keine Rückmeldung bekommen.
Dafür habe ich ein Vorstellungsgespräch, ganz ohne Test 🙂
Die Schule läuft auch bestens und heute haben wir Wirtschaft geschrieben.
Ich konnte mich wegen eines längeren Tiefs einfach nicht ausreichend vorbereiten und dachte „Diesmal verhaue ich es“
Aber ich kann mittlerweile doch in relativ kurzer Zeit viel lernen und habe dann heute morgen noch was wiederholt, eine Tabelle über die Etappen der Europäischen Integration. 6 Konferenzen mit Unterpunkten.
Es lief ganz gut und ich hoffe sooo sehr, dass ich die 14 Punkte gepackt habe :)
Der wollte in eigenen Worten Tendenzen der Europäischen Integration. Ich hab das gar nicht gerafft.
Und meinte, wir hätten doch nur diese Tabelle mit den 6 Konferenzen mit allem, was besprochen wurde.
Er: „Naja, nur so grob, das hat ja keiner komplett auswendig gelernt“
Ich: „Doch ich“ :uglylaugh:
Er: „Gut, dann schreiben Sie das“
Wieder meinen Ruf als Streberin bestätigt ;)

Nächster Höhepunkt: Unsere Deutschlehrerin hat uns verraten, dass es in der Klausur um Dekadenz geht (lesen Tod in Venedig – ätzendes Buch).
Was macht Stella?
Sie gibt „Dekadenz Tod in Venedig“ ein.
Was findet Stella?
Eine komplette Arbeit zu exakt diesem Thema ;)
Das brauch ich jetzt nur noch auswendig zu lernen :)

Jetzt höre ich beschwingt Britney Spears.
Habe ich Britney Spears gesagt??? Naaain, ich höre kein Britney Spears!!!

ÄCHT NICHT!!! :uglylaugh:

Gestern hatte ich so einen 3 Jahres Rückblick und ich bin mal wieder freudig geschockt, dankbar und so.
Dankbar, dass ich so ein Glück hatte, dass ich zu Papa ziehen konnte.
Dankbar, dass mich die Schule hier so direkt genommen hat, obwohl seit 2 Wochen Unterricht war.
Dankbar, dass mein Vater mich unterstützt und ich mich auf das gesünder werden und die Schule kümmern konnte, ohne die Ängste einer Lehre, bei schlechten Leistungen gekickt zu werden.
Dankbar, eine so fähige Therapeutin gefunden zu haben, mit der ich Traumata aufarbeiten konnte.
Dankbar über die Lehrer und mein soziales Umfeld, auch in der Partei.
Diese Dinge halten mich auch in Krisen über Wasser, weil mir der ehemalige Abgrund öfter noch so nah ist und sagt „Hey, wie wäre es mit uns?“

Vor 3 Jahren war ich mindestens einmal die Woche in der chirurgischen Ambulanz, zum Teil 2 Stunden.
Vor 3 Jahren war mein körperlicher Zustand so schlecht, dass ich immer bleiben musste und nach der Versorgung nicht heim konte.
Vor 3 Jahren bin ich auf dem Heimweg umgekippt und mit 35° in das Krankenhaus gekommen, wo ich eine halbe Stunde zuvor genäht wurde.
Vor 3 Jahren hätte niemand, der häufig mit mir zu tun hatte, gedacht, dass ich es schaffen könnte, inklusive mir.
Und vor 3 Jahren habe ich meinen absoluten Lebenswillen entdeckt, der mich jede Krise ohne Rückfall überstehen lässt.
Vor 3 Jahren wollte ich leben, nicht nur überleben. Ich hatte Zukunftspläne, und ich habe an mich geglaubt.
Und jetzt sitze ich hier, bin Klassenbeste, habe Chancen auf einen 1,6 Abischnitt und meine Lebensqualität ist hoch. Das wird mir umso deutlicher, wenn ich wieder eine Krise überstanden habe.


Krise *sv trigger*

13. September 2015

Eine Überraschung, aber ja – ich habe das immer noch.

Krise seit 3 Tagen.
Hatte vor 3 Tagen einen sau üblen Alptraum gehabt, der irgendwie von hinten begann.
Ich lag verkabelt im Krankehnhaus mit einem Brief von einem Rettungsassisten in der Hand, in dem es hieß, was geschehen sei, wäre unverzeihlich und es wären personelle Konsequenzen getroffen worden.
Dann war ich auf einem Straßenfest und bin ständig umgefallen.
Der Rettungsdienst kam, und 2 wollten mir ein EKG anhängen. Der 3. RA schrie „Bloß nicht“, die haben das trotzdem gemacht und ich habe einen elektrischen Stromschlag bekommen. Geschrien und dann ist mein Herz stehen geblieben.

Danach war der Tag gelaufen, sozusagen mein persönlicher 11. September -.-
Voll neben der Spur und in meinem Kopf war es so laut.
Auf der einen Seite nonstop ein leidendes „Ich kann nicht mehr“, auf der anderen Seite habe „ich“ dem nonstop entgegengehalten mit „Jetzt machen wir dies, das und dann darfst du ins Bett“
Wir waren nämlich mit der Partei unterwegs und ich war so im Arsch.
Papa musste mir alles 5x sagen, weil ich „innen“ so beschäftigt war und dazu hatte ich dann noch den obligatorischen Ohrwurm.
Das ist wie ein Radio, das ich nicht abschalten und idR mag ich das auch, aber gestern war es zu viel.
Dann noch mega sv Druck, und zwar nicht „normal“, sondern die Vorstellung von – vorsicht

einer Fontäne, die aus der Pulsader schießt und mir Befreiung verschafft.
Dann nachmittags geschlafen, danach war es etwas besser, aber immer noch mies.

Hänge irgendwie durch.
Das blöde ist immer noch dieses Gefühl, das alles so ist wie vor 3 Jahren.

Ich weiß nicht weiter, ich ritz mich jetzt.

Die Intensität ist in all der Zeit nicht besser geworden, klar, ich halte es irgendwie aus, aber…
Normalerweise sind es nur 2 Tage und jetzt ist es schon am dritten Tag so schwierig und der Druck ist so hoch.
Auch die Gedanken sind nicht gerade freundlich.
Bist halt doch nur eine Borderline Schlampe.
Übelst.
Dass Papa heute schon wieder gefahren ist und ich die Bio Hausaufgabe wie üblich nicht hinbekomme, ist da natürlich dementprechend förderlich.
Erwähnte ich schon, dass mein Essverhalten katastrophal ist?
Okay, am Di habe ich Therapie, ist auch nicht verkehrt.

In der 13

8. September 2015

Hallo ihr Lieben, :wink:

da bin ich mal wieder :)
Gestern war der erste Schultag. 13. Klasse :head:
Meine Ferien waren sehr schön und erholsam.

Gott, ich bin ja sooo gut, habe heute über 2 Stunden Wirtschaft und Deutsch gemacht.
Gestern Mittag hatte ich TROTZ Germanys next Topmodel so große Langeweile, dass ich mich als Krankenschwester bei Helios und bei der Stadt als MFA beworben habe.
Insgesamt habe ich nun 4 Bewerbungen am Laufen, unter anderem sogar als Verwaltungsfachangestellte.
Bei der Bewerbung war keine Mailadresse angegeben, dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich mein Realschulzeugnis und das erste der Berufsschule zur Erzieherin verloren habe.
Da das Glück mit den Saublöden ist, konnte ich die Bewerbung für Verwaltung dann doch auch online schicken.

Ja, gestern hatte ich 4 Stunden Deutsch. (Habe ich schon erwähnt, dass ich Deutsch HASSE und dann auch noch VIER STUNDEN!?)
Naja – immer positiv denken, dafür muss ich es auch nur 1x die Woche ertragen.
Sonst hat sich unser Stundenplan etwas verbessert.
Früher hatten wir echt jeden Tag ein Fach 4 Stunden am Stück. Samstag Horrortag mit Englisch und Mathe.
Jetzt haben wir immerhin Geschichte und Bio in 2x 2 Stunden gesplittet.
Das übelste ist aber am Samstag die letzten 4 Stunden Mathe.
Dabei hatte er uns versprochen, dass es nicht Samstag und nicht 4 Stunden sind.
Egal.
Zum erfreulichen: Wir sind nur noch NEUN in der Klasse :)
In 7 Monaten ist das Deutsch Abi. Das heißt, ich muss mich nur noch 6 Monate zusammenreißen und mit sehr viel Glück bekomme ich dann auch direkt einen Studienplatz.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ;)

Ansonsten war ich beim Kardiologen, da Schmerzen in der Brust. Hintergrund ist, dass ich mich ernsthaft 5 Jahre lang immer wieder übelst mit Medikamenten intoxikiert habe, die für sichgenommen schon das Herz schädigen, wenn man sie überdosiert.
Hatte regelmäßig Verzögerungen im Q T Intervall und einen Ruhepuls von 180.
Ich hatte ein 24 stunden EKG und währenddessen auch diese Schmerzen. Das EKG war total unauffällig, Glück gehabt :)
Ich gehe im Oktober nochmal hin für eine Untersuchung und da frage ich den mal. Weil ich sonst nicht weiß, wer mir sagen kann, womit ich rechnen muss, was Spätfolgen angeht.

So, dann bis bald :wink:

LG, Stella


MDK

18. April 2015

MDK war gut.
Die war ganz nett. Meinte, dass meine Beine aussehen wie die eines Zebras und wenn ich ihre Tochter wäre, würde sie mich bei der Korrektur unterstützen.
Und mir vom Medizinstudium abraten.
Okay, egal.
Was dafür spricht:
– Ich erscheine stabil
– Es ist stigmatisierend

Dagegen:
– Ich bin in Therapie
– Ich habe keine Funktionsbeeinträchtigung

Ich sagte, Frauen nach Brustamputationen hätten ja auch keine Funktionsbeeinträchtigung und bekämen den kosmetischen Eingriff – ich bin gespannt.

Deutsch: 11 Punkte, Klassenbeste.
Mann, es ist so verdammt angnehm, in einer Woche zweimal Klassenbeste zu sein.
Da ist es auch fast egal, dass es „nur“ 11 Punkte sind :rolleyes:
Geltungsdrang?

Mathe war ganz okay, also 5 Punkte habe ich sicher, der Rest mal sehen.

Fressanfälle wieder.
Gestern ist Papa arbeiten gegangen und kommt am Di wieder.
Ich hab meine Tage, da ist mein ganzes Leben grundsätzlich noch hysterischer und tragischer.
Mir ging es sooo mies, gestern.
Hätte mich am liebsten zugedröhnt und geschlafen. Das wollte ich aber nicht, weil ich noch raus musste.
Ich habe überlegt, La Traviata zu hören um losheulen zu können.
Das war aber gar nicht nötig.
Ich habe über alles hysterisch gelacht, bis ich dann endlich einen richtigen Heulanfall bekam, währenddessen ich noch lachte.
Papa tröstete mich „Oooch, Stelli, ist doch nur bis Dienstag.“
Aber das sind die Hormone.
Nach ein paar Minuten ging es wieder – mann, hatte sich da wieder was angestaut.
Danach war ich wieder gechillt, heulen tut so unfassbar gut!
Wenn ich bedenke, dass ich dieses Ventil früher nicht hatte, schaudert es mich bei dem Gedanken, wie meine Haut früher nach so einer mörder Anspannung ausgesehen hat.


Flashbacks

6. Februar 2015

flashbacks sind stärker zur Zeit.
Auslöser sind minimal..

Ich bin 12 und schaue bei Schloss Einstein, wie Twicky sich ritzt. Ich tue es ihr nach, bin fasziniert von dieser körperlichen Erfahrung. Bleibe dabei.
Ich bin 12 und sitze im T-Shirt in Sport neben der Lehrerin. Mein Kopf ist vernebelt vor Schmerzen, weil ich mir beim Sturz das Handgelenk gebrochen habe.
„Was ist das?“ fragt die Lehrerin, die ich fürchten und lieben werde.

Ich bin 15 und mache mein Schulpraktikum in der Buchhandlung. In der Mittagspause verletze ich mich daheim und gehe dann wieder zurück.
Ich trage einen Pulli, in dem man ohne Anstrengung sofort schwitzt und dessen Nähte extrem schief stehen.

Ich bin 18, in der Erzieherlehre. Die Kinder sind noch nicht da und mein Pullover wird blutig, der Schorf muss sich gelöst haben.
Ich wasche es unter fließendem Wasser aus und bleibe die erste Stunde mit nassem Ärmel.

Ich bin 18 und habe mich mit Luisa intoxikiert. Mein Mund ist trocken. Ich halluziniere und unterhalte mich nonstop mit Menschen, die es nicht gibt.
Ich kann es nicht unterscheiden. Wir sehen uns im Kino Wickie an und ich muss ständig aufs Klo. Es sind hundert Stufen, jedes Mal und ich rede mit Luisa, die nichts sagt. Sie stützt mich, weil das Zentrale Nervensystem durch die Medikamente so beeinträchtigt wird, dass ich schlecht laufen kann.
Auf der Treppe sage ich einem Mann, der am Geländer steht „Es tut mir leid, ich brauche das Geländer“
Luisa begleitet mich ins Wohnheim. Ich mache mir sorgen, meine Halluzinationen könnten auffallen, wenn ich Leuten antworte, die nichts gesagt haben. So vereinbaren wir, dass nur sie redet, wenn ich angesprochen werde.

Ich liege im Rettungswagen, eine Verletzung ist nach 3 Monaten fast zu. Der Assistent sagt etwas darüber und die Assistentin sagt „Jaja, Borderliner“
Ihre Stimme wird mir monatelang nicht aus dem Ohr gehen und sie beschämt mich.
Ich bekomme einen Krampfanfall.

Ich bin 24 und sitze in der Schule. ETA Hoffmann schrieb meistens Nachts, wenn er getrunken hatte.
Alkohol.
Ich bin 18 und liege intoxikiert in meinem Zimmer im Wohnheim. Das Licht ist warm, die Schneeman Lampe brennt, die so sehr Symbol für die Vergiftungen, die Halluzinationen und das Elend wird, dass ich sie seither nicht mehr sehen möchte.
Ich bin 24 und habe größte Mühe, „da“ zu bleiben. Ich fühle mich verwirrt und ängstlich, schreckhaft. „Hier stimmt was nicht!“ warnt der Kopf, oder das Gefühl?
Ich bin 18.24,18.
Es ist vorbei, Stella, doch das Gefühl.. Es betrügt mich?

Ich spüre meinen Körper nicht, fahre zum Bahnhof. Der kalte Wind schmerzt und auch nicht.
Ich stehe am Bahnhof, der Zug hat Verspätung. Ich stehe im Wind, alle anderen sind in der warmen Halle.
Ich ziehe meine Jacke aus. Mein ehemaliger Lehrer kommt. Ob ich Hilfe brauche.
Ich habe das manchmal.
Ein Betrunkener stürzt. Nichts wirkt so schnell und effektiv wie das Gefühl, etwas tun zu können. Ich gehe zu ihm, kümmere mich.
Polizisten, die eh rumstehen sagen, der Rettungsdienst wollte ihn nicht mitnehmen.
Ich sage, es ist zu kalt und zu gefährlich, als dass man ihn liegen lassen könnte.
Es kann nicht sein, dass er erst ins Auto laufen muss. Sie nehmen ihn mit.

Ich bin Stella, 24. Ohne Schneemann Lampe. Und verwirrt.


Mathe-Songs

30. August 2014

Sehr kreativ und auf Dauer einprägsam 😉
https://www.youtube.com/watch?v=2tbf0-buUnE