21. Januar 2016

21. Januar 2016

Hallo ihr Lieben,

so schnell kann es gehen und geht es auch und der Monat ist zu mehr als 2/3 schon wieder vorbei. Ich finde das sehr erfreulich, weil ich einen kleinen Schul-Koller entwickelt habe und heilfroh bin, wenn das letzte – nicht mal (!) – halbe Jahr so schnell wie möglich vergeht.

Zu den erfreulichen Dingen zählt zweifelsfrei die Schule. Die liebe Stella hat ihr Strebertum noch etwas weiter ausbauen können und wird nun einen äußerst glücklich-machenden Durchschnitt von 1,5 erreichen. Das setzt sich folgendermaßen zusammen:
Wirtschaft: 14 Punkte
Englisch, Deutsch und Geschichte: 13 Punkte
Mathe: 11 Punkte
Bio: 10 Punkte
Ich habe es mal grob berechnet: Im besten Fall könnte ich einen Abischnitt von 1,6 schaffen, im schlechtesten 1,9. Beziehungsweise bedeutet der schlechteste Fall die Mindestpunktzahl, die ich mir in den jeweiligen Fächern vorstellen kann.
Selbst wenn ich jetzt sowohl in allen letzten Klausuren UND im Abi überall 0 Punkte hätte, würde ich das Abi von den Punkten her mit 3,6 bestehen 😀
Sau genial 😀

Ansonsten habe ich leider einen Sportunfall gehabt. (Wie, Stella macht Sport!?) Nun ja, ich habe mit Karate angefangen, was extrem toll ist. Bei einem Spiel bin ich nach hinten gesprungen, schief aufgekommen und nun habe ich einen Bänderriss. Sehr ärgerlich. In 5 Wochen darf ich aber wieder zum Training. 🙂

So, das war es von mir.

Viele Grüße,
Stella


Glück

2. Dezember 2015

Ich habe ein richtiges Hoch :huepf:
Der 3 stündige Einstellungstest lief ganz gut, ich habe aber noch keine Rückmeldung bekommen.
Dafür habe ich ein Vorstellungsgespräch, ganz ohne Test 🙂
Die Schule läuft auch bestens und heute haben wir Wirtschaft geschrieben.
Ich konnte mich wegen eines längeren Tiefs einfach nicht ausreichend vorbereiten und dachte „Diesmal verhaue ich es“
Aber ich kann mittlerweile doch in relativ kurzer Zeit viel lernen und habe dann heute morgen noch was wiederholt, eine Tabelle über die Etappen der Europäischen Integration. 6 Konferenzen mit Unterpunkten.
Es lief ganz gut und ich hoffe sooo sehr, dass ich die 14 Punkte gepackt habe :)
Der wollte in eigenen Worten Tendenzen der Europäischen Integration. Ich hab das gar nicht gerafft.
Und meinte, wir hätten doch nur diese Tabelle mit den 6 Konferenzen mit allem, was besprochen wurde.
Er: „Naja, nur so grob, das hat ja keiner komplett auswendig gelernt“
Ich: „Doch ich“ :uglylaugh:
Er: „Gut, dann schreiben Sie das“
Wieder meinen Ruf als Streberin bestätigt ;)

Nächster Höhepunkt: Unsere Deutschlehrerin hat uns verraten, dass es in der Klausur um Dekadenz geht (lesen Tod in Venedig – ätzendes Buch).
Was macht Stella?
Sie gibt „Dekadenz Tod in Venedig“ ein.
Was findet Stella?
Eine komplette Arbeit zu exakt diesem Thema ;)
Das brauch ich jetzt nur noch auswendig zu lernen :)

Jetzt höre ich beschwingt Britney Spears.
Habe ich Britney Spears gesagt??? Naaain, ich höre kein Britney Spears!!!

ÄCHT NICHT!!! :uglylaugh:

Gestern hatte ich so einen 3 Jahres Rückblick und ich bin mal wieder freudig geschockt, dankbar und so.
Dankbar, dass ich so ein Glück hatte, dass ich zu Papa ziehen konnte.
Dankbar, dass mich die Schule hier so direkt genommen hat, obwohl seit 2 Wochen Unterricht war.
Dankbar, dass mein Vater mich unterstützt und ich mich auf das gesünder werden und die Schule kümmern konnte, ohne die Ängste einer Lehre, bei schlechten Leistungen gekickt zu werden.
Dankbar, eine so fähige Therapeutin gefunden zu haben, mit der ich Traumata aufarbeiten konnte.
Dankbar über die Lehrer und mein soziales Umfeld, auch in der Partei.
Diese Dinge halten mich auch in Krisen über Wasser, weil mir der ehemalige Abgrund öfter noch so nah ist und sagt „Hey, wie wäre es mit uns?“

Vor 3 Jahren war ich mindestens einmal die Woche in der chirurgischen Ambulanz, zum Teil 2 Stunden.
Vor 3 Jahren war mein körperlicher Zustand so schlecht, dass ich immer bleiben musste und nach der Versorgung nicht heim konte.
Vor 3 Jahren bin ich auf dem Heimweg umgekippt und mit 35° in das Krankenhaus gekommen, wo ich eine halbe Stunde zuvor genäht wurde.
Vor 3 Jahren hätte niemand, der häufig mit mir zu tun hatte, gedacht, dass ich es schaffen könnte, inklusive mir.
Und vor 3 Jahren habe ich meinen absoluten Lebenswillen entdeckt, der mich jede Krise ohne Rückfall überstehen lässt.
Vor 3 Jahren wollte ich leben, nicht nur überleben. Ich hatte Zukunftspläne, und ich habe an mich geglaubt.
Und jetzt sitze ich hier, bin Klassenbeste, habe Chancen auf einen 1,6 Abischnitt und meine Lebensqualität ist hoch. Das wird mir umso deutlicher, wenn ich wieder eine Krise überstanden habe.


Krise *sv trigger*

13. September 2015

Eine Überraschung, aber ja – ich habe das immer noch.

Krise seit 3 Tagen.
Hatte vor 3 Tagen einen sau üblen Alptraum gehabt, der irgendwie von hinten begann.
Ich lag verkabelt im Krankehnhaus mit einem Brief von einem Rettungsassisten in der Hand, in dem es hieß, was geschehen sei, wäre unverzeihlich und es wären personelle Konsequenzen getroffen worden.
Dann war ich auf einem Straßenfest und bin ständig umgefallen.
Der Rettungsdienst kam, und 2 wollten mir ein EKG anhängen. Der 3. RA schrie „Bloß nicht“, die haben das trotzdem gemacht und ich habe einen elektrischen Stromschlag bekommen. Geschrien und dann ist mein Herz stehen geblieben.

Danach war der Tag gelaufen, sozusagen mein persönlicher 11. September -.-
Voll neben der Spur und in meinem Kopf war es so laut.
Auf der einen Seite nonstop ein leidendes „Ich kann nicht mehr“, auf der anderen Seite habe „ich“ dem nonstop entgegengehalten mit „Jetzt machen wir dies, das und dann darfst du ins Bett“
Wir waren nämlich mit der Partei unterwegs und ich war so im Arsch.
Papa musste mir alles 5x sagen, weil ich „innen“ so beschäftigt war und dazu hatte ich dann noch den obligatorischen Ohrwurm.
Das ist wie ein Radio, das ich nicht abschalten und idR mag ich das auch, aber gestern war es zu viel.
Dann noch mega sv Druck, und zwar nicht „normal“, sondern die Vorstellung von – vorsicht

einer Fontäne, die aus der Pulsader schießt und mir Befreiung verschafft.
Dann nachmittags geschlafen, danach war es etwas besser, aber immer noch mies.

Hänge irgendwie durch.
Das blöde ist immer noch dieses Gefühl, das alles so ist wie vor 3 Jahren.

Ich weiß nicht weiter, ich ritz mich jetzt.

Die Intensität ist in all der Zeit nicht besser geworden, klar, ich halte es irgendwie aus, aber…
Normalerweise sind es nur 2 Tage und jetzt ist es schon am dritten Tag so schwierig und der Druck ist so hoch.
Auch die Gedanken sind nicht gerade freundlich.
Bist halt doch nur eine Borderline Schlampe.
Übelst.
Dass Papa heute schon wieder gefahren ist und ich die Bio Hausaufgabe wie üblich nicht hinbekomme, ist da natürlich dementprechend förderlich.
Erwähnte ich schon, dass mein Essverhalten katastrophal ist?
Okay, am Di habe ich Therapie, ist auch nicht verkehrt.

In der 13

8. September 2015

Hallo ihr Lieben, :wink:

da bin ich mal wieder :)
Gestern war der erste Schultag. 13. Klasse :head:
Meine Ferien waren sehr schön und erholsam.

Gott, ich bin ja sooo gut, habe heute über 2 Stunden Wirtschaft und Deutsch gemacht.
Gestern Mittag hatte ich TROTZ Germanys next Topmodel so große Langeweile, dass ich mich als Krankenschwester bei Helios und bei der Stadt als MFA beworben habe.
Insgesamt habe ich nun 4 Bewerbungen am Laufen, unter anderem sogar als Verwaltungsfachangestellte.
Bei der Bewerbung war keine Mailadresse angegeben, dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich mein Realschulzeugnis und das erste der Berufsschule zur Erzieherin verloren habe.
Da das Glück mit den Saublöden ist, konnte ich die Bewerbung für Verwaltung dann doch auch online schicken.

Ja, gestern hatte ich 4 Stunden Deutsch. (Habe ich schon erwähnt, dass ich Deutsch HASSE und dann auch noch VIER STUNDEN!?)
Naja – immer positiv denken, dafür muss ich es auch nur 1x die Woche ertragen.
Sonst hat sich unser Stundenplan etwas verbessert.
Früher hatten wir echt jeden Tag ein Fach 4 Stunden am Stück. Samstag Horrortag mit Englisch und Mathe.
Jetzt haben wir immerhin Geschichte und Bio in 2x 2 Stunden gesplittet.
Das übelste ist aber am Samstag die letzten 4 Stunden Mathe.
Dabei hatte er uns versprochen, dass es nicht Samstag und nicht 4 Stunden sind.
Egal.
Zum erfreulichen: Wir sind nur noch NEUN in der Klasse :)
In 7 Monaten ist das Deutsch Abi. Das heißt, ich muss mich nur noch 6 Monate zusammenreißen und mit sehr viel Glück bekomme ich dann auch direkt einen Studienplatz.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ;)

Ansonsten war ich beim Kardiologen, da Schmerzen in der Brust. Hintergrund ist, dass ich mich ernsthaft 5 Jahre lang immer wieder übelst mit Medikamenten intoxikiert habe, die für sichgenommen schon das Herz schädigen, wenn man sie überdosiert.
Hatte regelmäßig Verzögerungen im Q T Intervall und einen Ruhepuls von 180.
Ich hatte ein 24 stunden EKG und währenddessen auch diese Schmerzen. Das EKG war total unauffällig, Glück gehabt :)
Ich gehe im Oktober nochmal hin für eine Untersuchung und da frage ich den mal. Weil ich sonst nicht weiß, wer mir sagen kann, womit ich rechnen muss, was Spätfolgen angeht.

So, dann bis bald :wink:

LG, Stella


MDK

18. April 2015

MDK war gut.
Die war ganz nett. Meinte, dass meine Beine aussehen wie die eines Zebras und wenn ich ihre Tochter wäre, würde sie mich bei der Korrektur unterstützen.
Und mir vom Medizinstudium abraten.
Okay, egal.
Was dafür spricht:
– Ich erscheine stabil
– Es ist stigmatisierend

Dagegen:
– Ich bin in Therapie
– Ich habe keine Funktionsbeeinträchtigung

Ich sagte, Frauen nach Brustamputationen hätten ja auch keine Funktionsbeeinträchtigung und bekämen den kosmetischen Eingriff – ich bin gespannt.

Deutsch: 11 Punkte, Klassenbeste.
Mann, es ist so verdammt angnehm, in einer Woche zweimal Klassenbeste zu sein.
Da ist es auch fast egal, dass es „nur“ 11 Punkte sind :rolleyes:
Geltungsdrang?

Mathe war ganz okay, also 5 Punkte habe ich sicher, der Rest mal sehen.

Fressanfälle wieder.
Gestern ist Papa arbeiten gegangen und kommt am Di wieder.
Ich hab meine Tage, da ist mein ganzes Leben grundsätzlich noch hysterischer und tragischer.
Mir ging es sooo mies, gestern.
Hätte mich am liebsten zugedröhnt und geschlafen. Das wollte ich aber nicht, weil ich noch raus musste.
Ich habe überlegt, La Traviata zu hören um losheulen zu können.
Das war aber gar nicht nötig.
Ich habe über alles hysterisch gelacht, bis ich dann endlich einen richtigen Heulanfall bekam, währenddessen ich noch lachte.
Papa tröstete mich „Oooch, Stelli, ist doch nur bis Dienstag.“
Aber das sind die Hormone.
Nach ein paar Minuten ging es wieder – mann, hatte sich da wieder was angestaut.
Danach war ich wieder gechillt, heulen tut so unfassbar gut!
Wenn ich bedenke, dass ich dieses Ventil früher nicht hatte, schaudert es mich bei dem Gedanken, wie meine Haut früher nach so einer mörder Anspannung ausgesehen hat.


Flashbacks

6. Februar 2015

flashbacks sind stärker zur Zeit.
Auslöser sind minimal..

Ich bin 12 und schaue bei Schloss Einstein, wie Twicky sich ritzt. Ich tue es ihr nach, bin fasziniert von dieser körperlichen Erfahrung. Bleibe dabei.
Ich bin 12 und sitze im T-Shirt in Sport neben der Lehrerin. Mein Kopf ist vernebelt vor Schmerzen, weil ich mir beim Sturz das Handgelenk gebrochen habe.
„Was ist das?“ fragt die Lehrerin, die ich fürchten und lieben werde.

Ich bin 15 und mache mein Schulpraktikum in der Buchhandlung. In der Mittagspause verletze ich mich daheim und gehe dann wieder zurück.
Ich trage einen Pulli, in dem man ohne Anstrengung sofort schwitzt und dessen Nähte extrem schief stehen.

Ich bin 18, in der Erzieherlehre. Die Kinder sind noch nicht da und mein Pullover wird blutig, der Schorf muss sich gelöst haben.
Ich wasche es unter fließendem Wasser aus und bleibe die erste Stunde mit nassem Ärmel.

Ich bin 18 und habe mich mit Luisa intoxikiert. Mein Mund ist trocken. Ich halluziniere und unterhalte mich nonstop mit Menschen, die es nicht gibt.
Ich kann es nicht unterscheiden. Wir sehen uns im Kino Wickie an und ich muss ständig aufs Klo. Es sind hundert Stufen, jedes Mal und ich rede mit Luisa, die nichts sagt. Sie stützt mich, weil das Zentrale Nervensystem durch die Medikamente so beeinträchtigt wird, dass ich schlecht laufen kann.
Auf der Treppe sage ich einem Mann, der am Geländer steht „Es tut mir leid, ich brauche das Geländer“
Luisa begleitet mich ins Wohnheim. Ich mache mir sorgen, meine Halluzinationen könnten auffallen, wenn ich Leuten antworte, die nichts gesagt haben. So vereinbaren wir, dass nur sie redet, wenn ich angesprochen werde.

Ich liege im Rettungswagen, eine Verletzung ist nach 3 Monaten fast zu. Der Assistent sagt etwas darüber und die Assistentin sagt „Jaja, Borderliner“
Ihre Stimme wird mir monatelang nicht aus dem Ohr gehen und sie beschämt mich.
Ich bekomme einen Krampfanfall.

Ich bin 24 und sitze in der Schule. ETA Hoffmann schrieb meistens Nachts, wenn er getrunken hatte.
Alkohol.
Ich bin 18 und liege intoxikiert in meinem Zimmer im Wohnheim. Das Licht ist warm, die Schneeman Lampe brennt, die so sehr Symbol für die Vergiftungen, die Halluzinationen und das Elend wird, dass ich sie seither nicht mehr sehen möchte.
Ich bin 24 und habe größte Mühe, „da“ zu bleiben. Ich fühle mich verwirrt und ängstlich, schreckhaft. „Hier stimmt was nicht!“ warnt der Kopf, oder das Gefühl?
Ich bin 18.24,18.
Es ist vorbei, Stella, doch das Gefühl.. Es betrügt mich?

Ich spüre meinen Körper nicht, fahre zum Bahnhof. Der kalte Wind schmerzt und auch nicht.
Ich stehe am Bahnhof, der Zug hat Verspätung. Ich stehe im Wind, alle anderen sind in der warmen Halle.
Ich ziehe meine Jacke aus. Mein ehemaliger Lehrer kommt. Ob ich Hilfe brauche.
Ich habe das manchmal.
Ein Betrunkener stürzt. Nichts wirkt so schnell und effektiv wie das Gefühl, etwas tun zu können. Ich gehe zu ihm, kümmere mich.
Polizisten, die eh rumstehen sagen, der Rettungsdienst wollte ihn nicht mitnehmen.
Ich sage, es ist zu kalt und zu gefährlich, als dass man ihn liegen lassen könnte.
Es kann nicht sein, dass er erst ins Auto laufen muss. Sie nehmen ihn mit.

Ich bin Stella, 24. Ohne Schneemann Lampe. Und verwirrt.


Mathe-Songs

30. August 2014

Sehr kreativ und auf Dauer einprägsam 😉
https://www.youtube.com/watch?v=2tbf0-buUnE


14. August

14. August 2014

Ich habe noch fast 4 Wochen Sommerferien und bin seit 2 ½ Wochen bei meiner Mutter.
Es läuft ganz gut. Innerhalb der ersten 3 Tage habe ich direkt die Vollkrise bekommen, weil alles schien wie früher.
Ständiges Gemäkel an mir. Ich hab das angesprochen und seither ist es wieder gut.
Ich sagte, wenn das so weiter ginge, würde ich einfach wieder fahren. Dass ich Ferien hätte und meine Kraft nicht damit verschwenden würde, mich mit ihren grundlosen Horrorvorstellungen bezüglich meiner Zukunft auseinanderzusetzen.
Es ging um meine Essmanieren, woraus sie schloss, dass es mit Hygiene bei mir ja nicht sehr weit her sei und ich darum im Krankenhaus mal riiiesige Schwierigkeiten bekäme.
Ja, ich habe mit den Fingern gegessen :p :rolleyes:
Dann erzählte ich, ich wolle meine Narben korrigieren lassen. Ich würde der vorschlagen, dass auszuschneiden und in der Haut zu vernähen, sodass man von außen keine Fäden sehen würde. Weil man sonst die Einstiche der Nadel als Punkte sieht.

Da meinte sie, im Pflegepraktikum solle ich das bloooß nicht „raushängen lassen, dass ich alles besser wüsste“
Ich sagte, es hieße nicht umsonst, dass chronisch Kranke häufig besser Bescheid wüssten, als außenstehende oder Krankenhauspersonal.
Was speziell einem selbst hilft.
Und was nähen angeht halte ich mich eindeutig für meine eigene Expertin, weil ich weiß, wie meine Haut heilt etc.

Mich hat das so tierisch aufgeregt, weil ich durch die bisherigen beruflichen Misserfolge so anfällig bin, monstermäßig Angst zu bekommen.
Sie suggeriert stets „Stella, am Besten, ich erziehe dich noch 10 Jahre, DANN könntest du beruflich Erfolg haben.“
Und ich kann ja schlecht was sagen O.o
Ich werde dann eher wütend und gifte sie an, dass sie übertreibt, dass sie mich in ein Nervenbündel verwandelt mit diesen Ankündigungen und es einfach LASSEN soll.

Und ihr absolutes Totschlagargument ist dann stets ein theatralisches „Stella, du bist mein Kind, ich will nur dein Bestes und werde noch auf dem TOTENBETT an deine Zukunft denken“
Kein Witz – das ist O-Ton meine Mutter.

Ich hatte in der Beratungsstelle noch mit Catharina geredet und sie meinte, meine Mutter könnte wohl einfach nicht loslassen.
„Wovor soll sie dich denn retten, Stella? Was ist ihr Worst-case, wenn sie nicht noch krampfhaft versucht, deine Zukunft retten zu wollen?“
„Keine Ahnung“
„Na eben. Du hast einen Schnitt von 1,7, bist weitestgehend stabil, WAS will sie mehr?“
Sie glaubt, ich wäre noch so ihr Lebensinhalt. Da ist schwer was dran. Nicht ganz unbegründet, nach den Jahren der Krankheit, aber naja.
Papa kapiert das viel eher, wenn sich was verändert.

An dem 3. Tag habe ich dann jedenfalls gesagt, es müsste anders gehen, wenn ich schon mal da wäre. Sonst würde ich mir das nervlich einfach nicht mehr antun, und nur noch zu ihrem Geburtstag und Weihnachten kommen.
Das hat dann gesessen. Wir haben vereinbart „Stop“ zu sagen, wenn eine von uns genug hat.
Sie meinte zwar, Familie wäre dazu da, dass man sich auch ungefragt die Meinung sagt, aber, äh NEIN!
Dass sie das bei Sara auch täte, aber ich bin nicht Sara. Und Sara hat auch nicht so ein schwankendes Selbstbild.

In Bayern waren wir dann auch noch. Mal wieder festgestellt, dass ich ein wesentlich dickeres Fell gegen Sara brauche.
Ich finde sie ätzend nervig zum Teil.
Sie mischt sich STÄNDIG in irgendwelche Diskussionen ein, meckert mich ständig an und das sogar vor den Verwandten :(
Glaube nicht, dass sie das je lernen wird. Ich denke dann immer „Meine Kinder werden das nicht machen!“

Bis jetzt habe ich an fast jedem Ferientag was für die Schule gemacht, Mathe, Englisch oder Geschichte.
Mein Kumpel hat mir ein Geschichtsbuch geliehen und ich habe die Daten vom ersten Weltkrieg bis zur Weimarer Republik auf Vokabelkärtchen geschrieben und gelernt.
Ich war richtig glücklich, wie leicht mir das im Kopf bleibt :)
Vor Englisch drücke ich mich :/
Ich habe mir bei REWE 500 Vokabelkärtchen mit Beispielsätzen gekauft und da fällt erst mal so richtig auf, dass Gramatik und Sätzbau echt mies bei mir sind.
Ich möchte die aber bis zum Ende der Ferien können, von daher sollte ich wirklich weitermachen..

Heute kommt noch die Freundin von meiner Mutter, da freue ich mich sehr drauf.

Und morgen fahre ich dann wieder heim. 🙂


Neuer gegen alter Weg

17. Juli 2014

um mal mit DBT anzufangen.

Ich bin genervt und unzufrieden mit mir.
Sehr!!!
Die Stimmungsschwankungen sind zur Zeit wieder ziemlich massiv, geht schon in die Richtung himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt.
Das
ist
anstrengend.
Ich war gestern auch nicht in der Schule, obwohl das so wichtig gewesen wäre.
Mathe.
Das habe ich jetzt bis zu den Ferien sowieso nicht mehr oft :(
Und direkt in der 2. Woche nach den Ferien schreiben wir schon.
Dann das mit dem ritzen, ich empfinde dem meinem Körper gegenüber nur Ekel und Scham.
Dann diese sinnlose Fresserei, ich mag das nicht, es geht mir schlecht dabei. Und hinterher fühle ich mich nicht schlechter als vorher.
Weil es mit Gewalt zu tun hat, gegen den Willen was in sich rein zu stopfen.
Gestern gekotzt.
Hatte es mit einer Freundin gestern von gewalttätigen Veränderungen des Körpers, wie beispielsweise Beine verlängern und ja, ich würde es machen, wenn ich es geschenkt bekäme :rolleyes:
Nicht, weil ich mich zu klein fühle, sondern einfach wegen der Sache an sich.
Papa würde mir das garantiert ausreden, mit Entzündungen am Knochen, aber trotzdem.
Im Politmagazin lief, dass ernsthaft die Hälfte der Frauen übergewichtig ist!!! :oeh:
Das ist mir so gar nicht bewusst gewesen, eigentlich kannte ich die Zahl, aber irgendwie wurde es mir da erst so bewusst. Und es stimmt, in meinem Umfeld jedenfalls.
Dann lief noch was über Cristal Meth („Aufgefallen ist es mir hauptsächlich durch ihren dramatischen Gewichtsverlust“) und ich dachte :eek: :eek: :eek:
Nein, das würde ich nicht nehmen, aber in Gedanken Speed und einfach jeden scheiß, der mich einfach so dünn macht :rolleyes:
Irre erwachsen, ich weiß…
Früher galt in den ES Kreisen „Alles was hilft ist illegal“
Oh mann…

Und wo ich grad so schön am meckern bin: ALLERGIE!!!
Ich hatte vorgestern ne Überdosis genommen, weil es so stark war. Dann war ich gestern müde aber habe keine Symptome gehabt.
Und heute wieder total und die erste Pille schon intus :rolleyes:

Rudern kann ich nicht mehr, das geht ja nur samstags und da bin ich einfach zu k.o nach der Schule.
Yoga ist immer das gleiche.
Um dem ganzen Krisenscheiß mal auf konstruktivere Weise zu begegnen, habe ich die von Crossfit und von Zumba mal angeschrieben.
Crossfit meinte, man könne monatlich kündigen und es gäbe 2 Mal die Woche für mtl 60 Euro.
Und Zumba kostet scheinbar nur 21 Euro pro Monat – auch nicht schlecht.
Ich glaub, ich werd hier noch zur Sportnutte, alles mal ausprobieren :uglylaugh:


-.-

9. Juli 2014

Ich krieg einfach nur die Krise. Ich hasse grad einfach alles.
Und ich kann nicht mehr.
Das ist wohl die wichtigste Sache: Leute, ich kann nicht mehr.
Ich fühle mich in der Schule ausgebrannt, es ist endlich alles vorbei und es geht einfach nichts mehr.
Gar nichts mehr.
Ich bin mit den letzten Nerven in die Schule gegangen, dann sagt die Tussi, wir machen Notenbesprechung und gehen wieder.
WARUM BIN ICH DANN ÜBERHAUPT GEKOMMEN??? :motz: :motz: :motz:
10 Punkte ist das schlechteste im Zeugnis, passt also.
Fühle mich von Papa gestresst. Das Wetter ist mies und ich bin den ganzen Tag im Bett.
Na und?
Das Citalopram wirkt nicht und ich habe die Nase gestrichen voll.
Ich will die Pille. Vllt ändert sich das ja dann mal endlich.
Ich hab keine lust mehr, ständig zu dissoziieren und über Tage sv Druck zu haben.
Es gibt nämlich keine Ärzte, die sich hin und wieder ritzen und es einfach hingenommen wird.
Also steht die Krankheit gegen das Leben.
Das Leben im Traumberuf, mit Partnerin und Kindern.
Und trotzdem rutsche ich da permanent rein.
So macht es keinen Spaß mehr.