Schule, Gesundheit und Co

25. Januar 2015

Habe meiner Nachbarin ein Kuschelkissen geschenkt.
Ich hätte es wegwerfen müssen. Im Moment foltern mich die Milben sowas von -.-
Mein Verbrauch an Taschentüchern ist so hoch, mittlerweile friere ich mein Kopfkissen öfter ein, alle paar Tage, das hilft ein wenig.

Therapie gehabt.
Es war richtig gut. Habe von diesem Innenkind erzählt und ob ich das jemals so loswerde, dass dieser unerträgliche Schmerz weg geht.
Nachdem wir von Berlin zurück kamen, bin ich innerlich mega durchgedreht, weil ich alleine in die Schule musste.
Ich fühlte mich verlassen, hilflos und verängstigt.
Ich schrieb Michael „Ich hab keinen Papa mehr :heul:
So fühlte es sich an, ein kleines vergessenes Kind, mutterseelenallein. Er schrieb, beruhigte mich. Ich wisse, es gehe vorbei.
Ja, schrieb ich, ich weiß auch nicht, was gerade abgeht. Ich weiß nur, dass es unerträglich schmerzt.
Das hielt wieder ein paar Tage, sich verloren fühlen, allein in dieser großen Welt, überfordert.
Lag viel im Bett, tat nichts.
Ist wieder besser geworden. Mich zieht dieses Wetter halt so runter.

Ihr von früher erzählt, die Jahre zwischen 18-22, welche die Schlimmsten waren.
Wie weit mir das nun sei?
Ich zeigte neben mich, eine Armeslänge. Sie sagte, sie stelle sich das eher als Baum vor.
Die Regression als Rückfall in die tiefsten Wurzeln hinein.
Ich mochte dieses Bild.

Habe nun alle Noten und nun doch nicht Schnitt von 1,7 sondern 1,8.
Mann, ich habe ich Deutsch NEUN Punkte geschrieben. Eigentlich 10, aber wegen massenhaft Zeichensetzung -1.
Das passiert mir sonst nie.
13 Punkte mündlich und somit 11 gesamt. Ich war echt stinkig, hätte sie mir 14 gegeben, wären es noch die 12.
Die erwartet zu viel.
Zur Abwechslung mal wieder geheult, zum Glück erst nach der Schule.
Festgestellt, dass ich Mathe als LK nehmen muss. Heute schon stundenlang gerechnet, bis es dann nicht mehr ging, hat was gebracht.
Ich bin einfach so grottig in Rekonstruktionen :buhu:
Und von morgen bis Freitag muss ich arbeiten, werde ich auch nicht so großartig zum Lernen kommen.

Bei dem Chirurgen gewesen, richtig gut.
Er meinte, er schätzt die Chancen der Kostenübernahme auf 50:50
Sonst pro Arm/Bein zwischen 1000-2,5.
Erfreut festgestellt, dass ich das Geld für den Arm schon hätte.
Es wären zwei Termine pro Arm/Bein.
Vom Unterarm sind es ungefähr 10 cm in der Länge, da würde der das in der Breite von 2 cm rausschneiden und vernähen.
Verschiebeplastik, wie Papa schon vermutet hat.
Der fand das lustig, dass ich im Fachjargon geredet habe ^^
Sowas wie Intrakutannaht, Plexus und so. Er ist aber auch ein extrem angenehmer Mensch!
auf seinem Schreibtisch lagen Akten mit lesbarem Adresskopf und ich meinte, ich würde das umdrehen.
Er meinte „Ach Gott, Sie haben vollkommen recht, ich hoffe, Sie kennen die nicht?“
Und ich, dass ich es nicht gelesen hätte. Er fand mich aufgeweckt ;)
Der würde quasi beim ersten Mal jede zweite Narbe ausschneiden und vernähen, damit die Spannung nicht zu groß wird.
Und nach 6-12 Monaten den Rest.
Wenn der Brief von ihm kommt, gehe ich damit mal zur Krankenkasse und hoffe.

Sonst brenne ich gerade DVDs. Meine externe Festplatte ist nämlich voll, da kann ich keine Sicherungen mehr machen.

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Therapie

19. Januar 2015

Therapie gehabt.
Es war richtig gut. Habe von diesem Innenkind erzählt und ob ich das jemals so loswerde, dass dieser unerträgliche Schmerz weg geht.
Nachdem wir von Berlin zurück kamen, bin ich innerlich mega durchgedreht, weil ich alleine in die Schule musste.
Ich fühlte mich verlassen, hilflos und verängstigt.
Ich schrieb Michael „Ich hab keinen Papa mehr :heul:
So fühlte es sich an, ein kleines vergessenes Kind, mutterseelenallein. Er schrieb, beruhigte mich. Ich wisse, es gehe vorbei.
Ja, schrieb ich, ich weiß auch nicht, was gerade abgeht. Ich weiß nur, dass es unerträglich schmerzt.
Das hielt wieder ein paar Tage, sich verloren fühlen, allein in dieser großen Welt, überfordert.
Lag viel im Bett, tat nichts.
Ist wieder besser geworden. Mich zieht dieses Wetter halt so runter.

Ihr von früher erzählt, die Jahre zwischen 18-22, welche die Schlimmsten waren.
Wie weit mir das nun sei?
Ich zeigte neben mich, eine Armeslänge. Sie sagte, sie stelle sich das eher als Baum vor.
Die Regression als Rückfall in die tiefsten Wurzeln hinein.
Ich mochte dieses Bild.


et cetera pp

16. Juni 2014

Schneidedruck.
Ob ich mit dem Thema immer besser klar komme.. Ich hoffe es.
Es fühl sich nicht so an, irgendwie. Mal besser, mal sehr gut, mal schlechter, mal sehr schlecht.
Momentan habe ich das Gefühl, als sei es niemals weg gewesen. Als wären die 17 cleanen Monate nicht.
Der Kampf scheint derselbe, wie kurz nach dem Umzug und das macht mich wahnsinnig.
Diesen Kampf zu führen ist unmenschlich und scheint wieder so hoffnungslos.
Da kommen irgendwo schon Suizidgedanken hoch. Eher wegen dem „Ich will das nicht aushalten müssen, ich kann das nicht aushalten“
Heute morgen habe ich mir die Arme rasiert. Und links habe ich so kleine Hibbel. Ich wollte die wegmachen und wusste, es würde bluten.
Und – zack war ich wieder voll drin und habe nur dieses Blut angesehen, während die Welt mir mehr und mehr entglitt.
Es gab nur noch mich, das Blut und diesen Rasierer.
Der Kopf war noch ein bisschen an und es blieb bei diesem Kratzer, aber die Verzweiflung ist schlimm aushaltbar.
„Die Erlösung so nah“
Am Hadern – warum gibt das Narben und wieso darf ich das nicht machen?
Es wäre schön, wenn es eine so anerkannte Sache wäre, wie sich zu Tatowieren.
Ich fühle mich so eingeengt, wie in einem Korsett, das mir die Luft raubt. Und das zu durchschneiden, das wärs…
Die Thera habe ich gefragt. Sie kann EMDR, das ist mega gut!
Das nächste Mal bringe ich eine Situation mit und wir bereiten das vor.
Dann beim nächsten Mal machen wir eine Doppelstunde und versuchen das.
Sie sagte, sie hätte es nicht von sich aus angesprochen, weil sie sich Sorgen macht und fragt, ob es in einer Klinik nicht besser für mich wäre.
Aber ich sagte, wir schauen einfach. Ihre Sorge ist, dass mir das so tagelang nachhängt…
Jetzt ist es grad einfach so mördermäßig schlimm, weil ich meine Tage habe.
Aber so schlimm war es gefühlsmäßig ewig nicht. Oder noch nie.
Aber das kommt mir jedesmal so vor, also ist die Intensität jedes Mal die gleiche scheiße…
Wegen dem EMDR sagt die Krankheit dann auch wieder „Schneid dich doch, wenn du eh Traumatherapie machst, hört das hinterher von ganz alleine auf. Dann brauchst du jetzt nicht zu kämpfen“
Aber der Druck verschwindet ja nicht, sogar wenn alles komplett aufgearbeitet ist. Die Gewohnheit/Sucht bleibt ja unabhhängig davon.
Alles eine Scheiße…


30. Mai

30. Mai 2014

Die Schule läuft weiterhin weitestgehend gut.
Und auch familiär ist alles okay. Ich hatte keinen Selbstverletzungs oder Intoxrückfall und bin noch immer in Therapie.
Alle zwei Wochen.
Wir sprechen über aktuelle Themen, die Schule, Politisches.
Alles geht seinen Gang.
Und auch nicht.
Die innere Mauer, den Stein des Traumas, trage ich weiterhin täglich in mir. Oft ist er nicht spürbbar, oder ich kann ihn während des Aktionismus verdrängen. Spürbar wird er in banal scheinenden Situationen.
Das Lesen von Texten in der Schule, in der Gewalt dargestellt wird. Schreiende Männer, Kinder. Schreiende und verängstigte Charaktere in irgendwelchen Filmen.
Dann kippe ich weg. Werde starr, falle in die Regression. Wenn es gut läuft.
Wenn es schlecht läuft kommen alte Gedanken und Gefühle hoch. Ich verstehe und begreife dann nicht mehr, dass ich 23 Jahre alt bin. Der Kopf weiß es, aber die Innenwelt stimmt nicht mehr und auch die äußere wird verzerrt. Als ich meinen allerbesten Freund Michael besucht habe, konnte ich ihm eine schlimme Situation erzählen.
Mit vielen Stockungen, aber es ging. Weil er mich so fest umarmt hat, dass sogar ich mich noch spüren konnte und mich somit hier hielt. Ich dachte, ich hätte diese Situation überwunden. Am Montag erzählte ich sie der Thera.

Es wieder besonders schlimm. Ich fühlte mich wie konserviert, gefangen in dem früheren Körper. Die ganze Zeit kommentierte die innere Stimme „Ich kann nicht fassen, dass du noch immer in dieser verdammten Welt rumhängst!
Hättest du dir bei deinen Suizidversuchen nicht ein bisschen mehr Mühe geben können?
Mann, jetzt bist du 23, der ganze Scheißdreck hätte doch vor 5 Jahren längst beendet sein sollen.
Was machen wir denn jetzt?“

Ich ging in die Schule mit den ganzen eigentlich vertrauten Sachen und hasste alles.
Alles ödete und nervte mich an, ständig musste ich mich beherrschen nicht einfach irgendwo runterzuspringen, oder mich extrem zu intoxikieren, mit offenem Ende.
Ich schaffte den Bezug hierher kaum. Dachte „Hey, du hattest doch diese wahnsinnig schönen Tage“ aber es blieb nichts und verhallte nach irgendwohin.
Dennoch hat mich diese andere Kopfstimme davon abhalten können, wirklichen Mist zu bauen…
Die Thera sagte, wir bräuchten über diese Themen nicht zu reden.
Aber mir ist mittlerweile klar, dass ich daran nicht vorbei komme.
Ich bin seit 10 Jahren immer wieder in Therapie, ohne das sich innerlich großartig etwas verbessert hat. Am Montag war es mir nicht so bewusst. Ich war komplett verwirrt und habe mich gefragt, wie ich weitermachen soll.
Zum quatschen brauche ich nicht zu einer Therapeutin zu gehen, dazu habe ich andere.
Außerdem ist das ja auf Dauer auch kein Zustand.
Auch sie wusste nicht, was der Weg wäre.
Ich sagte, muss ich daran gehen oder nicht?
Werde ich irgendwann alleine damit leben können?
Wird eine Art von Gewöhnung eintreten?
Auch sie wusste es nicht. Sagte, dass solche Grauen und Schrecken manchmal auch besser irgendwo aufbewahrt würden und man sich an sie gewöhnen könne. Aber dass sie auch nicht wüsste, was für mich gut wäre.
Ich sehe es nun klarer. Ich bin traumatisiert und werde das ohne Hilfe nie im Leben dauerhaft und gut in den Griff bekommen.
Was ich brauche ist wirklich eine Fachfrau/ ein Fachmann, der mir sagt, wie es geht.
Wie man Traumata vernünftig aufarbeitet um eines Tages wirklich Ruhe zu haben und es abhaken zu können.
Ich habe mich im Kopf damit abgefunden, schlimmes erlitten zu haben. Aber der Körper nicht. Er versteht nicht, dass es vorbei ist, und das ist der Knackpunkt.
Die Thera ist Borderline Expertin, aber ich habe kein Borderlineproblem als Kern. Wir haben es versucht, schwierige Themen anzusprechen, aber das kam immer von mir. Ich kippte immer weg und der restliche Tag war im Eimer, manchmal auch mehrere.
An den Inhalt kann ich mich sowieso nicht mehr erinnern. Aber ich weiß, dass es nicht mal die „richtig schlimmen“ Sachen waren.

Ich werde die Thera das nächste Mal wegen Traumabearbeitung ausfragen.
Ich habe einige Dinge, um wieder ins hier und jetzt zu kommen. Aber häufig vergesse ich dann eh wieder, was gesprochen wurde.
Ich weiß nur, die Themen waren „irgendwie gefährlich für meine innere Sicherheit – also weg damit!“

Ich war am Tag danach noch/wieder? so verwirrt, ich hatte Medis in der Tasche und hätte die fast genommen.
Nur 10, aber trotzdem…
Ich wollte unbedingt die Mathearbeit mitschreiben. Also habe ich eine Schlaftablette vor der Schule genommen. Es hat mich nicht umgehauen, ich habe die Wirkung gar nicht gespürt.
Obwohl zum schlafen sonst eine Halbe reicht :kopfkratz:
Nach den ersten Doppelstunden ging es dann wieder, weil ich während einem Film präventiv raus bin und zufällig 2 Mädels in der Abivorbereitung helfen konnte.
Das hat mich geerdet.
Die Mathearbeit war genial.. Ich glaube, ich könnte tatsächlich eine 1 bekommen :oeh:
Ich habe kaum etwas falsch :huepf:


*wink*

26. April 2014

Hallo,

mir geht es meistens ganz gut :)
In der letzten Mathearbeit hatte ich 5 Punkte, darüber war ich froh O.o
Insgesamt hat es mich so geärgert, dass meine Motivation und Fleiß wieder sehr hoch ist.
Logarythmus liegt mir deutlich mehr. Seit 2 Wochen habe ich jetzt Ferien und bin bei meiner Mutter. Ich mache auch hier immer wieder Mathe und wiederhole Spanischvokabeln.
Insgesamt bin ich schon wieder ungeduldig auf Sommer, weil ich endlich in die richtig „heiße Phase“ möchte, 12. Klasse.
Das wird mir dann motivationstechnisch noch mal was drauflegen, wenn es dann endlich ums Abi und den Schnitt geht.
Bis jetzt hatte ich ja quasi nur Probeläufe mit Arbeiten und Referaten. In den Referaten bekomme ich immer etwas zwischen 1 uns 2, wenn ich jetzt alles umsetze, was mir gesagt wurde, schaffe ich öfter eine 1.
In Englisch war das Thema Apartheid in South Africa, da hatte ich 12, was meine Englischnote mächtig hochgezogen hat!
Ich möchte mal in der Nähe studieren, dann kann ich nämlich beim Papa bleiben und der ist dann Rentner :head: :head: :head:

Sonst bin ich tatsächlich Vorstandsmitglied der Linken geworden. Es ist sehr interessant, aber die meisten Dinge tue ich doch alleine. Wie zum Beispiel Infoblätter gegen TTIP zu verteilen.
Es macht den Kopf frei, ich muss mich auf die andere Person einlassen und kann nicht meinen eigenen negativen Sachen nachhängen.
Wenn ich solche Gespräche habe, fühle ich mich gut und bin voll in meinem Element.

Yoga mache ich auch noch und es gefällt mir immer noch, jedenfalls meistens ;)
Und ich habe ja sonst nichts, wo ich Sport mache, von daher…
Seit gestern habe ich totale Bauchschmerzen und fühle mich bei jedem Bissen aufgebläht. Heute habe ich dann nach hundert Jahren meine Tage mal wieder bekommen, ich weiß nicht, ob das erste Mal dieses Jahr.
Ich habe immer Selbstverletzungsträume, während den Tagen, so auch heute Nacht.
Immer, wenn es schwierig ist, und das kommt öfter vor, bin ich froh, beim Papa zu wohnen, weil ich die Kurve sonst wirklich nie bekommen hätte.
Nicht allein und hier bei Mama schon gar nicht. Aber es läuft gut zwischen uns.
Ich bin jetzt wirklich clean seit 16 Monaten, das ist unglaublich!!! :)
Ich bin aber auch eine unheimlich gute Thera geraten. Die hat die akute Krise oft schon runter reden können, mit mir. Es gab zum Beispiel eine längere Phase, wo der Druck, mich krankenhausreif zu intoxikieren, extrem hoch war und ich ständig am Schwanken: Tu ichs, tu ichs nicht.
Das habe ich ihr auch so gesagt und sie fragte, wer mich denn immer gefunden hätte, nach einer Intox.
Ich hätte selbst dafür gesorgt und da angerufen, sagte ich. Und, dass ich eh nicht so viele nehmen würde, dass es sehr gefährlich würde. (Ja, ich weiß, es ist immer unberechenbar, vor allem im Mix)
Sie sagte, es sei meine Entscheidung und meine Verantwortung und wie tragisch sie es fände, wenn ich nicht mehr da wäre.
Und dann „Ich brauche Sie doch noch!“
„Sie MICH!?“
„Na klar! Ich werde auch nicht jünger, ich brauche irgendwann eine gute Ärztin!“
aaawww :herz: :herz: :herz: ;)

Draußen war der Druck dann deutlich besser.
Ich dachte „Stella, das ist exakt das, was du immer wolltest. Offen sprechen können.“
Und mir fiel auf, wie oft ich Reaktionen, für mich die Verantwortung zu übernehmen, oft provoziert hatte.
Sie hatte mir das nicht abgenommen und in dem Moment wusste ich, wie sinnlos das ganze wäre.
Intox, 2 Tage „Entspannung und Ruhe“ und hinterher in den noch schnelleren Kreislauf wieder zurück.
Es wird besser :)


22.1.14

22. Januar 2014

Ich hatte gestern Therapie. Sie war ziemlich besorgt, als ich ihr erzählt habe, was grad so geht.
Ich habe wohl eine depressive Episode (bisher wurde ich davon verschont) und soll das Citalopram wieder nehmen.
Mach ich.

Ich hatte das vorher noch nie. Von Depressionen bin ich bisher verschont geblieben, darum habe ich da wohl auch nicht daran gedacht.
Aber eigentlich liegt es auf der Hand:
Alles ist anstrengend und kraftraubend
Bis 17 Uhr leidend im Bett liegen und sich zur Schule schleppen
Gedanken, dass es wirklich NIE wieder besser wird
Suizidgedanken (sehr massive)

Ich hab halt Angst, vor einer Kurzsschluss Reaktion.
Die Thera meinte, die Guten sterben entweder immer sehr früh oder bringen sich um, und wie schlimm das wäre, wenn ich vor die Hunde ginge.
Sie will unbedingt, dass ich Medizin studiere, weil sie mich menschlich toll findet und meint, nicht viele hätten so ein Gespür für Menschen.
Das ging mir nah.

Meine Angst bezieht sich halt darauf, dass ich mit Nichtstun keinen 2er Schnitt halten kann. Und eigentlich wäre ich besser, wenn ich mich aufraffen könnte.
Die angepeilten 2 Stunden pro Tag sind erst mal ausgesetzt, ich soll einfach versuchen, die Hausaufgaben hinzukommen.

Ich bin im Anschluss zu Verena gegangen, wegen dem Referat, aber es war nur Vollkrise angesagt.
Ich wollte heim und nicht in die Schule, aber sie hat mich überredet, zu bleiben.
Eine Stunde habe ich dann bei ihr geschlafen und dann war es deutlich besser. Ich dachte mal wieder, das nicht überleben zu können.
Eigentlich sollten wir das Referat gestern halten, aber nur 2 Gruppen waren überhaupt in der Klasse fertig.
Die Lehrerin war mal wieder total angepisst, weil es wirklich immer so läuft.
Schlimm habe ich mich deswegen nicht gefühlt, weil ich dachte, es ist bei mir eine Ausnahme.
Unsere Gruppe ist grad sowieso seeehr schwierig:
Depressive und untätige Stella
Verena, die nicht spricht
die 30 und 50jährige Irina und Doris, die sich bekriegen und wieder ich als sachliche Vermittlerin ;)
Gestern war es allerdings zu heavy und ich bin abgedriftet. Es war mir einfach scheiß egal.
Die Lehrerin kam dann und hat den beiden dann erst mal gesagt, sie sollen Ich-Botschaften verwenden, ohne Erfolg ;)
Die Lehrerin ist jünger als die Beiden ^^
Schließlich hat sie draußen mit Irina geredet, die dann verheult wieder reinkam, die ist schon durch…
Schleppt zur Zeit auch viel mit sich rum, Stress ohne Ende, naja.
Dann war Pause und bei mir ging es noch weiter bergab, die Lehrerin hat mich und Verena beiseite genommen und gefragt, ob mich der Streit so stresst.
Ich meinte, Nein, aber dass ich grad eine ziemliche Krise habe und noch quasi nichts für Referat gemacht habe. Wieder Antidepressivum nehme.
Dass ich zwar mittags bei Verena war, aber eigentlich gar nicht kommen wollte. Sie meinte wieder, wie toll sie das findet, dass Verena und ich uns so ergänzen. Das stimmt schon. Sagt sie eigentlich immer :)
Dann kam nach der Pause noch eine Klassenkameradin, die gefragt hat und das war auch schön. Die ist schon lieb.
Der Tag war aber schon vom ersten Wachsein schwierig, weil ich geträumt habe, dass die Götterärztin angerufen hat um mich zu treffen.
Im Traum war ich auf Wolke 7, um dann RUMMS wach zu werden, in die ganze scheiße.
fies


Daniela

17. Januar 2014

Als ich sie das erste Mal im Fernsehen gesehen habe, hat mich das alles unglaublich getriggert.
Zeigen von offenen Wunden, die Sehnsucht danach.
Ich habe mich sehr oft gefragt, ob sie noch am Leben ist.
Als ich dann auf der DBT Station war, lief „Wenn die Seele Trauer trägt“ und ich habe mich unglaublich gefreut, sie „wiederzusehen“ und dass sie den Absprung von svv und Psychiatrie geschafft hatte.
Es hat mir selbst total Mut gemacht, weil ich immer dachte, sie wäre stärker betroffen als ich und dass ich es dann vllt auch schaffen könnte.
Ich würde sie gerne mal sprechen, mit ihr schreiben, wie auch immer, weil ich sehr oft das Gefühl hatte „Oh je, das kenne ich!
Und das und das und das auch.“
Hier mal ein Zusammenschnitt (sorry, musste sein) :uglylaugh: :uglylaugh: :uglylaugh: