Geht doch!

14. März 2013

Ich war vorhin in der Schule sooo glücklich!
Ich hab erst gestern das mit „Noten sind mir scheiß egal“ angefangen. Dann war die Klassenarbeit in Englisch voll gut (ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen.. aber .. :D ) und in Mathe wurd ich mal wieder dermaßen euphorisch, yeah, das rock ich am Montag.
Ist aber ein verbotener Gedanke ICH DENKE NICHT AN MONTAG ;)

Zu große Gefahr, dass wieder dieses „Jetzt musst du aber ächt sehr gut werden“ kommt ;)
Jedenfalls hab ich alles kapiert, glaub, als Einzige Oo
Ich hab den Anderen noch was erklärt und hätte die ganze Zeit rumhüpfen können vor Freude ;)

Advertisements

In der Ruhe, liegt die Kraft

3. März 2013

Schon wieder Sonntag und schon wieder Saralos.
„Mann, schon der dritte März!“ stellte sie fest. Die Zeit läuft für mich, ich sags schon Ewigkeiten ^^
Irregular verbs :lehrer: gelernt und meine Hausaufgaben in Englisch gemacht.
In der Realschule hat meine Sportlehrerin festgestellt, dass ich am besten bin, wenn ich mit Anderen renne, die entweder gleich schnell (also langsam :uglylaugh: ) oder einen Tick langsamer sind als ich. Weil ich sonst immer dachte, Toll, ich bin eh die Langsamste, da brauch ich mich gar nicht anzustrengen.
Jetzt ist das zum Glück nicht mehr so, aber es pusht mich schon zusätzlich, wenn ich eh schon gut bin :)
Voll gut also :)

Und dass ich aus der Angststarre ohne Selbstverletzung raus gekommen bin ist einfach wieder ein Durchbruch :)
Das ging 2 Wochen, dass ich keine Hausaufgaben gemacht habe, geschweige denn gelernt hätte. Ich wusste schon, dass es so kommt. Weil es immer so war.
Aber diesmal wusste ich, dass ich etwas Luft habe, insofern, dass es erst ab der 12. abirelevant wird. In der Berufsschule ging das nicht, weil ich mich ständig am Bewerben war.
Da hieß es dann wirklich: Gute Note oder Selbstverletzung.
Auch darum wollte ich unbedingt wieder auf die Schule.
Auf einigen Kollegs hätte ich das auch in 2 Jahren machen können, das war schon eine sehr große Versuchung, aber das war dann auch mit ausschlaggebend, mir diese 3,5 Jahre zu geben. Wegen der Krankheit.
Ich hab dann grundlos! so extreme Versagensängste, dass ich einfach gar nichts mehr mache! In die Schule geh ich schon, da ist die Angst auch nicht sooo groß.
Darum hab ich dann schon in der Schule nebenher schon Hausaufgaben gemacht, zum Teil.
Oder Karteikärtchen geschrieben. Weil ich daheim nur erstarrt rumhocke.
2 Wochen ging das und im ersten Spanisch Vokabeltest hatte ich dann auch dementsprechend null Punkte.
Trotzdem – es war einkalkuliert. Also immer wieder Beschwörungen an mich „Das vergeht auch von alleine! Du musst abwarten!!!“
Und der Kampf DU KANNST ES DIR NICHT LEISTEN, MACH WAS!!!
Nachdem ich am Donnerstag abend hier den Eintrag hatte, konnte ich schlafen und seitdem ist der Nebel weg, die kopflose Panik gewichen.
Nehmen Sie die Spannung als Welle wahr, die KOMMT, aber AUCH WIEDER GEHT!!! ;)
In der Ruhe liegt die Kraft 😉
Aber 2 Wochen sind schon mies -.-
Trotzdem habe ich meinem Suchtgedächtnis wieder einen Gefallen getan :)

Ich hab zur Zeit 3 Brieffreundschaften, voll toll :)

UND ich habe noch einen klasse Link für euch:

http://www.make-everything-ok.com/

Klappt wirklich ^^


Zustand nach Schule

21. Februar 2013

Es war okay soweit, auch wenn ich wieder große Sorge gespürt habe, wie ich ein vernünftiges Abi zustande bringen soll, ob ich mitkommen werde und diese ganzen ungelegten Eier.
95% unserer Ängste sind unbegründet.
Allerdings ist schon fast die Hälfte der Leute weg, die vor 3 Wochen angefangen haben!!!
Nein, ich zweifle nicht, ich kann mir das gar nicht leisten.
Denn: Ich hab keine Lust auf eine Ausbildung, ich möchte studieren und dazu brauch ich nunmal Abi. Und es ist NORMAL bei mir, dass ich unbegründet in Panik verfalle.
Ächt jetzt!
Hinterher hat sich das IMMER als unbegründet herausgestellt.
Also, Stella, nicht den Mut verlieren, vor allem, wenn es noch nichtmal einen Grund gibt ;)
Wir haben einen Grammatiktest in Englisch geschrieben, der katastrophal ausfiel. Er wird nicht gezählt – er wollte sich nur einen Eindruck verschaffen.
Von möglichen 102 Fehlern habe ich 19 und das absolut unvorbereitet. Das ist ein zufrieden stellendes Ergebnis…

Und in Mathe die Binomischen Formeln – alles machbar!
Bloß meine Banknachbarin gibt denk ich demnächst auf, weil sie Mathe nicht kann und ich häng ja so schnell an Leuten…
Überhaupt hat außer mir kaum einer vor, bis zum Abi zu machen, die wollen nur FH Reife und ich finde es immer doof, wenn Gemeinschaften nicht bestehen bleiben.
Aber einen positiven Aspekt hat das Ganze: Wir werden über kurz oder lang mit der anderen Klasse zusammen gesteckt und da ist ja meine Fahrgefährtin Feli, (die Zahnmedizinische Fachangestellte mit Wunsch zum Medizinstudium.)
Ich bin nicht wirklich demotiviert, aber es beeinflusst mich immer sehr positiv, wenn ich nicht alleine an was kämpfe :)


Beginn Februar

24. Januar 2013

Das scheint erstmal ein Satz mit x zu sein.
Eine Absage bekommen. Unbegründet. Der will zurück rufen. Ob es dann ab Sommer dort klappen würde steht demnach ebenfalls in den Sternen.
Ich hab noch einiges am Laufen ab Sommer, aber es ist ein riesen großer Schlag.
Umziehen werde ich nun trotzdem.
Erstens kann ich mir die Miete hier nicht leisten und zweitens …………………………… werde ich hier nie symptomfrei -.-
MANN, KRISE!
Hallooo, Zukunftsängste!


Am Ende wird alles gut

17. Oktober 2012

– und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende 😉

Der Kelch der Krise ist wieder mal spurlos an mir vorbei gegangen!!!! =)

Es hat sich etwas entspannt.
Hauptsächlich dadurch, dass ich meine Tage habe.
Da bin ich viiiel krisenanfälliger als sonst.
In der gestrigen Nacht hatte ich totale Suizidgedanken.
Die kommen dann als „Feund und Helfer“ und sagen „Du musst nicht weiter leben, wenn das Leben nicht „schön“ ist. Du DARFST sterben.
Belastende Pläne kamen auf und ich hab mit Sab gesimst. Ich hab auch geschrieben, dass die Krankheit ein wahrer Feind ist, weil sie als Pseudo-Erlöser versucht, daherzukommen. Dann konnte ich schlafen. Gestern morgen hatte ich nur noch den Wunsch nach schneiden. Um klarer im Kopf zu werden, wieder „in meine Mitte“ zu kommen.
Ich hatte Angst, ich würde in der Arbeit vollkommen neben mir stehen vor Angst.
Zu viel gegessen.
Aber: Dann auf der Arbeit Schokolade von einer Patientin bekommen.
Hinten drauf ein großer Zettel „Der freundlichen Dame Azubi ein kleines Dankeschön.“ Und ihr Name.
Ich war sooo gerührt :herz: :herz: :herz:
Vor allem, weil die Patientin bloß 2-3 Mal da war seit September und ich „gar nichts besonderes“ gemacht habe.

(Schreibe später weiter, muss in die Schule) :wink:


stabile Instabilität

15. Oktober 2012

Ich hatte ein „Wie ist der Eindruck nach 6 Wochen Gespräch“ und bin arg durch den Wind :heul:

Erstmal kamen ganz viele schöne Sachen. Dass ich ein Sonnenschein bin. Wie stark das auffällt, dass die Pat. im Wartezimmer immer lächeln, dass ich so offen bin.
Und immer pünktlich. Dass ich ein totales Händchen für die Patienten habe und eine soziale Ader.
Aber dann auch, dass sie häufig unsicher sind und es gar nicht konkret sagen können.
Dass ich manchmal wirke, als würde ich neben mir stehen.Dass es wirkt, als würde ich gesagtes aufnehmen, es aber dann wohl doch nicht tun.
Und das schlimmste: Sie würden JETZT im Moment EHER dazu tendieren, die Probezeit abzubrechen :heul:
Es stimmt – ich kapier manche Sachen einfach nicht. Und ich hab nicht begriffen, was die meinen. Und wie ich jetzt was ändern soll.
Das Komische ist, dass mir diese Situationen gar nicht „aufgefallen“ sind.
Ich frag öfter, und .. ich bilde mir ein, dass ich nicht unsicher bin. Dass ist das Problem.
Aber es gibt abH = Ausbildungsbegleitende Hilfen, da bin ich.
Und ich hab Nina angerufen und sie spricht mit dem Chef und fragt mal nach.
Und erklärt es mir dann.
Ich glaub, die denken, ich sei langsam oder schwer von Begriff.
Hmm, total verwirrend.
die Probezeit ginge bis Ende Dezember. Ich hab wirklich Schiss, dass die das vorzeitig abbrechen. Weil so hätte ich jetzt noch ein bisschen mehr Ruhe – von wegen „Ein Monat hab ich mindestens noch“.
Das stresst mich jetzt wahnsinnig. Hab Angst, dass es quasi ständig heißen kann „Frau H, das wars, es hat keinen Sinn“
Ach ja, an positivem haben sie auch gesagt, dass ich immer ruhig bleibe, auch, wenn die Hölle los ist.
Die meinten, sie wollten fair sein und es rechtzeitig ansprechen. Schonmal „gut“
Aber beide sagten, dass sie wie eine Art unsicheres Bauchgefühl bei mir haben, sehr oft. Dass gerade der Senior schon x Azubis hatte und ich bei irgendwas stark abweiche.
Am Anfang habe ich mal gefragt, ob ich den Praxisschlüssel bekomme. Ich glaub, in der 2. oder 3. Woche hatte ich ihn.
Hauptsächlich, weil Uta um Punkt 8 Uhr kommt und die Pat. auch. Mein Bus kommt um 10 vor und es ist ja ziemlich kalt.
Ich habe ihn bekommen, aber jetzt musste ich ihn wieder zurück geben. Weil es unüblich ist, und Azubis in der Probezeit eig nie den Schlüssel bekommen haben. Lauter so komisches.
Und einerseits, dass ich ja so ein Händchen miot Pat hätte, aber andererseits schienen sie zu zweifeln, ob ich das mit schwer/todkranken Patienten hinkriege.
Hää?

Morgen ruft Nina den Chef an!
Hmm.

Und heute fiel auch noch Thera aus, weil er krank ist.
Was fürn Schlamassel.
Dann meine schwierige MUTTER:
Ruft an: „Wie gehts Dir?“
Ich schweige 2 Sekunden.
Sie *jammerton* „Sag mir bitte, dass alles in Ordnung ist, ich mach mir eh immer schon sooo viele Sorgen *jammer quengel Ich-bin-nicht-belastbar.Du-bist-eine-SCHRECKLICHE-Belastung*
Ich kalt „Alles in Ordnung!“
„Ah, gut *minimierter jammer-quengel Ton* und ich hab sie abgewürgt.
Ich komm mir immer vor wie das absolute Loser Kind.
Meine tolle und erfolgreiche Schwester und ICH.
Das schmerzt…
Ich wünschte, ich könnte den Kontakt unterbrechen, Karriere machen und dann wieder Kontakt aufnehmen. Mit ihrem permanenten Gejammer spitzen sich meine Krisen irre zu.
Nun 30 Minuten mit Papa telefoniert und einigermaßen wiederhergestellt.
Papa ❤

Uo, life is NOT easy…


Er wurde nur 5 Wochen alt!!!

2. Oktober 2012

DRAMA!!! *trommelwirbel* :panik:
Mein Kittel fand auf grausamste Weise sein Ende! Der gewalttätigen Besitzerin genügte es scheinbar nicht, das wehrlose Stück Stoff brutal über der Ecke einer Schublade zu ZERFETZEN – ohne Herz – kalt und mitleidlos – kontaminierte sie es auch noch mit Blut!
Der ehemals reine, heile und weiße Kittel fand sein trauriges Ende nach nur 5 Wochen in der Mülltonne.

:p

Bin zum Teil sagenhaft nervös, wenn meine Anleiterin neben mir steht.
Kopflos und hektisch aufgestanden, Kittel kaputt und dann auch noch Blut umgekippt.

Ein eindeutiges Zeichen für mich: Bleib ruhig, entspann die Schultern und atme bewusst in den Bauch, vor allem, wenn sie zuschaut.
Grund für die Nervosität ist – wie könnte es anders sein – das Zwischenmenschliche.
Oder meine intensiven Gefühlsausbrüche?
Nun, wahrscheinlich begünstigt sich das und dann kommt eins zum Anderen.

Auslöser sind eine Ansammlung von spitzen Kommentaren, die mir von ihr hingeknallt werden. Rechtfertige ich mich, heißt es, ich müsse auch immer das letzte Wort haben.
Oder es gut sein lassen.
Ich gerate zu schnell in Panik. Sätze wie „Dir ist auch alles egal / Du fühlst Dich ja auch für nichts zuständig / Schalt mal Deinen Kopf ein! / Mensch, Du bist bist ja nicht der erste Azubi, aber mal im Ernst *vielsagender Blick* und dann rauscht sie ab und ich steh da mit offenem Mund und frag mich, was ich jetzt machen soll.
Impuls wäre: Ihr nachrennen mich hundertmal zu enschuldigen (ohne den Grund zu wissen) und sie anzuflehen, mich nicht zu feuern.
Immerhin soweit hab ich mich unter Kontrolle, dennoch bleibt eine wahnsinns Anspannung.
Die Zukunftsangst überwältigt mich bei sowas oft.
Ich denke dann gleich „Oh mein Gott, ich komm nicht über die Probezeit, ich werde niemals eine Ausbildung abschließen können“ etc etc………….
„Die Patienten interessieren Dich nicht wirklich, was?“
„DOCH!!!?“
„Merk Dir endlich die Namen!!!“
Das ist in der 5. Woche zu viel verlangt, aber in dem Moment fühle ich mich dann ausschließlich panisch und unfähig.

Was ich übe:
Körperliche Entspannung! Ich bekomme Rückenschmerzen, wenn ich Angst habe, da ich dann Rücken und Schultern anspanne.
Frühwarnzeichen wahrnehmen, tief durchatmen, ruhig bleiben, sachlich bleiben.
Auf nichts persönliches eingehen wie das regelmäßig hingeknallte „Dein verwirrter Kopf“ etc.
Gegenbeispiele in Gedanken festhalten, Patienten, die mir sagen, wie freundlich ich bin.
Beispiel:
Ein schwieriger Privatpatient kommt rein und brummt „Ich kann langsam diese ganzen Weißkittel nicht mehr sehen!“
Ich schaue ihn perplex an „Ich wünsche Ihnen trotzdem einen guten Tag!“
„Sehr freundlich von Ihnen“ gezwungenes Lächeln.

Heute kam er wieder.
Erzählt wie immer seine Lebens;- und Leidensgeschichte, während ich etwas für ihn kopiere.
Als das Telefon klingelt sage ich „Einen Moment bitte“
Nach dem Telefongespräch sehe ich ihn auffordernd an.
Fragender Blick seinerseits.
„Sie waren was am erzählen, wegen dem Krankenhaus“
„Ach – Sie sind aber aufmerksam!“ *erfreut*

„Ich wünschte, die Pat. würden das nicht nur mir, sondern auch dem Chef sagen“ erzähle ich in der Pause besorgt meiner Mutter am Telefon.
„Die Anleiterin sagt immer nur, was ich falsch mache, das verunsichert mich“
„Stella, glaub mir, die Chefs kriegen das trotzdem mit!“ stärkt sie mir den Rücken. Sie stärkt ihn mir so, dass ich weiter mache: So gut ich kann.
„Stella, Du schlägst Dich sooo tapfer, ich bin sooo stolz auf Dich!“
Meine Mutter ersetzt das, was ich mir von der Anleiterin wünsche. „Bleib immer sachlich. Du machst das gut, lass Dich bloß nicht verunsichern. Konzentrier Dich auf Deine Stärken und arbeite an den Schwächen.“

Wir stehen uns sehr nahe gerade.
So eine Mutter zu haben ist sooo viel wert.
Obwohl sie von dem Medikamenten-Rückfall weiss.

Morgen ist erstmal Feiertag.
Wenn die Angst vor der Anleiterin aufkommt (bzw. davor, gefeuert zu werden), klappt erst Recht nichts. Dann vergesse ich auch, dass ich Manches schon gut mache.
Ich geh trotzdem immer gern zur Arbeit, obwohl es schwierig mit der Kollegin ist.
„Glaubst Du WIRKLICH, dass das der richtige Beruf für Dich ist!?“
JA! ;)

Einen schönen Feiertag wünsche ich euch :wink: